{"id":7230,"date":"2013-04-23T19:29:24","date_gmt":"2013-04-23T18:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7230"},"modified":"2013-04-23T19:29:24","modified_gmt":"2013-04-23T18:29:24","slug":"je-kurzer-desto-besser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/04\/23\/je-kurzer-desto-besser\/","title":{"rendered":"Je k\u00fcrzer, desto besser"},"content":{"rendered":"<p>\u2026 titelt das Handelsblatt, M\u00e4nner f\u00fcrchteten die Elternzeit. Immer mehr V\u00e4ter w\u00fcnschten sich zwar mehr Zeit f\u00fcr ihre Familien \u2013 doch eine l\u00e4ngere Auszeit im Beruf sei f\u00fcr M\u00e4nner weiterhin selten. Viele h\u00e4tten Angst um die Karriere \u2013 und das nicht zu Unrecht. Aber Bange machen gilt nicht, im Gegenteil, es braucht Ermutigung: durch F\u00fchrungskr\u00e4fte, Partnerin, famili\u00e4res Umfeld und nat\u00fcrlich passende Rahmenbedingungen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Max Beckmann, der Anfang 2013 Vater geworden ist, wohl nicht genug. F\u00fcr den Fahrzeugbauer bei einem Sportwagenhersteller war zwar schnell klar, dass er eine aktive Rolle bei der Erziehung spielen will. \u201eFr\u00fcher war es noch selbstverst\u00e4ndlich, dass der Mann arbeiten geht und die Frau mit den Kindern zu Hause bleibt\u201c sagt der 28-J\u00e4hrige. Heute sei das anders, findet er. \u201eGerade die Anfangszeit mit einem Kind ist so wichtig \u2013 und die erlebt man nur einmal.\u201c<\/p>\n<p>Er blieb aber dennochdeutlich k\u00fcrzer zu Hause als seine Frau. Und auch wenn die Aufteilung der Elternzeit bei Familie Beckmann fr\u00fch klar schien, h\u00e4tte sich der junge Vater schwer getan, bei seinem Arbeitgeber eine l\u00e4ngere Auszeit zu fordern. \u201eEs w\u00e4re sicherlich nicht einfach gewesen, mehr als zwei Monate Elternzeit zu beantragen. Bei Frauen wird so eine Auszeit in der Karriere viel eher erwartet, f\u00fcr M\u00e4nner ist das noch kritischer\u201c, so sein Eindruck.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che mit dem Vorgesetzten beim Sportwagenhersteller waren zwar kein Problem \u2013 zumal der 28-J\u00e4hrige seine Elternzeit auf zwei Phasen von jeweils 4 Wochen aufgesplittet hat. Ein Bekannter Beckmanns hatte bei seinem Arbeitgeber jedoch deutliche Probleme, obwohl er nur 14 Wochen Elternzeit nehmen wollte \u2013 und dazu noch Urlaubstage genutzt hat.<\/p>\n<p>Doch trotz aller Beteuerungen zur Gleichberechtigung: Neben den Hemmschwellen am Arbeitsplatz ist auch die klassische Rollenverteilung noch tiefer verwurzelt, als vielen bewusst ist \u2013 und steht der Erziehungszeit der M\u00e4nner entgegen. Auch bei den Beckmanns gab schlie\u00dflich neben den beruflichen Bedenken das traditionelle Eltern-Kind-Bild den Ausschlag. Bei der Entscheidung, wer wie lange mit dem Beruf aussetzt, wollten die Beckmanns vor allem das Wohl ihrer Tochter in den Vordergrund stellen. Die Stillzeit und eine sorgf\u00e4ltige Auspr\u00e4gung der Mutter-Kind-Bindung spr\u00e4chen daf\u00fcr, dass die Frau l\u00e4nger zu Haus bleibt, findet das Ehepaar.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Pr\u00e4ferenzen in der Bev\u00f6lkerung spiegeln sich auch in den Untersuchungen von Professor Wiese wider. Die Wissenschaftlerin forscht seit Jahren zum Thema Elternschaft und Beruf, momentan zum Beispiel daran, wie sich das soziale Umfeld auf die Elternzeitpl\u00e4ne von Frauen auswirkt. Viele Frauen sehen die Mutter als die wichtigere Bezugsperson f\u00fcr das Kind an und wollen diese sich selbst zugedacht Rolle auch ausf\u00fcllen. \u201eEine solche Einstellung tr\u00e4gt bei Frauen dazu bei, l\u00e4nger aus dem Beruf aussetzen zu wollen\u201c, sagt Wiese.<\/p>\n<p>Und die gleiche Wirkung haben di e Erwartungen an die V\u00e4ter, n\u00e4mlich m\u00f6glichst schnell zur\u00fcck in den Job und die finanzielle Verantwortung wahrnehmen. Durch Beitr\u00e4ge wie ndiesen aus dem Handelsblatt wird der Effekt weiter verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/buero-special\/je-kuerzer-desto-besser-maenner-fuerchten-die-elternzeit\/8065976.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 titelt das Handelsblatt, M\u00e4nner f\u00fcrchteten die Elternzeit. Immer mehr V\u00e4ter w\u00fcnschten sich zwar mehr Zeit f\u00fcr ihre Familien \u2013 doch eine l\u00e4ngere Auszeit im Beruf sei f\u00fcr M\u00e4nner weiterhin selten. Viele h\u00e4tten Angst um die Karriere \u2013 und das nicht zu Unrecht. 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