{"id":7219,"date":"2013-04-18T06:14:19","date_gmt":"2013-04-18T05:14:19","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7219"},"modified":"2013-04-18T06:14:19","modified_gmt":"2013-04-18T05:14:19","slug":"vater-erkennen-ihre-kinder-am-geschrei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/04\/18\/vater-erkennen-ihre-kinder-am-geschrei\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter erkennen ihre Kinder am Geschrei"},"content":{"rendered":"<p>\u2026 und zwar genau so gut wie M\u00fctter. Diese sind \u00fcberzeugt: Sie k\u00f6nnen das Schreien ihres Babys aus Hunderten anderer heraush\u00f6ren. Von V\u00e4tern h\u00f6rt man derartige Statements dagegen so gut wie nie. Und auch mehrere Studien scheinen in diesem Zusammenhang die Idee einer ganz besonderen, biologisch festgelegten m\u00fctterlichen Gabe zu st\u00fctzen. Franz\u00f6sische Forscher haben jetzt jedoch erstmals in einer kontrollierten Untersuchung die Probe aufs Exempel gemacht. Das Ergebnis: es kommt nicht auf das Geschlecht an \u2013 sondern nur darauf, wie viel Zeit man mit dem Nachwuchs verbringt.<\/p>\n<p>29 frischgebackene Elternpaare und deren Babys nahmen an der Studie teil. 14 der Familien lebten in der Demokratischen Republik Kongo, die restlichen im franz\u00f6sischen Saint-Etienne. Die Kleinen waren zwischen 58 und 153 Tagen alt, es handelte sich um 17 Jungen und 12 M\u00e4dchen. F\u00fcr die Tonaufnahmen wurden die Schreie der Kinder aufgezeichnet, w\u00e4hrend diese gebadet wurden, also alle in einer \u00e4hnlichen Situation. Den Eltern wurden pro Durchgang schlie\u00dflich jeweils f\u00fcnf Schreiproben vorgespielt \u2013 immer eine ihres eigenen Kindern sowie zwei von fremden M\u00e4dchen und zwei von fremden Jungs. Zus\u00e4tzlich erfassten die Forscher noch, wie viel Zeit die Eltern pro Tag mit ihren S\u00e4uglingen verbrachten, wie viele Kinder sie bereits hatten und wie viel Kontakt sie mit anderen kleinen Kindern pflegten.<\/p>\n<p>Das Ergebnis fiel beeindruckend aus, berichtet das Team: Im Schnitt erkannten die Eltern in 5,4 von 6 Tests und damit in 90 % der F\u00e4lle das Schreien ihres eigenen Babys. Die Frauen schnitten dabei zwar mit 98 zu 90 % rechnerisch etwas besser ab als die M\u00e4nner, der Unterschied sei aber statistisch nicht signifikant gewesen, erl\u00e4utern die Forscher. Dieses Ergebnis widerspricht auf den ersten Blick dem fr\u00fcherer Studien aus den sp\u00e4ten Siebzigern und fr\u00fchen Achtzigern, in denen V\u00e4ter deutlich abgeschlagen landeten: W\u00e4hrend die M\u00fctter in einer Studie in 97 % der F\u00e4lle richtig lagen, gelang den V\u00e4tern nur in 84 % der F\u00e4lle ein Treffer. Eine weitere Studie kommt sogar nur zu einer Trefferquote von 80 % bei den M\u00fcttern und 45 % bei den V\u00e4tern.<\/p>\n<p>Doch der Widerspruch besteht nur scheinbar. Denn die erw\u00e4hnten Quoten in der aktuellen Erhebung gelten nur f\u00fcr die V\u00e4ter, die mehr als vier Stunden pro Tag mit ihrem Kind verbringen \u2013 also etwa genauso viel Zeit wie die M\u00fctter. Betrachtet man dagegen nur die M\u00e4nner, die deutlich weniger intensiv mit den S\u00e4uglingen zusammen waren, kommt ein ganz anderes Bild zustande: Diese V\u00e4ter erkannten n\u00e4mlich nur in 75 % der F\u00e4lle ihr eigenes Baby am Schreien. In den beiden fr\u00fcheren Studien sei dieser Faktor \u00fcberhaupt nicht ber\u00fccksichtigt worden, erl\u00e4utern die Forscher.<\/p>\n<p>Offenbar ist das Erkennen des eigenen Babys also in erster Linie eine Frage von Erfahrung und Lernen \u2013 und nicht von besonderen F\u00e4higkeiten<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft.de\/wissenschaft\/news\/317037.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 und zwar genau so gut wie M\u00fctter. Diese sind \u00fcberzeugt: Sie k\u00f6nnen das Schreien ihres Babys aus Hunderten anderer heraush\u00f6ren. Von V\u00e4tern h\u00f6rt man derartige Statements dagegen so gut wie nie. Und auch mehrere Studien scheinen in diesem Zusammenhang die Idee einer ganz besonderen, biologisch festgelegten m\u00fctterlichen Gabe zu st\u00fctzen. 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