{"id":7183,"date":"2013-04-05T12:33:30","date_gmt":"2013-04-05T11:33:30","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=7183"},"modified":"2013-04-06T12:36:12","modified_gmt":"2013-04-06T11:36:12","slug":"ostdeutsche-vater-sind-zufriedener-mit-ihrem-familienleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/04\/05\/ostdeutsche-vater-sind-zufriedener-mit-ihrem-familienleben\/","title":{"rendered":"Ostdeutsche V\u00e4ter sind zufriedener mit ihrem Familienleben"},"content":{"rendered":"<p>Ostdeutsche V\u00e4ter teilen sich die Erwerbsarbeit mit ihren Partnerinnen sehr h\u00e4ufig gleichm\u00e4\u00dfig auf. Im Westen dagegen setzt nur eine Minderheit dieses Erwerbsarrangement um. Dr. Angelika T\u00f6lke vom Deutschen Jugendinstitut (<a href=\"http:\/\/www.dji.de\" target=\"_blank\">DJI<\/a>) in M\u00fcnchen <a href=\"http:\/\/www.dji.de\/cgi-bin\/projekte\/output.php?projekt=1148&amp;Jump1=LINKS&amp;Jump2=10\" target=\"_blank\">untersuchte<\/a> das Ph\u00e4nomen.<\/p>\n<p>Zu ihrem Wohlbefinden in der Familie befragt, \u00e4u\u00dferten sich die ostdeutschen V\u00e4ter am zufriedensten, gefolgt von den ostdeutschen M\u00fcttern und den westdeutschen V\u00e4ter. Die westdeutschen M\u00fctter bildeten das Schlusslicht. Dass sowohl die ost- als auch die westdeutschen V\u00e4ter sich im Vergleich zu den M\u00fcttern als gl\u00fccklicher mit der Familie einsch\u00e4tzen, f\u00fchrt Angelika T\u00f6lke darauf zur\u00fcck, dass den M\u00fcttern &#8211; hier wie dort &#8211; nach wie vor eher die Verantwortung f\u00fcr Familienthemen zugeordnet wird.<\/p>\n<p>Im Osten bezieht sich dies vor allen auf T\u00e4tigkeiten im Haushalt. \u201eEs gibt \u00fcbrigens interessanterweise weder in Ost- noch in Westdeutschland einen Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden und dem gew\u00e4hlten Erwerbsmodell\u201c, sagt die Wissenschaftlerin. Die in Westdeutschland h\u00e4ufig angef\u00fchrte \u201eDoppelbelastung\u201c von Frauen durch Beruf und Familie, l\u00e4sst sich empirisch nicht nachweisen bzw. schl\u00e4gt sich nicht im Wohlbefinden nieder.<\/p>\n<p>Zur Zufriedenheit der ostdeutschen V\u00e4ter scheint beizutragen, dass sie sich &#8211; besonders am Wochenende &#8211; mehr Zeit f\u00fcr ihre Kinder nehmen als ihre Geschlechtsgenossen im Westen und diese Freizeit aktiv gestalten. In ihrer st\u00e4rkeren \u201eFamilienzentrierung\u201c, so nimmt Angelika T\u00f6lke an, wirke die hohe Wertsch\u00e4tzung von Familienzeit in der DDR nach. Die Freizeit im Familienkreis bot Freiraum und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Dagegen war die berufliche Laufbahn an ein strenges Reglement gebunden und hatte sich dem Allgemeinwohl unterzuordnen. Im Westen ist eine Bereitschaft zu beobachten, die Freizeit dem Erwerbsleben nachzuordnen: &#8222;Insbesondere f\u00fcr M\u00e4nner scheint der eigene &#8218;Status&#8216; sehr vom beruflichen Erfolg abzuh\u00e4ngen. \u00dcberlange Arbeitszeiten sind vielfach eine als wichtig erachtete Investition in diesen Status, der immer aufs Neue gefestigt werden muss&#8220;, sagt Angelika T\u00f6lke.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Westdeutschland Grundsatzdiskussionen \u00fcber Geschlechterrollen oder &#8222;Doppelbelastung&#8220; gef\u00fchrt w\u00fcrden und sich viele M\u00fctter mit der Frage plagten, ob sie erwerbst\u00e4tig und gleichzeitig eine gute Mutter sein k\u00f6nnten, betrachteten Paare im Osten die Aufgabenteilung in der Partnerschaft vor allem pragmatisch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.vaeter.nrw.de\/Familie\/Partnerschaft\/egalitaere-partnerschaft-vorbild-ostdeutschland\/index.php \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ostdeutsche V\u00e4ter teilen sich die Erwerbsarbeit mit ihren Partnerinnen sehr h\u00e4ufig gleichm\u00e4\u00dfig auf. 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