{"id":708,"date":"2008-03-30T13:02:57","date_gmt":"2008-03-30T12:02:57","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/03\/30\/neue-vater-brauchen-zeit-fur-ihre-kinder\/"},"modified":"2008-03-30T13:02:57","modified_gmt":"2008-03-30T12:02:57","slug":"neue-vater-brauchen-zeit-fur-ihre-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/03\/30\/neue-vater-brauchen-zeit-fur-ihre-kinder\/","title":{"rendered":"Neue V\u00e4ter brauchen Zeit f\u00fcr ihre Kinder"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Mehr als zwei Drittel aller V\u00e4ter wollen mehr sein als nur die Ern\u00e4hrer ihrer Kinder. Das zweigen verschiedene Untersuchungen nun schon seit fast zwei Jahrzehnten. Der Begriff des \u201aneuen Vaters ist ja auch keine Erfindung von Ursula von der Leyen sondern entstand im Anschluss an die Studie \u201aDer Mann\u2019 Mitte der 80er Jahre. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die Rolle dieses neuen Vaters hat die Erziehungswissenschaftlerin Jeannette Abel in ihrer Diplom-Arbeit an der <a href=\"http:\/\/www.uni-halle.de\/\" target=\"_blank\">Martin-Luther-Universit\u00e4t<\/a> Halle-Wittenberg erneut untersucht. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">In Interviews mit V\u00e4tern zwischen 27 und 37 Jahren zeigte sich, dass die M\u00e4nner heute eine allt\u00e4glichere und intensivere Beziehung zu ihren Kindern haben als dies bei ihnen selbst und ihren eigenen V\u00e4tern der Fall war. Alle Befragten wollen ein partnerschaftliches Verh\u00e4ltnis zu ihren Kindern aufbauen.<\/span><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Bei der Umsetzung dieser Vorstellung gibt es aber deutliche Unterschiede zwischen den M\u00e4nnern: <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die &#8218;oberfl\u00e4chlich-engagierten&#8216; V\u00e4ter haben aufgrund ihrer traditionellen M\u00e4nnlichkeitsvorstellungen keinen ausgepr\u00e4gten Zugang zum Kind. Ihr Bed\u00fcrfnis nach gemeinsam verbrachter Zeit ist am geringsten.<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die &#8218;unsicher-ambivalenten&#8216; V\u00e4ter lassen sich zwar mehr auf die Elternschaft ein, \u00fcberlassen aber der Mutter die Hauptrolle. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die meisten Befragten geh\u00f6rten jedoch zum Typ &#8218;aktiv-involvierter&#8216; Vater, bei dem fast keine Vorstellung mehr von einer geschlechterspezifische Arbeitsteilung besteht. Diese V\u00e4ter sind die einzigen, die das Berufsleben nicht vor ihre Kinder stellen. Ihre Beziehung zum Nachwuchs ist genauso intensiv wie die zwischen Mutter und Kind.<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">M\u00fcssen andere M\u00e4nner oft erst gedr\u00e4ngt werden, Aktivit\u00e4ten mit ihrem Kind zu unternehmen, suchen diese V\u00e4ter von sich aus die N\u00e4he zu ihren Kindern, indem sie sie beispielsweise abends ins Bett bringen. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Zu welchem Vatertyp der Mann wird, h\u00e4ngt unter anderem von seinen biographischen Erfahrungen, den Erwartungen der Kindsmutter und von den aktuellen Lebensbedingungen wie der Berufst\u00e4tigkeit ab. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Nach Ansicht der Wissenschaftlerin zeigt die Untersuchung, dass die Anspr\u00fcche an eine aktive Vaterschaftsgestaltung mittlerweile fest in unserer Gesellschaft verankert sind. Eine rein traditionelle Vaterrolle einzunehmen, sei unter den gegenw\u00e4rtigen Bedingungen kaum noch m\u00f6glich. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Wichtig sei es, dass zuk\u00fcnftig bessere Rahmenbedingungen f\u00fcr ein h\u00e4ufigeres Zusammensein der M\u00e4nner mit den Kindern geschaffen w\u00fcrden. So m\u00fcsste den V\u00e4tern die Chance auf Teilzeitarbeit er\u00f6ffnet werden. Es zeigt sich n\u00e4mlich, dass durch den Kontakt zum Kind der Wunsch nach einer intensiveren Zuwendung zum Nachwuchs verst\u00e4rkt wird. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Wer zu Beginn der Vaterschaft Schwierigkeiten hatte, sich auf die neue Rolle einzulassen, kann durch intensive Erfahrungen mit dem Kind zu machen schlie\u00dflich doch zum aktiven Vater werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><a href=\"http:\/\/www.monstersandcritics.de\/artikel\/200813\/article_70201.php\/Neue-V%C3%A4ter-brauchen-Zeit-mit-ihren-Kindern\" target=\"_blank\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Quelle<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als zwei Drittel aller V\u00e4ter wollen mehr sein als nur die Ern\u00e4hrer ihrer Kinder. Das zweigen verschiedene Untersuchungen nun schon seit fast zwei Jahrzehnten. 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