{"id":6964,"date":"2013-02-01T17:23:44","date_gmt":"2013-02-01T16:23:44","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6964"},"modified":"2013-02-01T17:23:44","modified_gmt":"2013-02-01T16:23:44","slug":"von-modernen-vatern-und-schongefarbten-botschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2013\/02\/01\/von-modernen-vatern-und-schongefarbten-botschaften\/","title":{"rendered":"Von modernen V\u00e4tern und sch\u00f6ngef\u00e4rbten Botschaften &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hessenstiftung.de\/downloads\/729-2012-12-13%20Trendstudie_moderne-Vaeter-FINAL.pdf \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.hessenstiftung.de\/media\/00000000731_variant_310_600.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"227\" \/><\/a>In der aktuellen\u00a0 Ausgabe der Gewerkschaftszeitung \u201a<a href=\"http:\/\/einblick.dgb.de\" target=\"_blank\">Einblick<\/a>\u2018 setzt sich <a href=\"http:\/\/www.thomasgesterkamp.de \" target=\"_blank\">Thomas Gesterkamp<\/a> kritisch mit der Trendstudie \u201aModerne V\u00e4ter\u2018 auseinander und formuliert Nachdenkenswertes:<\/p>\n<p>\u201aIm Mittelpunkt der familienpolitischen Debatte der letzten Jahre stand das Thema Elternzeit. Lang\u00adfristig aber entscheidet sich an den Arbeitspl\u00e4tzen von V\u00e4tern und M\u00fcttern, ob Rollenexperimente m\u00f6glich sind. Eine neue Trendstudie beschreibt jetzt, wie V\u00e4terlichkeit k\u00fcnftig zwischen Familie und Beruf gelebt werden kann. Sie pr\u00e4sentiert das Thema als Win-win-Situation und unterstellt Firmen ein profitables Eigeninteresse, wenn Besch\u00e4ftigte berufliche und pers\u00f6nliche Belange ins Gleichgewicht bringen k\u00f6nnen. \u2026 Die gut gemeinte Argumentation ist nicht besonders realistisch. In der kurzfristig angelegten Logik der Betriebswirtschaft ist ein Workaholic, solange er nicht ernsthaft seine Gesundheit gef\u00e4hrdet, schlicht effektiver als eine Teilzeitkraft.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ngef\u00e4rbte Botschaften pr\u00e4gen die \u00f6ffentliche Diskussion. Den politischen Sonntagsreden \u00fcber die Bedeutung von Familien folgen \u201eWerktagsreden\u201c \u00fcber die Notwendigkeit totaler Flexibilit\u00e4t im Betrieb. Arbeitgeberpr\u00e4sident Dieter Hundt gibt gemeinsam mit Ministerin Kristina Schr\u00f6der eine Erkl\u00e4rung zu \u201efamilienbewussten Arbeitszeiten\u201d ab; bald darauf fordert er, die Dauer der Elternzeit zu reduzieren. \u2026 Dass V\u00e4ter st\u00e4ndig zur Verf\u00fcgung stehen, h\u00f6chstens zwei Papamonate nehmen und danach auf keinen Fall weniger arbeiten, versteht sich ohnehin von selbst. \u2026<\/p>\n<p>In der aktuellen Studie fehlt vor allem eine pr\u00e4zise Beschreibung des Wertekonflikts zwischen dem Interesse der modernen V\u00e4ter an einem ganzheitlichen Leben und dem Festhalten traditioneller Vorgesetzter am m\u00e4nnlichen Arbeitsethos. Die F\u00fchrungsetagen beklagen Freizeitorientierung, nachlassenden Aufstiegswillen und Scheu vor Verantwortung in der \u201eGeneration Y\u201d, den Geburtsjahrg\u00e4ngen ab 1980. Es sei eine Herausforderung, den Fokus der sinnsuchenden Ypsiloner \u201ekonstant auf Leistung zu richten\u201d, orakelt eine Personalexpertin. Die Top-Etage lehnt k\u00fcrzere Arbeitszeiten nicht nur aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden ab. Sie will die j\u00fcngeren Kollegen erziehen: Schluss mit der Kuschelp\u00e4dagogik, ab ins kalte Wasser! \u2026\u2018<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/einblick.dgb.de\/themen\/++co++883414fa-6c5c-11e2-89a8-00188b4dc422\/@@index.html?k:list=Politik%20%26%20Gesellschaft\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der aktuellen\u00a0 Ausgabe der Gewerkschaftszeitung \u201aEinblick\u2018 setzt sich Thomas Gesterkamp kritisch mit der Trendstudie \u201aModerne V\u00e4ter\u2018 auseinander und formuliert Nachdenkenswertes: \u201aIm Mittelpunkt der familienpolitischen Debatte der letzten Jahre stand das Thema Elternzeit. Lang\u00adfristig aber entscheidet sich an den Arbeitspl\u00e4tzen von V\u00e4tern und M\u00fcttern, ob Rollenexperimente m\u00f6glich sind. 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