{"id":6854,"date":"2012-12-25T13:16:38","date_gmt":"2012-12-25T12:16:38","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6854"},"modified":"2012-12-26T13:18:08","modified_gmt":"2012-12-26T12:18:08","slug":"elternzeit-spatestens-zu-beginn-der-schwangerschaft-planen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/12\/25\/elternzeit-spatestens-zu-beginn-der-schwangerschaft-planen\/","title":{"rendered":"Elternzeit sp\u00e4testens zu Beginn der Schwangerschaft planen"},"content":{"rendered":"<p>Eine Gesetzes\u00e4nderung mit gravierenden Folgen: Wer demn\u00e4chst Nachwuchs bekommt, muss mindestens sieben Monate vor Geburtstermin in die richtige Steuerklasse wechseln. Sonst drohen kr\u00e4ftige Einbu\u00dfen beim Elterngeld.<\/p>\n<p>Die Gesetzes\u00e4nderung, die zum Jahreswechsel greift, hat unz\u00e4hlige junge Familien in spe kalt erwischt. Der Bundesrat hat Anfang Juli die Neuerungen zum Elterngeld ab 2013 auf den Weg gebracht &#8211; und kaum jemand hat&#8217;s bemerkt. Eigentlich sollte ein kleiner Dreh an Steuerstellschrauben alles einfacher machen und f\u00fcr eine schnellere Auszahlung des Elterngelds sorgen. Jetzt bringt er Tausenden, die ab Januar Nachwuchs bekommen und in Elternzeit gehen, finanzielle Nachteile.<\/p>\n<p>Bis zum Jahresende k\u00f6nnen angehende Eltern noch relativ leicht selbst ausrechnen, was sie an Zusch\u00fcssen erwartet. F\u00fcr ihr Neugeborenes bekommen sie in der Regel 65 bis 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens der vergangenen zw\u00f6lf Monate vor der Geburt, h\u00f6chstens 1800 Euro im Monat &#8211; und das bis zu 14 Monate lang. F\u00fcr Arbeitnehmer ist die Rechnung bislang einfach: Sie schnappen sich ihre Gehaltsabrechnung und nehmen den Nettolohn nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen zur Grundlage. Zus\u00e4tzlich geht noch ein Zw\u00f6lftel des Arbeitnehmer-Pauschbetrags ab. Urlaubs- und Weihnachtsgeld bleiben au\u00dfen vor. Grunds\u00e4tzlich gilt: Je mehr Netto, desto mehr Elterngeld.<\/p>\n<p>Ab 2013 muss anders gerechnet werden: K\u00fcnftig wird der Bruttolohn f\u00fcr die letzten zw\u00f6lf Monate vor der Geburt zugrunde gelegt, nicht mehr der Nettolohn wie bisher. Stattdessen zieht der Staat vom Brutto neue Pauschals\u00e4tze ab, insgesamt 21 %, dieser Wert liegt \u00fcber den aktuellen Beitragss\u00e4tzen. Das so berechnete Nettoeinkommen ist geringer &#8211; und damit auch das Elterngeld.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick schl\u00e4gt die Gesetzes\u00e4nderung nur marginal durch: Bei einem Bruttolohn zwischen 2000 und 3000 Euro im Monat schrumpft das Elterngeld um rund sieben bis zehn Euro, wie Steuerfachmann Rauh\u00f6ft vorrechnet.<\/p>\n<p>Viel st\u00e4rker wirkt sich das neue Gesetz allerdings bei der Lohnsteuer aus, die ebenfalls vom Brutto abzuziehen ist. Daf\u00fcr ist die Lohnsteuerklasse ma\u00dfgeblich, die die betreuende Mutter respektive der Vater in den vorangegangenen zw\u00f6lf Monaten am l\u00e4ngsten hatte. Grunds\u00e4tzlich gilt zwar weiter: Verheiratete k\u00f6nnen mit einem cleveren Wechsel der Steuerklasse in der Schwangerschaft ihr Nettoeinkommen nach oben schrauben.<\/p>\n<p>Doch der Umstieg in die andere Steuerklasse muss f\u00fcr Kinder, die ab 2013 geboren werden, mindestens sieben Monate vor der Geburt passiert sein. Bei der Berechnung des neuen Elterngelds z\u00e4hlt n\u00e4mlich allein die Steuerklasse, die am l\u00e4ngsten in den zw\u00f6lf Monaten vor der Geburt des Kindes eingetragen war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/falsche-steuerklasse-beim-elterngeld-drohen-2013-deutliche-einbussen-a-873407.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Gesetzes\u00e4nderung mit gravierenden Folgen: Wer demn\u00e4chst Nachwuchs bekommt, muss mindestens sieben Monate vor Geburtstermin in die richtige Steuerklasse wechseln. Sonst drohen kr\u00e4ftige Einbu\u00dfen beim Elterngeld. Die Gesetzes\u00e4nderung, die zum Jahreswechsel greift, hat unz\u00e4hlige junge Familien in spe kalt erwischt. 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