{"id":6822,"date":"2012-12-17T11:38:19","date_gmt":"2012-12-17T10:38:19","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6822"},"modified":"2012-12-17T11:38:19","modified_gmt":"2012-12-17T10:38:19","slug":"die-lust-auf-kinder-geht-verloren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/12\/17\/die-lust-auf-kinder-geht-verloren\/","title":{"rendered":"Die Lust auf Kinder geht verloren"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.bib-demografie.de\/SharedDocs\/Publikationen\/DE\/Download\/Broschueren\/keine_lust_auf_kinder_2012.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-6823 alignright\" title=\"Lust auf Kinder\" src=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Lust-auf-Kinder.jpg\" alt=\"Lust auf Kinder\" width=\"136\" height=\"154\" \/><\/a>Wieso werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren und warum hat das Land im globalen Vergleich einen der h\u00f6chsten Anteile dauerhaft kinderloser Frauen? Warum werden Frauen zunehmend erst in h\u00f6herem Alter Mutter? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der neuen <a href=\"http:\/\/www.bib-demografie.de\/SharedDocs\/Publikationen\/DE\/Download\/Broschueren\/keine_lust_auf_kinder_2012.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5 \" target=\"_blank\">Brosch\u00fcre<\/a> des Bundesinstituts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung (<a href=\"http:\/\/www.bib-demografie.de\" target=\"_blank\">BiB<\/a>), die die spezifisch deutsche Situation der Geburtenentwicklung differenziert analysiert.<\/p>\n<p>Es wird davon ausgegangen, dass die Ursachen f\u00fcr diese Entwicklung vielschichtig sind und sich nicht auf einen Bereich wie zum Beispiel die \u00f6konomische Situation reduzieren lassen. Die Analysen zeigen vielmehr, dass sozialen und kulturellen Faktoren besondere Bedeutung beizumessen ist.<\/p>\n<p>Die Brosch\u00fcre beschreibt die aktuelle Situation und die Trends der Geburtenentwicklung mit speziellem Blick auf die unterschiedlichen Tendenzen in Ost- und Westdeutschland. Zum besseren Verst\u00e4ndnis der Geburtenrate wird zudem der Zusammenhang von Lebensform und generativem Verhalten in die Analysen einbezogen.<\/p>\n<p>Besonders interessant sind die Abschnitte zu den Vorstellungen von einem Leben mit Kindern und den Erwartungen an die Mutter- bzw. Vaterrolle. \u201aMenschen [bleiben] wahrscheinlich dann h\u00e4ufiger kinderlos, wenn sie erwarten, dass sich ihre spezifischen Vorstellungen von Elternschaft nicht realisieren lassen werden. Eine widerspr\u00fcchliche Kombination aus Ideal und Lebenswirklichkeit ist in dem Fall ausschlaggebend.\u2018 Zu den widerspr\u00fcchlichen Idealisierungen geh\u00f6ren vor allem die Erwartungen an die M\u00fctter. \u201aNicht nur die de facto fehlenden Kinderbetreuungseinrichtungen sind demnach daf\u00fcr verantwortlich, dass sich Frauen vor allem im Westen zwischen Erwerbst\u00e4tigkeit und Mutterschaft entscheiden m\u00fcssen, sondern auch ihre eigene Vorstellung, dass sie als Mutter die Betreuung ihres Kindes niemandem guten Gewissens delegieren k\u00f6nnen.\u2018 Und das hat Konsequenzen f\u00fcr die V\u00e4ter.<\/p>\n<p>\u201aDie Idee einer Familie mit einer nicht erwerbst\u00e4tigen Mutter impliziert gleichzeitig eine bestimmte Rolle des Vaters, n\u00e4mlich die des Familienern\u00e4hrers. Deshalb wird die Erwerbst\u00e4tigkeit von V\u00e4tern keineswegs in vergleichbarer Weise als problematisch eingestuft. Eher wird erwartet, dass sie Vollzeit erwerbst\u00e4tig sind, und entsprechend akzeptiert, dass sie sich weniger um die Kinder k\u00fcmmern k\u00f6nnen. Dieses Familienbild wirkt bis hin zu der Frage, ob V\u00e4ter im Allgemeinen genauso geeignet seien wie M\u00fctter, sich um ihre Kinder zu k\u00fcmmern.<!--more--><\/p>\n<p>Hier ist die Zustimmung in Deutschland zwar auf den ersten Blick mit einem Anteil von fast drei Viertel (73 %) hoch. Der internationale Vergleich offenbart aber, dass die Deutschen den V\u00e4tern weniger zutrauen als z.B. die Franzosen (89 %) oder die Belgier (82 %) \u2013 beides L\u00e4nder, in denen auch erwerbst\u00e4tige M\u00fctter gesellschaftlich st\u00e4rker akzeptiert sind. Die Verbindung von Kind und Karriere ist in Deutschland, vor allem in Westdeutschland, also nicht nur praktisch, sondern auch normativ schwierig, da eine Erwerbst\u00e4tigkeit der Mutter mit einer Verminderung des Kindeswohls bei Kleinkindern gleichgesetzt wird und gleichzeitig V\u00e4tern nicht die gleiche F\u00e4higkeit zur Kindererziehung zugetraut wird wie M\u00fcttern.\u2018<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bib-demografie.de\/SharedDocs\/Meldungen\/DE\/TopThema\/broschuere_keine_lust_auf_kinder.html;jsessionid=2DFF6D517D506B1251CE669933724576.2_cid292 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieso werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren und warum hat das Land im globalen Vergleich einen der h\u00f6chsten Anteile dauerhaft kinderloser Frauen? Warum werden Frauen zunehmend erst in h\u00f6herem Alter Mutter? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der neuen Brosch\u00fcre des Bundesinstituts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung (BiB), die die spezifisch deutsche Situation der Geburtenentwicklung differenziert analysiert. Es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[15,4,71,38,24],"tags":[82],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6822"}],"collection":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6822"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6824,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6822\/revisions\/6824"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}