{"id":679,"date":"2008-02-27T13:24:25","date_gmt":"2008-02-27T12:24:25","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/02\/27\/eltern-unter-druck\/"},"modified":"2008-02-27T13:26:15","modified_gmt":"2008-02-27T12:26:15","slug":"eltern-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/02\/27\/eltern-unter-druck\/","title":{"rendered":"Eltern unter Druck"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Nat\u00fcrlich wollen Eltern alles richtig machen &#8211; doch dabei reiben sie sich auf zwischen eigenen Anspr\u00fcchen, den Bed\u00fcrfnissen ihrer Kinder und den Forderungen der Arbeitswelt. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Zumindest zeichnet eine neue <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.kas.de\/wf\/de\/33.13023\/\">Studie<\/a> der Konrad-Adenauer-Stiftung, die am 26. Februar in Berlin vorgestellt wurde, dieses Bild von &#8222;Eltern unter Druck&#8220;. Die wichtigsten Ergebnisse wurden von <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.eltern.de\">Eltern.de<\/a> zusammengefasst:<\/span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">1. Eltern haben hohe Anspr\u00fcche &#8211; vor allem an sich selbst<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die Studie belegt, wie intensiv sich Frauen, aber auch M\u00e4nner, heute mit ihrer Elternschaft auseinander setzen &#8211; und wie verunsichert sie dabei sind. Sie messen sich daran, wie &#8222;gelungen&#8220; ihre Erziehung ist: Schafft das Kind den Wechsel aufs Gymnasium und stellt so die Weichen f\u00fcr den sp\u00e4teren Erfolg? Zeigt es keinerlei Verhaltensauff\u00e4lligkeiten? Probleme des Kindes fallen deshalb umgehend auf die Eltern zur\u00fcck &#8211; doch haben die andererseits auch keinen festen Erziehungskanon mehr, an den sie sich halten k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">M\u00fctter f\u00fchlen sich dabei offensichtlich noch st\u00e4rker unter Druck gesetzt als die V\u00e4ter. Denn auch wenn viele junge Paare heute ein modernes Familienmodell leben m\u00f6chten, werden speziell die Frauen in den alten Bundesl\u00e4ndern nach wie vor mit einem Mutterbild konfrontiert, das von ihnen vor allem die permanente Aufopferung f\u00fcr ihre Kinder fordert. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">2. Kinder und Karriere &#8211; in Deutschland klare Gegens\u00e4tze<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Mobil, flexibel und immer zu \u00dcberstunden bereit &#8211; so sieht der ideale Arbeitnehmer f\u00fcr die meisten Unternehmen offenbar aus. Dass dieses Anforderungsprofil mit einem geregelten Familienleben kaum zu vereinbaren ist, d\u00fcrfte klar sein. Die Studie zeigt deutlich, dass eine familienfreundliche Arbeitswelt hierzulande noch immer blo\u00dfe Utopie ist. Mutterschaft ist f\u00fcr die meisten Frauen offenbar immer noch gleichbedeutend mit einem erheblichen Karriereknick.<!--more--><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Dennoch gaben in den Interviews viele Familien an, auf zwei Geh\u00e4lter angewiesen zu sein, um ihren Kindern einen angemessenen Lebensstandard bieten zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Dieses Dilemma stellt auch den Vater vor eine gro\u00dfe Herausforderung: Oft arbeitet er nach der Geburt des Kindes noch mehr als zuvor, damit die Familie \u00fcber die Runden kommt. Doch eigentlich, dies zeigt die Studie deutlich, m\u00f6chten sich junge V\u00e4ter gerne st\u00e4rker in die Erziehung ihres Nachwuchses einbringen und mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Oftmals wagen sie aber nicht, im B\u00fcro k\u00fcrzer zu treten oder auch nur die beiden V\u00e4termonate zu beantragen, weil sie bei ihren Kolleginnen beobachten, wie ein Kind die Karriere beintr\u00e4chtigen kann.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">3. Im deutschen Bildungssystem sind die Eltern die Dummen<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Bildung ist das entscheidende Instrument f\u00fcr den Erfolg &#8211; das haben die deutschen Eltern tief verinnerlicht. Und weil der sp\u00e4tere Erfolg ihres Kindes ein Gradmesser f\u00fcr den Erfolg ihrer Rolle als Eltern ist, wollen die meisten von ihnen dabei nichts dem Zufall \u00fcberlassen. Dazu ist viel Eigeninitiative gefordert &#8211; und zwar wieder vor allem von den M\u00fcttern. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><a name=\"a2\"><\/a><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">4. Als &#8222;Familien-Manager&#8220; leisten Eltern einen Fulltime-Job<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Nicht nur ein bekannter Haushaltsger\u00e4tehersteller, sondern auch die Autoren der Studie sprechen von Eltern als &#8222;Familien-Manager&#8220;: Kinder und Eltern h\u00e4tten heute auch deshalb ein viel engeres Verh\u00e4ltnis zueinander, weil selbst die Freizeitgestaltung der Kleinen in der Verantwortung der Eltern l\u00e4ge. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">5. Eltern haben keine Lobby<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">&#8222;Eltern unter Druck&#8220; hat die Konrad-Adenauer-Stiftung ihre Studie betitelt &#8211; und scheint damit das vorherrschende Gef\u00fchl von V\u00e4tern und M\u00fcttern wiederzugeben. Eltern und erst Recht Alleinerziehende erleben die Gesellschaft offenbar nicht nur als kinder-, sondern auch als ziemlich elternunfreundlich. Sie haben das Gef\u00fchl, den von Schule, Arbeitgeber, anderen Eltern und vor allem auch sich selbst gestellten Erwartungen nicht gerecht werden zu k\u00f6nnen. Viele plagen Zukunfts- und Abstiegs\u00e4ngste: Sie sehen sich als Familie von st\u00e4ndigen Preiserh\u00f6hungen sowie zus\u00e4tzlichen Abgaben besonders betroffen und erhalten ihrer Einsch\u00e4tzung nach keinerlei Ausgleich.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Von der Politik f\u00fchlen sie sich dabei, trotz Elterngeld und geplantem Kita-Ausbau, allein gelassen &#8211; und beklagen die fehlende Anerkennung f\u00fcr ihre Leistung vom Rest der Gesellschaft. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.eltern.de\/familie-und-urlaub\/familienleben\/417930.html\">Quelle<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich wollen Eltern alles richtig machen &#8211; doch dabei reiben sie sich auf zwischen eigenen Anspr\u00fcchen, den Bed\u00fcrfnissen ihrer Kinder und den Forderungen der Arbeitswelt. 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