{"id":6785,"date":"2012-12-10T21:06:21","date_gmt":"2012-12-10T20:06:21","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6785"},"modified":"2012-12-10T21:06:21","modified_gmt":"2012-12-10T20:06:21","slug":"jungen-und-bucher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/12\/10\/jungen-und-bucher\/","title":{"rendered":"Jungen und B\u00fccher"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.boysandbooks.de\/index.php?id=3 \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.boysandbooks.de\/uploads\/pics\/bab_logo.png \" alt=\"\" width=\"131\" height=\"161\" \/><\/a>Sp\u00e4testens seit den internationalen PISA-Studien ist bekannt, dass Jungen auch in Deutschland im Bereich Lesekompetenz schw\u00e4cher abschneiden als M\u00e4dchen. Das liegt unter anderem daran, dass sie in ihrer Freizeit weniger lesen als M\u00e4dchen, dass ihre Lesemotivation geringer ausgepr\u00e4gt ist und dass sie in der Schule selten Lesestoffe angeboten bekommen, die sie interessieren.<\/p>\n<p>Obwohl die geringere Begeisterung der Jungen f\u00fcrs Lesen offenbar ein internationales Ph\u00e4nomen darstellt, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Ursachen in der Biologie der Geschlechterunterschiede liegen. Zum einen gibt es selbstverst\u00e4ndlich auch m\u00e4nnliche Leseratten (ebenso wie weibliche Wenig- oder Nicht-Leser), zum anderen lesen Jungen in Deutschland den IGLU-Studien zufolge in der Grundschule \u00e4hnlich gut und gerne wie M\u00e4dchen. Allerdings l\u00e4sst sich feststellen, dass der \u201eLeseknick\u201c im \u00dcbergang von der Kindheit zur Pubert\u00e4t bei Jungen heutzutage fr\u00fcher einsetzt und st\u00e4rker ausf\u00e4llt als bei M\u00e4dchen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.uni-koeln.de\/phil-fak\/deutsch\/lehrende\/garbe\/ \" target=\"_blank\">Prof. Dr. Christine Garbe<\/a>, die seit Jahrzehnten zum Thema \u201eGender und Lesen&#8220; forscht und lehrt \u00a0hat die Konzeption der Webseite boys &amp; books entwickelt.\u00a0Der Kinder- und Jugendbuchautor Frank Maria Reifenberg bringt die praktische Erfahrung aus Hunderten von Veranstaltungen mit der Zielgruppe in das Projekt ein. Er hat dazu spezielle Lesungen und Workshops zur Leseanimation nur f\u00fcr Jungen entwickelt.<\/p>\n<p>Die Webseite &#8222;boys &amp; books&#8220; unterscheidet sich von anderen Internet-Ressourcen zur Kinder- und Jugendliteratur in mehreren Aspekten:<\/p>\n<p>Sie empfiehlt Kinder- und Jugendliteratur (speziell f\u00fcr Jungen) nach Kriterien einer <strong>leserorientierten Kinder- und Jugendliteraturkritik<\/strong>, w\u00e4hrend die meisten Webseiten mit entsprechenden Empfehlungen den Normen einer <strong>literar-\u00e4sthetischen<\/strong> Kritik folgen, wie sie in der Regel auch den Auszeichnungen f\u00fcr Kinder- und Jugendliteratur zugrunde liegen. Das Problem der \u00fcblichen Bewertung von Kinder- und Jugendliteratur aus der Perspektive erwachsener, oft literaturwissenschaftlich ausgebildeter &#8222;Literatur-Profis&#8220; besteht aber darin, dass die von ihnen empfohlenen B\u00fccher nicht unbedingt den Geschmack der kindlichen und jugendlichen LeserInnen treffen.<\/p>\n<p>Wenn erwachsene &#8222;Literatur-Agenten&#8220; nicht in diese Falle tappen wollen \u2013 also ihren eigenen Lesegeschmack mit demjenigen von Kindern und Jugendlichen zu verwechseln \u2013 m\u00fcssen sie sich empirisch mit den Zielgruppen ihrer Empfehlungen auseinander setzen, das hei\u00dft die Lesegewohnheiten und den Lesegeschmack von Kindern und Jugendlichen empirisch erforschen. Neben literaturwissenschaftlicher Expertise ist darum die empirische Leseforschung das zweite Fundament, auf dem die Webseite &#8222;boys &amp; books&#8220; basiert.<\/p>\n<p>Die\u00a0Konzeption des Leseprojekts<strong> <\/strong>zum Download gibt es <a href=\"http:\/\/www.boysandbooks.de\/fileadmin\/templates\/images\/PDF\/Konzeption_boys___books_final.pdf \" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.boysandbooks.de\/index.php?id=28 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sp\u00e4testens seit den internationalen PISA-Studien ist bekannt, dass Jungen auch in Deutschland im Bereich Lesekompetenz schw\u00e4cher abschneiden als M\u00e4dchen. Das liegt unter anderem daran, dass sie in ihrer Freizeit weniger lesen als M\u00e4dchen, dass ihre Lesemotivation geringer ausgepr\u00e4gt ist und dass sie in der Schule selten Lesestoffe angeboten bekommen, die sie interessieren. 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