{"id":676,"date":"2008-02-23T18:15:42","date_gmt":"2008-02-23T17:15:42","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/02\/23\/abgesang-auf-die-supermutter\/"},"modified":"2008-02-23T18:17:10","modified_gmt":"2008-02-23T17:17:10","slug":"abgesang-auf-die-supermutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2008\/02\/23\/abgesang-auf-die-supermutter\/","title":{"rendered":"Abgesang auf die Supermutter"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Mitleid mit den V\u00e4tern hat <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/b-republik.de\/b-republik.php\/cat\/7\/auth_id\/525\/title\/Dr._Jeanne_Rubner\">Jeanne Rubner<\/a>, selbst Mutter von vier Kindern, in einem Beitrag der aktuellen \u201a<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.emma.de\">Emma<\/a>\u2019. Sie setzt sich dort mit den widerspr\u00fcchlichen Erwartungen und Signalen der Frauen an  M\u00e4nner und V\u00e4ter auseinander und kommt zu dem Ergebnis, es k\u00f6nnte alles viel einfacher sein, wenn die Superm\u00fctter etwas gelassener an den Familienalltag herangehen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Der Mann ist &#8211; f\u00fcr uns gef\u00fchlvolle und vielschichtige Frauen &#8211; letztlich nur ein schlichtes Wesen. Von Hormonen getrieben, lebt er in den Tag hinein. Schl\u00fcrft morgens seinen Kaffee, geht ins B\u00fcro, legt abends die F\u00fc\u00dfe auf die Couch und schaut Sportschau. Ist stark und schleppt die Wasserk\u00e4sten in den dritten Stock. Repariert den Wasserhahn und wechselt Reifen, versteht aber nichts von gro\u00dfen Gef\u00fchlen. Und, seien wir mal ehrlich, irgendwie m\u00f6gen wir ihn auch so, den Macho-Mann.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Einerseits. Doch wehe, dieser Mann wird Vater. Dann soll er pl\u00f6tzlich seine weiche, seine emotionale Seite herauskehren. <!--more-->Soll mit in den Geburtsvorbereitungskurs und in seinen Bauch hineinhorchen. Soll im Krei\u00dfsaal die Nabelschnur durchtrennen und dabei vor Gl\u00fcck weinen. Und selbstverst\u00e4ndlich soll er seinem Chef beibringen, dass er jetzt f\u00fcr mindestens ein halbes Jahr daheim bleiben wird, um Windeln zu wechseln. Obwohl wir Frauen das ja eigentlich viel besser k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die Arbeitsteilung der Industriegesellschaft hat sie gezwungen, zum Geldverdienen die Familie zu verlassen und ins feindliche Leben hinauszuziehen. Sie durften nur noch die Feierabend-V\u00e4ter sein, die m\u00fcde nach Hause kamen. Kinderkriegen und Erziehung war Frauensache, und die Mutterschaftsideologie fanden viele gar nicht so abwegig, auch Frauen nicht.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Selbst heute spielen M\u00fctter nur allzu gerne die Geschlechterkarte aus. Neun Monate haben wir die Kinder im Bauch getragen, da werden wir wohl wissen, was am besten f\u00fcr sie ist. Super-  Mom wei\u00df alles, kann alles, versteht alles. Und sie ist bedingungslos Mutter. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Das Kind mit sechs Monaten in die Krippe schicken? Gott bewahre, das k\u00f6nnte seelische Sch\u00e4den verursachen. Sie bleibt daheim und gibt den gut bezahlten Job zugunsten einer Teilzeitstelle auf.<br \/>\nDie Klagen dar\u00fcber, dass sie Mann und Nachwuchs zuliebe die Karriere geopfert haben, kommen sp\u00e4ter, aber sie kommen umso heftiger.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die M\u00e4nner derweil wissen nicht, wo sie sich einsortieren sollen. Sie verlangt, dass er fr\u00fcher heimkommt, die Kollegen halten ihn deshalb f\u00fcr einen Schw\u00e4chling. Der Chef legt Wert auf \u00dcberstunden am Abend, sie wirft ihm vor, dass er sich nicht um die Kinder k\u00fcmmert. M\u00e4nner schwanken, ob sie m\u00e4nnlich oder v\u00e4terlich sein sollen. Sie suchen noch ihre neue Rolle.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Zaghaft machen M\u00e4nner Schritte in einer neuen Welt, die nach echten V\u00e4tern verlangt. Es stimmt, dass viele M\u00e4nner sich viel zu wenig um ihre Kinder k\u00fcmmern. Doch Frauen machen es ihnen auch oft nicht leicht. Warmherzige V\u00e4ter sollen sie sein, die ihre Kinder exakt so behandeln, wie die M\u00fctter es tun w\u00fcrden. Starke Besch\u00fctzer sollen sie sein, aber keine Machos. Viel Geld sollen sie verdienen, aber trotzdem Zeit f\u00fcr die Familie haben. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Wenn Frauen hin und wieder ihren M\u00fctterglorienschein ablegten, k\u00f6nnten M\u00e4nner entspannter V\u00e4ter sein. Wenn sie sich eingest\u00fcnden, dass die Mutterschaft sie nicht zu besseren Menschen macht. Wenn sie ihre Kinder auch mal los lie\u00dfen und sie ohne gute Ratschl\u00e4ge und Vorschriften den V\u00e4tern anvertrauten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.emma.de\/mitleid_mit_den_vaetern_2008_2.html\">Quelle<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitleid mit den V\u00e4tern hat Jeanne Rubner, selbst Mutter von vier Kindern, in einem Beitrag der aktuellen \u201aEmma\u2019. Sie setzt sich dort mit den widerspr\u00fcchlichen Erwartungen und Signalen der Frauen an M\u00e4nner und V\u00e4ter auseinander und kommt zu dem Ergebnis, es k\u00f6nnte alles viel einfacher sein, wenn die Superm\u00fctter etwas gelassener an den Familienalltag herangehen. 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