{"id":6714,"date":"2012-11-17T20:46:42","date_gmt":"2012-11-17T19:46:42","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6714"},"modified":"2012-11-20T20:14:26","modified_gmt":"2012-11-20T19:14:26","slug":"kinder-ja-heiraten-nein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/11\/17\/kinder-ja-heiraten-nein\/","title":{"rendered":"Kinder ja, heiraten nein"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Paare in Europa werden ohne Trauschein Eltern. In Deutschland hat sich der Anteil nichtehelicher Geburten von 7,6 % im Jahr 1960 auf 33,3 % im Jahr 2010 mehr als vervierfacht. Damit steht die Bundesrepublik aber lediglich im Mittelfeld eines rapiden Anstiegs, der ganz Europa betrifft. Dies konnten Sebastian Kl\u00fcsener, Brienna Perelli-Harris und Nora S\u00e1nchez Gassen vom Max-Planck-Institut f\u00fcr demografische Forschung (MPIDR) in Rostock erstmals im Detail belegen. Ihre Erkenntnisse, f\u00fcr die sie Daten aus fast 500 verschiedenen Regionen ausgewertet haben, sind jetzt in der Zeitschrift \u201e<a href=\"http:\/\/www.demogr.mpg.de\/go\/nichtehelich \" target=\"_blank\">European Journal of Population<\/a>\u201c nachzulesen.<\/p>\n<p>Demnach stieg der Anteil nichtehelicher Geburten in Teilen Skandinaviens, Frankreichs und Gro\u00dfbritanniens mit Zuw\u00e4chsen von 55 bis \u00fcber 60 % seit 1960 weitaus st\u00e4rker an als hierzulande. F\u00fcr Deutschland zeigt die Regionalanalyse, dass sich neue und alte Bundesl\u00e4nder sehr voneinander unterscheiden: \u201cDie Anteile nichtehelicher Kinder sind heute im Osten mit rund 60 % weitaus h\u00f6her als im Westen mit etwa 20 bis 40 %\u201d, sagt Kl\u00fcsener. \u201cDer Osten war dem Westen in dieser Hinsicht schon vor 1945 voraus und in den letzten Jahrzehnten hat sich dieser Unterschied noch verst\u00e4rkt.\u201c<\/p>\n<p>Mit einem Plus um 53 % auf 64 % im Jahr 2007 ging es mit dem Anteil au\u00dferehelicher Geburten in Neubrandenburg im Osten Mecklenburg-Vorpommerns am steilsten bergauf. Am schw\u00e4chsten kletterte die Quote innerhalb Ostdeutschlands um Chemnitz, wo sie um 43 % auf 55 % zunahm. Das \u00fcbertrifft die West-Region mit dem st\u00e4rksten Anstieg immer noch bei Weitem: Hier f\u00fchrt Bremen die Liste an, das von 7 % auf 35 % zulegte. Schlusslicht beim Anstieg ist in den alten L\u00e4ndern Oberbayern, wo im Vergleich zu den 12 % von 1960 im Jahr 2007 lediglich 11 % mehr Kinder zur Welt kamen, deren Eltern keinen Trauschein hatten. Am konservativsten zeigt sich in dieser Hinsicht aber der Raum Stuttgart, wo der entsprechende Anteil insgesamt nur 18 % betrug.<\/p>\n<p>\u201cDas Bed\u00fcrfnis, vor der Geburt der Kinder zu heiraten, hat an Bedeutung verloren. Insofern ist das goldene Zeitalter der Ehe eindeutig vorbei\u201d, sagt Geograf Kl\u00fcsener. 1960, als europaweit noch kaum nichteheliche Kinder auf die Welt kamen, lagen die Quoten in gro\u00dfen Teilen des Kontinents unter 15 %. Zwischen 1975 und 1990 stieg der %satz in vielen L\u00e4ndern West- und Zentraleuropas geradezu sprunghaft an, insbesondere in Gro\u00dfbritannien, Frankreich, D\u00e4nemark und der ehemaligen DDR.<\/p>\n<p>Es ist also an der Zeit, dieser Entwicklung in allen gesetzlichen Regelungen, also auch beim Sorgerecht, gerecht zu werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news507134 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Paare in Europa werden ohne Trauschein Eltern. In Deutschland hat sich der Anteil nichtehelicher Geburten von 7,6 % im Jahr 1960 auf 33,3 % im Jahr 2010 mehr als vervierfacht. Damit steht die Bundesrepublik aber lediglich im Mittelfeld eines rapiden Anstiegs, der ganz Europa betrifft. 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