{"id":6698,"date":"2012-11-12T20:00:59","date_gmt":"2012-11-12T19:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6698"},"modified":"2013-08-05T13:56:08","modified_gmt":"2013-08-05T13:56:08","slug":"vater-in-elternzeit-bei-roche-pharma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/11\/12\/vater-in-elternzeit-bei-roche-pharma\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter in Elternzeit bei Roche Pharma"},"content":{"rendered":"<p>Das Unternehmen auf ihrem Karriereportal V\u00e4ter in Elternzeit portr\u00e4tieren, ist leider noch eine Ausnahme. Das Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.roche.de\/index.html?sid=aa02ddaedfe897a3b89388adecb01c18\" target=\"_blank\">Roche<\/a> aus Mannheim geh\u00f6rt dazu und der Fachinformatiker Marcus gibt Auskunft \u00fcber seine Erfahrungen als Vater in Elternzeit:<\/p>\n<p><strong>\u201a\u2026 Warum haben Sie sich daf\u00fcr entschieden, Elternzeit zu nehmen?<br \/>\n<\/strong>Ich kannte das Thema Elternzeit bereits aus den Medien. Als klar war, dass wir Nachwuchs erwarten, habe ich mich dann genauer informiert. Dass ich mich letztendlich f\u00fcr die Elternzeit entschieden habe, hat auch mit Gespr\u00e4chen mit meinem Vater und anderen aus dieser Generation zu tun. Sie haben mir erz\u00e4hlt, wie sehr sie im Nachhinein bedauern, zu wenig Zeit mit ihren Kindern verbracht zu haben. Ich m\u00f6chte an der Erziehung und Bildung meines Kindes Anteil haben &#8211; deswegen habe ich Elternzeit genommen.<\/p>\n<p><strong>Wie lange waren Sie daheim?<br \/>\n<\/strong>Ich war drei Monate in Elternzeit &#8211; der Gro\u00dfteil der V\u00e4ter, die Elternzeit nehmen, sind meist zwei Monate daheim. Dabei darf man den finanziellen Aspekt nicht untersch\u00e4tzen. Wenn man in Elternzeit ist, bekommt man 67 Prozent seines Netto-Gehalts, allerdings maximal 1.800 Euro. Meine Frau war 12 Monate in Elternzeit, einen davon konnten wir gemeinsam daheim verbringen. Ich habe also zwei Monate gr\u00f6\u00dftenteils allein f\u00fcr meine Tochter gesorgt.<\/p>\n<p><strong>Wie war das?<br \/>\n<\/strong>Am Anfang zugegebenerma\u00dfen sehr schwierig. Es war sehr gut, dass ich einen Monat Zeit hatte, mich einzugew\u00f6hnen. Daheim f\u00fcr ein Kind zu sorgen ist genauso stressig und belastend wie der Arbeitsalltag im B\u00fcro. Ich behaupte, jeder bekommt das hin, man sollte keine Angst davor haben. Und man wird viel schneller &#8222;entlohnt&#8220;, das eigene Kind gibt einem so viel zur\u00fcck. Mir f\u00e4llt keine Situation w\u00e4hrend meiner Elternzeit ein, in der ich den Gesch\u00e4ftsalltag vorgezogen h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>Was haben Sie mit Ihrer Tochter unternommen?<br \/>\n<\/strong>Wir waren so oft es ging drau\u00dfen &#8211; das hat mir auch gesundheitlich sehr gut getan. Wir sind spazieren und schwimmen gegangen, das liebt meine Tochter. Und immer, wenn es die Zeit zugelassen hat, haben wir die Gro\u00dfeltern besucht, die etwas weiter entfernt wohnen. Au\u00dferdem hatte ich viel Kontakt zu anderen Eltern und habe neue Freundschaften geschlossen.<\/p>\n<p><strong>Wie haben Ihr Chef und die Kollegen reagiert?<br \/>\n<\/strong>Mein Chef hat selbst zwei Kinder, er ist ein Familien-Mensch und hat meine Entscheidung begr\u00fc\u00dft. Und da wir neben dem Support haupts\u00e4chlich Projektarbeit machen, konnte er mein Fehlen auch sehr gut einplanen. Unter den Kollegen gab es schon ein wenig Neid, vor allem bei den jungen, die selbst noch keine Kinder haben. Sie denken dann, dass man so eine Art zus\u00e4tzlichen Urlaub nimmt. Und die Kollegen mit \u00e4lteren Kindern bedauern, dass es die M\u00f6glichkeit, Elternzeit zu nehmen, nicht schon fr\u00fcher gab.<\/p>\n<p><strong>Anscheinend hat Ihnen die Elternzeit so gut gefallen, dass Sie nun wieder daheim sind?<br \/>\n<\/strong>Ja, seit dem 1. Juni bin ich wieder in Elternzeit. Damit habe ich meine Frau unterst\u00fctzt, da sie gern wieder Vollzeit arbeiten wollte. Ich arbeite zehn Monate lang in Teilzeit, w\u00e4hrend meine Tochter in der Kita ist. Die restliche Zeit betreue ich sie. Ich bin sogar international unterwegs. Das funktioniert meistens ganz gut, weil sich meine Projekte zeitlich sehr gut planen lassen.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie Sorge, dass die Elternzeit einen &#8222;Karriereknick&#8220; nach sich ziehen k\u00f6nnte?<br \/>\n<\/strong>Ich muss zugeben, dass ich mir diese Frage schon oft gestellt habe. Inzwischen denke ich mir: Wenn es Auswirkungen haben sollte, dann muss ich diese nun mal auf mich nehmen. F\u00fcr mich ist auch Kindererziehung eine Art Karriere beziehungsweise Entwicklung, weil das gar nicht so einfach ist. Und die Erlebnisse mit meiner Tochter kann mir keiner mehr nehmen. \u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/careers.roche.com\/germany\/de\/media\/blog\/2012\/11\/vaeter_in_elternzeit.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Unternehmen auf ihrem Karriereportal V\u00e4ter in Elternzeit portr\u00e4tieren, ist leider noch eine Ausnahme. 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