{"id":6682,"date":"2012-11-05T09:59:35","date_gmt":"2012-11-05T08:59:35","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6682"},"modified":"2012-11-05T09:59:35","modified_gmt":"2012-11-05T08:59:35","slug":"die-vatermonate-haben-norwegen-verandert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/11\/05\/die-vatermonate-haben-norwegen-verandert\/","title":{"rendered":"Die V\u00e4termonate haben Norwegen ver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.regjeringen.no\/en\/dep\/bld\/BLD-arbeider-for-at\/minister-of-children-equality-and-social.html?id=676016\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.regjeringen.no\/upload\/BLD\/bilder\/POL\/IMT_133x180.jpg\" alt=\"\" width=\"80\" height=\"108\" \/><\/a>&#8222;Paaaappiiii &#8211; komm mal!&#8220; hallt es \u00fcber den Flur des norwegischen Arbeitgeberverbandes. &#8222;Paaappiiii&#8220;, fordert der kleine Junge in gr\u00fcnen Cargohosen und mit Stoffhase unter dem Arm vehement. Sein Vater steht vom Schreibtisch auf, kurz darauf laufen beide mit einem Stapel Kopien unter dem Arm um die Wette. Der Kleine ist zu krank, um in die Schule zu gehen, aber nicht so krank, dass sein Vater mit ihm zu Hause bleiben wollte. &#8222;Es ist durchaus \u00fcblich, die Kinder an solchen Tagen mit ins B\u00fcro zu bringen&#8220;, sagt Kristina Hagen vom norwegischen Arbeitgeberverband.<\/p>\n<p>In weniger als zwei Jahrzehnten hat sich das Gesellschaftsbild in Norwegen rapide gewandelt. Das alte Familienbild &#8211; Mann arbeitet bis zum Umfallen, Frau k\u00fcmmert sich um Haus und Kinder &#8211; wurde von einem Doppelverdiener-Modell abgel\u00f6st, das gleichzeitig ein Doppeleltern-Modell ist. &#8222;Wir wollen mit unserer Familienpolitik den Frauen die M\u00f6glichkeit geben zu arbeiten, und den M\u00e4nnern die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr ihre Kinder zu sorgen&#8220;, sagt die Ministerin f\u00fcr Kinder, Gleichberechtigung und soziale Inklusion <a href=\"http:\/\/www.regjeringen.no\/en\/dep\/bld\/BLD-arbeider-for-at\/minister-of-children-equality-and-social.html?id=676016\" target=\"_blank\">Inga Marte Thorkildsen<\/a> der <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\">FTD<\/a>. &#8222;Das st\u00e4rkt die Position der Frauen auf dem Arbeitsmarkt und in ihrer Karriere.&#8220;<\/p>\n<p>Die Soziologin Anne Lise Ellings\u00e4ter von der Universit\u00e4t Oslo f\u00fchrt den Wandel auf die Politik zur\u00fcck. &#8222;Institutionen und Politik sind ma\u00dfgeblich, um den Alltag zu strukturieren&#8220;, sagt sie. Die wichtigste Errungenschaft: die Einf\u00fchrung der V\u00e4termonate. \u00c4hnlich wie in Deutschland bekommen Eltern nach der Geburt eines Kindes ein Jahr lang Elterngeld, 80 Prozent des Lohns. In Norwegen sind 14 Wochen f\u00fcr die V\u00e4ter reserviert. &#8222;Die V\u00e4termonate haben das Elternbild in Norwegen und damit auch die gesamte Gesellschaft nachhaltig ver\u00e4ndert&#8220;, sagt sie. Der f\u00fcrsorgliche Vater ist allgegenw\u00e4rtig: Indem er seinen kranken Sohn mit ins B\u00fcro nimmt oder den Kinderwagen schiebt. &#8222;Mit den ver\u00e4nderten Gewohnheiten hat sich auch die Einstellung ge\u00e4ndert&#8220;, sagt Ellings\u00e4ter.<\/p>\n<p>Manchen geht der Kulturwandel allerdings zu weit. Die Ausdehnung der V\u00e4termonate von 14 Wochen auf 18 Wochen scheitert bislang auch am Widerstand etlicher Frauengruppen. Jahrelang haben sie f\u00fcr das Recht der Frauen gek\u00e4mpft, sich um ihre Babys sorgen zu d\u00fcrfen, diese Errungenschaft wollen sie nicht wieder abgeben.\u2018<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:vorbild-norwegen-mit-dem-stoffhasen-im-buero\/70112665.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Paaaappiiii &#8211; komm mal!&#8220; hallt es \u00fcber den Flur des norwegischen Arbeitgeberverbandes. &#8222;Paaappiiii&#8220;, fordert der kleine Junge in gr\u00fcnen Cargohosen und mit Stoffhase unter dem Arm vehement. Sein Vater steht vom Schreibtisch auf, kurz darauf laufen beide mit einem Stapel Kopien unter dem Arm um die Wette. 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