{"id":6547,"date":"2012-09-24T13:46:59","date_gmt":"2012-09-24T12:46:59","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6547"},"modified":"2012-09-24T13:46:59","modified_gmt":"2012-09-24T12:46:59","slug":"vater-sind-von-anfang-an-wichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/09\/24\/vater-sind-von-anfang-an-wichtig\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter sind von Anfang an wichtig"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher kam der Vater erst dann ins Spiel, wenn seine Kinder aus dem gr\u00f6bsten raus waren. Es lag ja auch nahe: &#8222;Gerade in der ersten Lebensphase scheint das Kind eher mit der Mutter verbunden zu sein&#8220;, erl\u00e4utert Reinhard Winter, P\u00e4dagoge und Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts in T\u00fcbingen (<a href=\"http:\/\/www.sowit.de\" target=\"_blank\">SOWIT<\/a>). &#8222;Ziehen sich V\u00e4ter dann zur\u00fcck, treten sie in eine Falle.&#8220;<\/p>\n<p>Das kann weitreichende Folgen haben: In den ersten Lebensjahren entwickeln Kinder das, was Psychologen Bindung nenne &#8211; eine enge und auf intensive Gef\u00fchle basierende Beziehung. &#8222;Das l\u00e4sst sich sp\u00e4ter nicht nachholen&#8220;, erkl\u00e4rt Holger Simonszent, Psychologe in Gauting.<\/p>\n<p>Eine solche Bindung kann ein S\u00e4ugling zu Mutter und Vater entwickeln &#8211; vorausgesetzt, beide sind in dieser Lebensphase sehr pr\u00e4sent. F\u00fcr berufst\u00e4tige V\u00e4ter jedoch ist das oft mit praktischen Hindernissen verbunden.<\/p>\n<p>Die ersten Lebensmonate und -jahre des Kindes fallen h\u00e4ufig mit einer Zeit zusammen, in der der Vater beruflich stark belastet ist. Pausiert die Mutter einige Zeit in ihrem Job, ist der Druck noch h\u00f6her. Da bleibt nicht viel Zeit f\u00fcr den Sohn. Wichtiger als die H\u00e4ufigkeit sei aber die Qualit\u00e4t, sagt Simonszent. &#8222;Auch in kurzer Zeit l\u00e4sst sich sehr viel Positives bewirken.&#8220;<\/p>\n<p>Haben V\u00e4ter in der S\u00e4uglingsphase ihres Kinder viel vers\u00e4umt, k\u00f6nnen sie auch sp\u00e4ter noch eine funktionierende Beziehung aufbauen. &#8222;Eine gute Basis daf\u00fcr sind feste Rituale, gemeinsame Wochenenden auch mal ohne Mama oder gemeinsame Hobbys&#8220;, r\u00e4t Hans-Georg Nelles, Vorsitzender des V\u00e4ter-Experten-Netzwerks in D\u00fcsseldorf (<a href=\"http:\/\/www.vend-ev.de\" target=\"_blank\">VEND-eV<\/a>) vor.<\/p>\n<p>Voraussetzung f\u00fcr das Engagement des Vaters ist, dass ihm die Mutter daf\u00fcr genug Entfaltungsspielraum gibt und sich immer wieder zur\u00fccknimmt. &#8222;Im S\u00e4uglingsalter ist wichtig, dass sie ihm zutraut, die F\u00fcrsorge f\u00fcr das Kind zu \u00fcbernehmen&#8220;, sagt Simonszent. &#8222;Und sie muss akzeptieren, dass ein Vater die Beziehung zu seinem Kind anders gestaltet als eine Mutter.&#8220;<\/p>\n<p>Als Bezugsperson ist der Vater f\u00fcr Tochter und Sohn gleicherma\u00dfen unverzichtbar. Nur: Alle gemeinsamen Aktivit\u00e4ten von Vater und Sohn helfen dem Kind, eine m\u00e4nnliche Identit\u00e4t zu entwickeln. Hier hat der Vater also eine zus\u00e4tzliche Funktion. Der Vater sei immer ein Vorbild f\u00fcr den Sohn, an dem er sich reiben und von dem er gleichzeitig lernen kann, sagt Nelles. Beim Rangeln mit dem Vater erf\u00e4hrt der Sohn die eigene Kraft. Mit ihm streitet, rivalisiert und konkurriert er.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/gesundheit\/familie\/vater-hat-wichtige-vorbildfunktion-1.2999352 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher kam der Vater erst dann ins Spiel, wenn seine Kinder aus dem gr\u00f6bsten raus waren. 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