{"id":6475,"date":"2012-09-02T15:26:18","date_gmt":"2012-09-02T14:26:18","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6475"},"modified":"2012-09-03T16:38:40","modified_gmt":"2012-09-03T15:38:40","slug":"der-mann-als-der-ubliche-verdachtige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/09\/02\/der-mann-als-der-ubliche-verdachtige\/","title":{"rendered":"Der Mann als der \u00fcbliche Verd\u00e4chtige"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/icons\/frame\/longo.gif\" alt=\"\" width=\"132\" height=\"34\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bettina_Hammer \" target=\"_blank\">Bettina Hammer<\/a> hat in einem Beitrag f\u00fcr die Online Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37522\/1.html\" target=\"_blank\">Telepolis<\/a> analysiert, welche gesellschaftlichen und individuellen Folgen es hat, M\u00e4nner im Umgang mit Kindern per se als Verd\u00e4chtige zu betrachten.<\/p>\n<p>\u201a\u2026 Es ist ein St\u00fcck heile Welt, das die Werbung f\u00fcr einen Joghurt pr\u00e4sentiert. Ein Mann, offensichtlich gut gelaunt, verl\u00e4sst seinen Arbeitsplatz, um in der Pause einen Joghurt zu genie\u00dfen. Dieser muss jedoch vorher noch entweder gesch\u00fcttelt oder ger\u00fchrt werden, weshalb der Herr im grauen Anzug sich erst salopp an einem anderen Herrn vorbeischl\u00e4ngelt, um sich dann ebenso salopp auf einen Kinderspielplatz zu begeben. Au\u00dfer einer im Auto vorbeifahrenden Frau sind keine weiteren Erwachsenen zu sehen. Der Anzugtr\u00e4ger h\u00fcpft auf ein Karussell, albert mit den dortigen Kindern herum und setzt sich schlie\u00dflich auf eine Bank innerhalb des Spielplatzgel\u00e4ndes, um seinen nun genug durchgesch\u00fcttelten\/ger\u00fchrten Joghurt zu essen.<\/p>\n<p>Nun stellt Werbung selbstverst\u00e4ndlich nur selten die Realit\u00e4t dar, doch diese Darstellung eines unbefangen auf einem Kinderspielplatz mit fremden Kindern spielenden Mannes ist nicht nur realit\u00e4tsfern, sie zeigt auch auf, wie eine Realit\u00e4t sein k\u00f6nnte, w\u00fcrden heutzutage nicht alleinstehende M\u00e4nner oft genug schon allein dadurch, dass sie ein fremdes Kind anl\u00e4cheln, verd\u00e4chtig erscheinen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es bei Frauen im Allgemeinen als fast schon &#8222;Standardgebaren&#8220; angesehen wird, dass sie sich \u00fcber fremde Kinderwagen beugen, mit diversen Kinderlauten (gutti gutti &#8230;) eine Kommunikation beginnen oder aber sich zum Aussehen der fremden Kinder \u00e4u\u00dfern (ist die Kleine niedlich), wird dies bei M\u00e4nnern eher als Verdachtsmoment gewertet. \u2026<\/p>\n<p>Der Begriff der Kinderliebe, der einst noch positiv besetzt war, wurde insofern pervertiert und wird zu &#8222;sexuelle Hingezogenheit zu Kindern&#8220;, w\u00e4hrend die &#8222;reine Kinderliebe&#8220;, die &#8222;von Herzen&#8220; kommt und nichts mit sexuellen Pr\u00e4ferenzen zu tun hat, immer \u00f6fter nur noch Frauen vorbehalten bleibt. F\u00fcr M\u00e4nner bedeutet dies, dass der unbefangene Umgang mit Kindern weitgehend der Vergangenheit angeh\u00f6rt, M\u00e4nner in sogenannten &#8222;typischen Frauenbereichen&#8220; wie Kinderg\u00e4rtner usw. stellen ihren Berufswunsch hintenan, da sie bef\u00fcrchten, zu schnell vorverurteilt zu werden, wenn aus &#8222;Kindersch\u00e4nder suchen sich gerade auch Bereiche aus, in denen sie Kontakt zu Kindern bekommen&#8220; ein &#8222;wer beruflich den Kontakt zu Kindern sucht und m\u00e4nnlich ist, der ist wahrscheinlich ein Kindersch\u00e4nder&#8220; wird.<!--more--><\/p>\n<p>Gerade auch f\u00fcr Kinder ist diese gesellschaftliche Entwicklung Gift. Wenn sich V\u00e4ter nicht mehr unbefangen geben und aus reiner Angst Nacktheit oder die Ber\u00fchrung beim Waschen vermeiden, wenn V\u00e4ter sich aus allen Teilen des Zusammenlebens zur\u00fcckziehen, die in irgendeiner Form zu Verdacht anregen k\u00f6nnten, wenn Menschen sich aus Angst vor ungerechtfertigten Verd\u00e4chtigungen in Bezug auf sexuelle Gewalt nicht mehr mit Kindern befassen oder sie gar in Gefahr sich selbst \u00fcberlassen, dann besteht letztendlich der Gefahr, dass sich gerade durch diese Verhaltensweisen ein Kind begeistert von jenen zeigt, die sich ihm gegen\u00fcber unbefangen geben und tats\u00e4chlich etwas Unlauteres im Schilde f\u00fchren. Die derzeitige Entwicklung ist f\u00fcr eine Gesellschaft, die Kinder sch\u00fctzen will, insofern v\u00f6llig ungeeignet. \u2026\u2018<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37522\/1.html\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bettina Hammer hat in einem Beitrag f\u00fcr die Online Zeitschrift Telepolis analysiert, welche gesellschaftlichen und individuellen Folgen es hat, M\u00e4nner im Umgang mit Kindern per se als Verd\u00e4chtige zu betrachten. \u201a\u2026 Es ist ein St\u00fcck heile Welt, das die Werbung f\u00fcr einen Joghurt pr\u00e4sentiert. 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