{"id":6471,"date":"2012-09-01T15:25:00","date_gmt":"2012-09-01T14:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6471"},"modified":"2012-09-03T15:25:33","modified_gmt":"2012-09-03T14:25:33","slug":"wir-brauchen-eine-dritte-phase-der-geschlechterpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/09\/01\/wir-brauchen-eine-dritte-phase-der-geschlechterpolitik\/","title":{"rendered":"Wir brauchen eine dritte Phase der Geschlechterpolitik"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.maenner.ch\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.maenner.ch\/sites\/maenner.ch\/themes\/maenner2010\/logo.png\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"64\" \/><\/a>In einem Beitrag f\u00fcr die Zeit zieht der ehemalige M\u00e4nnerbeauftragte des Kantons Z\u00fcrich eine zukunftsorientierte Bilanz seiner dreiw\u00f6chigen T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>\u201a\u2026 Ich wage die Behauptung: Ohne grunds\u00e4tzliche Debatte \u00fcber die Ausrichtung der Gleichstellungspolitik schafft sie sich innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre selbst ab.<\/p>\n<p>Denn was auf den ersten Blick nach Geschlechterkampf aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Richtungsstreit: Fortschritt oder Bewahrung? Die Frontlinie verl\u00e4uft heute nicht mehr nur zwischen M\u00e4nnern und Frauen. Sondern zwischen jenen Menschen, die Gleichstellung als historische Chance zur Neugestaltung der Geschlechterverh\u00e4ltnisse verstehen. Und jenen, die an der bestehenden patriarchalischen Ordnung festhalten wollen beziehungsweise gleich die M\u00e4nner- durch eine Frauenherrschaft abl\u00f6sen wollen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend viele \u2013 vor allem j\u00fcngere \u2013 Frauen und M\u00e4nner genug haben von diesem etwas erm\u00fcdenden Benachteiligungsdiskurs, bleibt die \u00e4ltere Generation darin verhaftet.<\/p>\n<p>Was also braucht es, um die Geschlechterdebatte konstruktiv f\u00fchren zu k\u00f6nnen? Zuallererst sollten die weiblichen Gleichstellungsexpertinnen ihre eigene Geschlechterblindheit ablegen. \u00bbWir machen weder M\u00e4nner- oder Frauenpolitik, wir machen Gleichstellungsarbeit f\u00fcr beide Geschlechter\u00ab, beteuern sie immerfort. Das klingt gut, ist aber nichts anderes als ein alter Patriarchentrick unter umgekehrten Vorzeichen: Statt den m\u00e4nnlichen erkl\u00e4ren sie jetzt einfach den weiblichen Blick zur allgemeinen Norm.<\/p>\n<p>Dass sich weiblich gepr\u00e4gte Gleichstellungsarbeit \u00bbgeschlechtsneutral\u00ab und damit \u00bbm\u00e4nnergerecht\u00ab nennt, ist bizarr. Ich will nicht missverstanden werden: Es gibt heute noch gen\u00fcgend Gr\u00fcnde, um Frauendiskriminierung zu bek\u00e4mpfen. Aber es gibt kein geschlechtsneutrales Handeln. Diese Einsicht ist ironischerweise ein zentrales Erbe des Feminismus, und sie w\u00fcrde es den Frauen erlauben, m\u00e4nnliche Beitr\u00e4ge zur Geschlechterpolitik als wertvolle Erg\u00e4nzung und nicht als Angriff auf ihre Dom\u00e4ne zu verstehen.<\/p>\n<p>Ich will in dieser Bilanz meiner kurzen Amtsdauer als M\u00e4nnerbeauftragter keine Wunden lecken. Und selbstverst\u00e4ndlich trage auch ich einen Teil der Verantwortung f\u00fcr mein Scheitern. Umso wichtiger ist mir, m\u00f6gliche Wege aufzuzeigen. Konkret: Ich m\u00f6chte neue Allianzen schmieden. &#8230;\u2018<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/32\/CH-Maennerbeauftragter\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Beitrag f\u00fcr die Zeit zieht der ehemalige M\u00e4nnerbeauftragte des Kantons Z\u00fcrich eine zukunftsorientierte Bilanz seiner dreiw\u00f6chigen T\u00e4tigkeit. \u201a\u2026 Ich wage die Behauptung: Ohne grunds\u00e4tzliche Debatte \u00fcber die Ausrichtung der Gleichstellungspolitik schafft sie sich innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre selbst ab. 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