{"id":6466,"date":"2012-08-30T20:59:18","date_gmt":"2012-08-30T19:59:18","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6466"},"modified":"2012-08-30T20:59:18","modified_gmt":"2012-08-30T19:59:18","slug":"ein-vaterschaftsurlaub-zahlt-sich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/08\/30\/ein-vaterschaftsurlaub-zahlt-sich-aus\/","title":{"rendered":"Ein Vaterschaftsurlaub zahlt sich aus"},"content":{"rendered":"<p>In einer Analyse f\u00fcr die Basler Zeitung weist Thomas Ley nach, dass sich der von Bundesr\u00e4tin Sommaruga geplante Vaterschaftsurlaub auszahlt: \u201eWenn es ums Kinderkriegen geht, sind die Schweizer die Amerikaner von Europa: Familiengr\u00fcndung ist Privatsache. So was machen wir hierzulande nebenher, in der Freizeit, nach Feierabend und mit eigenem Geld. Meistens machen es ohnehin die Frauen. Wenn sie sich das nicht Vollzeit als Hausfrauen leisten k\u00f6nnen \u2013 ein Hausschl\u00fcssel an der Halskette hat noch keinem Kind geschadet. \u2026<\/p>\n<p>Zwei Drittel der Schweizer sind \u2026 \u00fcberzeugt, dass ein Kind sich negativ auf die Karriere einer Frau auswirke. Bei den Frauen sind sogar 89 Prozent dieser Meinung. Umgekehrt glauben nur 18 Prozent der M\u00e4nner, dass sie ein Kind am beruflichen Fortkommen hindert. \u2026<\/p>\n<p>Ein t\u00f6dliches politisches Klima f\u00fcr die Idee eines Vaterschaftsurlaubs. Darum wird es weitergehen mit der uns\u00e4glichen Verschwendung weiblicher F\u00e4higkeiten. Immerhin gibt die \u00f6ffentliche Hand heute j\u00e4hrlich \u00fcber 15 Milliarden Franken aus f\u00fcr die Bildung von Frauen und M\u00e4dchen. Konsequenterweise m\u00fcssten Gegner eines Vaterschaftsurlaubs diese Gelder reduzieren oder streichen lassen.<\/p>\n<p>Sogar die Industriel\u00e4nder-Organisation OECD, nicht bekannt als sozialistischer Club, befand vor zehn Jahren, familienfreundliche Politik habe \u00abeine Reihe von Nutzen f\u00fcr die Gesellschaft\u00bb, und nannte als Erstes \u00absicherere Einkommen\u00bb und erst dann Gleichberechtigung und Kindesentwicklung.<\/p>\n<p>Auch derzeit gewinnt man mit rein gesellschaftlichen Argumenten keinen Blumentopf. Dieselben Kreise, die gern \u00fcber die Wichtigkeit traditioneller Familienstrukturen predigen, wenn es darum geht, Single-M\u00fctter abzukanzeln oder homosexuellen Paaren eine Adoption zu verwehren, ignorieren die Rolle des Vaters, sobald es kostet. Obwohl eine wachsende Zahl von Studien die Folgen dessen beleuchtet, was der Psychoanalytiker Horst Petri \u00abDas Drama der Vaterentbehrung\u00bb nannte.<\/p>\n<p>Lassen wir also das Drama. Handfeste Vorteile sollten reichen \u2013 und die sind erheblich. \u00abEs gibt Berge von Studienmaterial, das den Nutzen einer v\u00e4terfreundlichen Personalpolitik belegt\u00bb, sagt Markus Theunert, Pr\u00e4sident von M\u00e4nner.ch, dem Dachverband der Schweizer M\u00e4nner- und V\u00e4terorganisation: \u00abMehr Output, mehr Effizienz, weniger Fehltage, weniger Fluktuation und generell h\u00f6here Loyalit\u00e4t dem Betrieb gegen\u00fcber.\u00bb<\/p>\n<p>Aber nicht nur Firmen fahren im Vergleich besser mit einer guten Familienpolitik, auch L\u00e4nder verschaffen sich einen Vorteil, wie ein Vergleich der OECD zeigt. Die Staaten mit den weltweit l\u00e4ngsten Mutterschafts-, Vaterschafts- oder Elternauszeiten geh\u00f6ren zu den reichsten der Welt: Schweden, Finnland, Norwegen, D\u00e4nemark. Die USA, in denen nur einzelne Bundesstaaten \u00fcber Elternzeit-Regelungen verf\u00fcgen, gleichen dieses Manko immerhin mit gro\u00dfz\u00fcgiger Subvention von Krippenpl\u00e4tzen aus.<\/p>\n<p>Nur: Solange V\u00e4ter, aus Angst oder Unwille, nicht mitziehen, entstehen f\u00fcr Frauen neue Probleme. Der OECD-Vergleich zeigt, dass Elternzeit, die praktisch nur von der Mutter wahrgenommen wird, die skandinavischen Frauen in ihrer Stellung auf dem Arbeitsmarkt zur\u00fcckwirft. \u2026\u2018<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/schweiz\/standard\/Warum-sich-der-Vaterschaftsurlaub-auszahlt\/story\/28641827 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Analyse f\u00fcr die Basler Zeitung weist Thomas Ley nach, dass sich der von Bundesr\u00e4tin Sommaruga geplante Vaterschaftsurlaub auszahlt: \u201eWenn es ums Kinderkriegen geht, sind die Schweizer die Amerikaner von Europa: Familiengr\u00fcndung ist Privatsache. 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