{"id":6335,"date":"2012-07-08T11:53:06","date_gmt":"2012-07-08T10:53:06","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6335"},"modified":"2012-07-09T11:59:28","modified_gmt":"2012-07-09T10:59:28","slug":"wenn-papa-hinter-gittern-sitzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/07\/08\/wenn-papa-hinter-gittern-sitzt\/","title":{"rendered":"Wenn Papa hinter Gittern sitzt"},"content":{"rendered":"<p>Zehntausende M\u00e4nner sind in Deutschlands Gef\u00e4ngnissen, darunter viele V\u00e4ter. Damit der Kontakt zu der Familie nicht abrei\u00dft, gibt es in der <a href=\"http:\/\/www.justizvollzug-bayern.de\/JV\/Anstalten\/JVA_Bamberg\/\" target=\"_blank\">Bamberger Justizvollzugsanstalt<\/a> eine Vater-Kind-Gruppe. Ins Leben gerufen hat sie der katholische Gef\u00e4ngnisseelsorger Michael Kutsch-Meyer.<\/p>\n<p>&#8222;Ich erlebe in Gespr\u00e4chen mit den H\u00e4ftlingen, wie sehr die V\u00e4ter ihre Familien vermissen&#8220;, sagt Pastoralreferent Michael Kutsch-Meyer. Er hat selbst zwei Kinder und wei\u00df, wie wertvoll die Familienbande sind. Den Strafgefangenen signalisieren sie: &#8222;Es lohnt sich, f\u00fcr die Kinder etwas zu \u00e4ndern.&#8220;<\/p>\n<p>Nur die Gitter an den Fenstern mit den farbenfrohen Vorh\u00e4ngen erinnern daran, dass der Besucherraum im Knast liegt. In einer Ecke t\u00fcrmen sich Spielzeug und Pl\u00fcschtiere, auf den Tischchen stehen Material und Werkzeug f\u00fcr Basteleien bereit. Sechs V\u00e4ter kommen jeweils in den Genuss des monatlichen Besuchs ihrer Kinder: 90 Minuten unbeschwertes Miteinander und ungeteilte Aufmerksamkeit. Lukas sitzt auf dem Scho\u00df seines Papas und baut mit ihm ein Playmobil-Auto zusammen: &#8222;Wo kommt der Auspuff hin?&#8220; fragt Martin W. und f\u00fchrt die kleine Hand seines Sohnes an die richtige Stelle.<\/p>\n<p>Zwischendurch naschen beide Schokolade. &#8222;Meine Frau will mich nicht sehen&#8220;, bedauert Martin W. leise. Umso froher sei er, dass sie den Kleinen zu ihm lasse. &#8222;Ich bin Papa mit Leib und Seele.&#8220; Die schlimmste Strafe seien nicht die neun Monate Haft wegen Betrugs, sondern &#8222;dass ich auf mein Kind verzichten muss&#8220;. <!--more-->Der vierj\u00e4hrige Paul und sein Vater Alexander M. \u00fcben sich derweil im Malen. &#8222;Mir tut das sehr gut, meinen Buben zu sehen&#8220;, freut sich der 30-j\u00e4hrige H\u00e4ftling.<\/p>\n<p>Die Vater-Kind-Gruppe in der JVA Bamberg wird von drei Ehrenamtlichen begleitet. &#8222;Es ist immer eine Frau dabei, um zum Beispiel die Kinder bei Bedarf auf die Toilette f\u00fchren zu k\u00f6nnen&#8220;, sagt Kutsch-Meyer. Die H\u00e4ftlinge d\u00fcrfen den verschlossenen Besucherraum nicht verlassen.<\/p>\n<p>Inzwischen tummeln sich V\u00e4ter mit ihren S\u00f6hnen auf dem Fu\u00dfboden. Die einen t\u00fcrmen Baukl\u00f6tze zur Ritterburg auf, die anderen veranstalten ein Rennen mit Spielzeugautos. Alina und ihr 51-j\u00e4hriger Vater Christian K. konzentrieren sich aufs Schachspiel. &#8222;In dieser Zeit k\u00f6nnen wir unbeschwert miteinander umgehen, und ich kann genau auf die Bed\u00fcrfnisse meiner Tochter eingehen&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"www.domradio.de\/aktuell\/82771\/wenn-papa-hinter-gittern-sitzt.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zehntausende M\u00e4nner sind in Deutschlands Gef\u00e4ngnissen, darunter viele V\u00e4ter. Damit der Kontakt zu der Familie nicht abrei\u00dft, gibt es in der Bamberger Justizvollzugsanstalt eine Vater-Kind-Gruppe. Ins Leben gerufen hat sie der katholische Gef\u00e4ngnisseelsorger Michael Kutsch-Meyer. &#8222;Ich erlebe in Gespr\u00e4chen mit den H\u00e4ftlingen, wie sehr die V\u00e4ter ihre Familien vermissen&#8220;, sagt Pastoralreferent Michael Kutsch-Meyer. 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