{"id":6321,"date":"2012-07-05T22:21:38","date_gmt":"2012-07-05T21:21:38","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6321"},"modified":"2012-07-05T22:22:26","modified_gmt":"2012-07-05T21:22:26","slug":"als-das-ende-der-zahl-vater","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/07\/05\/als-das-ende-der-zahl-vater\/","title":{"rendered":"Als das Ende der Zahl-V\u00e4ter"},"content":{"rendered":"<p>\u2026 bezeichnet die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\">Frankfurter Allgemeine<\/a> die gestern beschlossenen Regelungen zum Sorgerecht nicht verheirateter V\u00e4ter und r\u00e4umt mit liebgewonnenen Positionen auf:<\/p>\n<p>&#8218;Die Privilegierung der m\u00fctterlichen Position ist von falschen Pr\u00e4missen ausgegangen. \u00d6fter als bis dahin angenommen gehe es in der Frage v\u00e4terlicher Mitsorge um m\u00fctterliche Machtspielchen statt ums Kindeswohl, legte 2010 der h\u00f6chstrichterliche Beschluss nahe: \u201eDie hierzu durchgef\u00fchrten Befragungen von Institutionen und Experten, die aufgrund st\u00e4ndiger Befassung mit der Sorge\u00fcbertragung von Eltern nichtehelicher Kinder \u00fcber Erfahrungen zur Motivation von M\u00fcttern verf\u00fcgen, die einer gemeinsamen Sorge nicht zustimmen, aber auch die bisher vorliegenden Ergebnisse der Befragungen von M\u00fcttern lassen erkennen, dass neben Kindeswohlerw\u00e4gungen h\u00e4ufig auch pers\u00f6nliche W\u00fcnsche der M\u00fctter zu deren Ablehnung einer gemeinsamen Sorge mit dem Vater des Kindes f\u00fchren.<\/p>\n<p>So wurde oftmals als Begr\u00fcndung angegeben, man wolle die Alleinsorge behalten, um allein \u00fcber die Angelegenheiten des Kindes entscheiden zu k\u00f6nnen, wolle sich also nicht mit dem Vater darauf verst\u00e4ndigen m\u00fcssen oder nichts mit dem Vater zu tun haben.\u201c<\/p>\n<p>Mit dieser Tautologie mache es sich die Mutter aber zu einfach, meinten die Verfassungsrichter. Die Anstrengung einer elterlichen Abstimmungsarbeit kann kein Argument sein, um generell das Kindeswohl auszuhebeln, welches im sorgerechtlichen Zweifelsfall auf Antrag des Vaters erst gerichtlich festgestellt werden muss. \u2026<\/p>\n<p>Grundlage der am 4. Juli beschlossenen Reform des Sorgerechts ist mithin auch eine 2006 durchgef\u00fchrte Umfrage des Bundesjustizministeriums zur gemeinsamen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern, an der sich 440 Jugend\u00e4mter und 109 Rechtsanw\u00e4lte beteiligten. Diese Umfrage wird im Beschluss des Ersten Senats vom 21. Juli 2010 wie folgt zitiert: Die Teilnehmer seien befragt worden, welche Motive von den M\u00fcttern f\u00fcr die Ablehnung der v\u00e4terlichen Mitsorge angegeben w\u00fcrden. Am h\u00e4ufigsten &#8211; mit bis zu achtzig Prozent &#8211; nannten die Befragten die Motive \u201eDie Mutter m\u00f6chte die Alleinsorge behalten, um allein entscheiden zu k\u00f6nnen\u201c und \u201eDie Mutter m\u00f6chte nichts mehr mit dem Vater zu tun haben und lehnt daher jeden Kontakt auch in Angelegenheiten des Kindes ab\u201c.<\/p>\n<p>Dass pers\u00f6nliche Verletztheiten oder Bequemlichkeiten nicht den Ausschlag geben d\u00fcrfen, wenn es um eine dem Kindeswohl dienende elterliche Sorge geht &#8211; genau dies war vom Bundesverfassungsgericht mit sofortiger Wirkung angeordnet worden und gilt als \u00dcbergangsregelung also schon seit 2010 \u2026\u2018<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/die-reform-des-sorgerechts-das-ende-der-zahl-vaeter-11809995.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 bezeichnet die Frankfurter Allgemeine die gestern beschlossenen Regelungen zum Sorgerecht nicht verheirateter V\u00e4ter und r\u00e4umt mit liebgewonnenen Positionen auf: &#8218;Die Privilegierung der m\u00fctterlichen Position ist von falschen Pr\u00e4missen ausgegangen. \u00d6fter als bis dahin angenommen gehe es in der Frage v\u00e4terlicher Mitsorge um m\u00fctterliche Machtspielchen statt ums Kindeswohl, legte 2010 der h\u00f6chstrichterliche Beschluss nahe: \u201eDie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[43,27,38],"tags":[152,91],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6321"}],"collection":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6321"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6321\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6323,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6321\/revisions\/6323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}