{"id":6181,"date":"2012-05-21T16:09:00","date_gmt":"2012-05-21T15:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6181"},"modified":"2012-05-21T16:09:00","modified_gmt":"2012-05-21T15:09:00","slug":"auch-manner-zeigen-soziales-annaherungsverhalten-bei-stress","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/05\/21\/auch-manner-zeigen-soziales-annaherungsverhalten-bei-stress\/","title":{"rendered":"Auch M\u00e4nner zeigen soziales Ann\u00e4herungsverhalten bei Stress"},"content":{"rendered":"<p>Ein Forschungsteam unter der Leitung der <a href=\"http:\/\/www.psychologie.uni-freiburg.de\/abteilungen\/psychobio\" target=\"_blank\">Freiburger Psychologen<\/a> und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Markus Heinrichs und Dr. Bernadette von Dawans hat in einer <a href=\"http:\/\/www.psychologie.uni-freiburg.de\/abteilungen\/psychobio\/team\/publikationen\/stressandprosocialbehaviour\" target=\"_blank\">Studie<\/a> untersucht, wie M\u00e4nner in Stresssituationen reagieren \u2013 und mit den Ergebnissen eine fast 100 Jahre alte Lehrmeinung widerlegt. Dieser zufolge sollen Menschen und die meisten Tierarten bei Stress die \u201eKampf-oder-Flucht-Reaktion\u201c (\u201efight-or-flight\u201c) zeigen. Erst seit den sp\u00e4ten 1990er Jahren vertreten einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die These, dass Frauen unter Stress alternativ nach dem \u201eTend-and-befriend-Konzept\u201c handeln, also mit einem besch\u00fctzenden (\u201etend\u201c) und Freundschaft anbietenden (\u201ebefriend\u201c) Verhalten reagieren. M\u00e4nnern hingegen wird nach wie vor unterstellt, bei Stress aggressiv zu werden. Zu Unrecht, sagt von Dawans: \u201eOffenbar zeigen auch M\u00e4nner soziales Ann\u00e4herungsverhalten als unmittelbare Konsequenz von Stress.\u201c<\/p>\n<p>Mit dieser Studie hat das Forschungsteam erstmals das Sozialverhalten bei M\u00e4nnern unter Stress experimentell untersucht. Die Ergebnisse stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des renommierten internationalen Fachjournals Psychological Science vor. Schon im vergangenen Jahr hatten Heinrichs und von Dawans ein standardisiertes Verfahren entwickelt, um in Vortragssituationen Stress in Gruppen zu erzeugen. Die Folgen f\u00fcr das Sozialverhalten untersuchten die Forscherinnen und Forscher nun in ihrer Studie mit eigens konzipierten sozialen Interaktionsspielen. Diese erm\u00f6glichen es, positives Sozialverhalten, zum Beispiel Vertrauen oder Teilen, und sozial negatives Verhalten, etwa Bestrafen, zu messen.<\/p>\n<p>Im Ergebnis zeigten Probanden, die unter Stress standen, deutlich mehr positives Sozialverhalten als Probanden der Kontrollgruppe,<!--more--> die sich nicht in einer Stresssituation befanden. Negatives Sozialverhalten jedoch wurde durch Stress nicht beeinflusst. F\u00fcr Markus Heinrichs hat dies weit reichende Konsequenzen f\u00fcr ein besseres Verst\u00e4ndnis der sozialen Bedeutung von Stress: \u201eAus vorherigen Studien unseres Labors wussten wir bereits, dass positiver sozialer Kontakt mit einem vertrauten Menschen vor einer Stresssituation die Stressreaktion reduziert. Offenbar ist diese Bew\u00e4ltigungsstrategie so stabil verankert, dass Menschen auch unmittelbar im oder nach dem Stress durch positives soziales Verhalten Stressreaktionen ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news478536 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Forschungsteam unter der Leitung der Freiburger Psychologen und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Markus Heinrichs und Dr. Bernadette von Dawans hat in einer Studie untersucht, wie M\u00e4nner in Stresssituationen reagieren \u2013 und mit den Ergebnissen eine fast 100 Jahre alte Lehrmeinung widerlegt. 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