{"id":6105,"date":"2012-04-28T19:21:52","date_gmt":"2012-04-28T18:21:52","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=6105"},"modified":"2012-04-29T19:44:37","modified_gmt":"2012-04-29T18:44:37","slug":"jungen-und-madchen-tage-haben-keinen-effekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/04\/28\/jungen-und-madchen-tage-haben-keinen-effekt\/","title":{"rendered":"Jungen- und M\u00e4dchen Tage haben keinen Effekt"},"content":{"rendered":"<p>Seit mehr als zehn Jahren versuchen Unis, Firmen, Kommunen, Vereine und Parteien einmal im Jahr M\u00e4dchen M\u00e4nnerberufe und Jungen Jobs in Frauendom\u00e4nen schmackhaft zu machen. Doch ob der gro\u00dfe Aufwand irgendeinen Effekt auf die Berufswahl hat, daran weckt eine gerade ver\u00f6ffentlichte <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/de\/pressemitteilung\/schlechte-schuelerinnen-neigen-zu-frauenberufen \" target=\"_blank\">Untersuchung<\/a> des Wissenschaftszentrums Berlin f\u00fcr Sozialforschung (<a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\" target=\"_blank\">WZB<\/a>) erhebliche Zweifel.<\/p>\n<p>Die Vorstellung, dass punktuelle Ma\u00dfnahmen das Berufsverhalten beeinflussen k\u00f6nnten, sei nicht haltbar, schreiben die Wissenschaftler um Kathrin Leuze, die als Professorin am WZB die Projektgruppe \u201eNationales Bildungspanel\u201c leitet. Die Idee, dass man M\u00e4dchen einfach besser \u00fcber M\u00e4nnerberufe informieren m\u00fcsse, funktioniere leider nicht.<\/p>\n<p>Der Grund sei, dass sich Rollenbilder sehr viel fr\u00fcher auspr\u00e4gten. Auch die Berufsorientierung setze bereits mit f\u00fcnf oder sechs Jahren ein. \u201eEine punktuelle Information wie bei den Girls\u2019-und- Boys\u2019-Tagen kann gegen einen jahrelangen Sozialisationsprozess fast nichts ausrichten.\u201c Grundlage der Untersuchung, die in der K\u00f6lner Zeitschrift f\u00fcr Soziologie und Sozialpsychologie ver\u00f6ffentlicht wurde, sind Daten von 15-J\u00e4hrigen aus der deutschen Pisa-Erg\u00e4nzungsstudie. Die WZB-Forscher untersuchten Einflussfaktoren wie das Elternhaus, individuelle Leistungen, Noten und schulische F\u00f6rderma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Der Einfluss der Eltern auf die Berufswahl der Kinder ist dabei enorm: Bereits die Erwartungen, die M\u00fctter und V\u00e4ter (bewusst und unbewusst) an die schulischen Leistungen ihrer Kinder stellen, ist geschlechtsspezifisch. Das wiederum beeinflusst, wie die Heranwachsenden ihre F\u00e4higkeiten wahrnehmen, was wiederum f\u00fcr ihre sp\u00e4tere F\u00e4cher- und Berufswahl entscheidend ist.<\/p>\n<p>Einen \u201eInformationsvorsprung\u201c sehen die Forscher als Ursache, dass M\u00e4dchen aus \u00f6konomisch bessergestellten Elternh\u00e4usern \u00f6fter einen M\u00e4nnerberuf ergreifen m\u00f6chten. Deren Eltern kennen die unterschiedliche Bezahlung bestimmter Berufe gut und geben ihr Wissen an die Kinder weiter. Auch weil in diesen Familien eher moderne Geschlechterrollen vermittelt werden, streben die T\u00f6chter seltener Frauenberufe an. Zudem neigen M\u00e4dchen eher zu M\u00e4nnerberufen, wenn sie vom Vater mehr Informationen \u00fcber diese Berufe erhalten. Das Vorbild der Mutter hat bei der Berufswahl der M\u00e4dchen weniger Einfluss als vermutet. Jungen orientieren sich klar am Vater.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/girls--day--girls--days-haben-keinen-effekt,1472788,14992804,view,asFirstTeaser.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mehr als zehn Jahren versuchen Unis, Firmen, Kommunen, Vereine und Parteien einmal im Jahr M\u00e4dchen M\u00e4nnerberufe und Jungen Jobs in Frauendom\u00e4nen schmackhaft zu machen. Doch ob der gro\u00dfe Aufwand irgendeinen Effekt auf die Berufswahl hat, daran weckt eine gerade ver\u00f6ffentlichte Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB) erhebliche Zweifel. 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