{"id":5763,"date":"2012-02-15T11:09:23","date_gmt":"2012-02-15T10:09:23","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=5763"},"modified":"2013-08-05T14:28:19","modified_gmt":"2013-08-05T14:28:19","slug":"mann-kann-es-nicht-perfekt-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/02\/15\/mann-kann-es-nicht-perfekt-machen\/","title":{"rendered":"Man(n) kann es nicht perfekt machen"},"content":{"rendered":"<p>Pieter Wasmuth, Chef des Energiekonzerns <a href=\"http:\/\/www.vattenfall.de\/de\/pieter_wasmuth.htm\" target=\"_blank\">Vattenfall<\/a> in Hamburg, \u00e4u\u00dfert sich im Interview-mit der <a href=\"http:\/\/www.welt.de\" target=\"_blank\">Welt<\/a> \u00fcber sein Frauen- und M\u00e4nnerbild:<\/p>\n<p><strong>\u201a\u2026 Die Welt:<\/strong> Sie arbeiten f\u00fcr einen schwedischen Konzern. Skandinavien ist ja bekanntlich etwas fortschrittlicher als wir, was das Thema Frauen &amp; Karriere angeht.<\/p>\n<p><strong>Pieter Wasmuth:<\/strong> Die schwedische Sicht auf das Thema Frauenquote, so wie wir es hier in Deutschland diskutieren, ist tats\u00e4chlich eine andere. Schon alleine, weil der gesellschaftliche Anspruch auf Gleichberechtigung ein anderer ist. Daher wird dort auch gar nicht so viel \u00fcber das Thema gesprochen, weil es schon viel etablierter ist. Bei Vattenfall gibt es eine klare Erwartungshaltung, bei einer neuen Stellenbesetzung sorgf\u00e4ltig darauf zu achten, ob auch eine Frau f\u00fcr den Posten infrage kommt. Und f\u00fcr meine schwedischen Kollegen ist es wiederum selbstverst\u00e4ndlich, als Mann Elternzeit zu nehmen. So weit sind wir hier noch nicht.<\/p>\n<p><strong>Die Welt:<\/strong> Haben Sie Elternzeit genommen?<\/p>\n<p><strong>Pieter Wasmuth:<\/strong> Daf\u00fcr hatte ich leider nie Zeit. W\u00e4re damals meine berufliche Situation eine andere gewesen, h\u00e4tte ich das vielleicht auch gerne gemacht. Aber ich war nun mal in einer Lebensphase, knapp \u00fcber 30 Jahre, in der ich gerade dabei war, mich beruflich zu entwickeln &#8230;<\/p>\n<p><strong>Die Welt:<\/strong> &#8230; und in der bei Frauen immer der gro\u00dfe Karriereknick folgt, weil sie sich f\u00fcr Kinder entscheiden.<\/p>\n<p><strong>Pieter Wasmuth:<\/strong> Der Bruch muss nicht automatisch bei der Frau entstehen. Das kann auch beim Mann sein. Wenn die Frau mit 30 Jahren beruflich sehr erfolgreich ist, sieht man wahrscheinlich auch auf das Portemonnaie, und wenn sie deutlich besser verdient, kommt man vielleicht auch zu der Entscheidung, dass es besser ist, wenn sie weiterarbeitet. Zudem ist das auch immer eine Frage der Betreuungsangebote f\u00fcr die Kinder.<\/p>\n<p><strong>Die Welt:<\/strong> Die in Deutschland im Vergleich zu Skandinavien noch nicht so gut ausgebaut sind.<\/p>\n<p><strong>Pieter Wasmuth:<\/strong> Da hat sich in den vergangenen 15 Jahren, seit ich damals Vater wurde, auch vieles weiterentwickelt. Damals gab es noch nicht so viele M\u00f6glichkeiten. Bei uns wohnten die Gro\u00dfeltern fast um die Ecke, demnach hatten wir auch das entsprechende Back-up. Aber wir haben unsere drei Kinder auch mit einem Jahr in die Kindertagesst\u00e4tte gebracht. Damit sie nicht nur zu Hause in der Watteschachtel aufwachsen, sondern sich m\u00f6glichst fr\u00fch mit Gleichaltrigen sozialisieren.<\/p>\n<p><strong>Die Welt:<\/strong> Hatten Sie denn das Gef\u00fchl, dass Sie trotz Karriere gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr Ihre Kinder hatten?<\/p>\n<p><strong>Pieter Wasmuth:<\/strong> Das w\u00fcrde ich mal zu Dreiviertel zu meinen Gunsten beantworten. Als die Kinder noch klein waren, habe ich sie morgens alle einmal durchgewickelt. Das ist wichtig, diese Erfahrung. <!--more-->Als sie gr\u00f6\u00dfer wurden, habe ich mir nat\u00fcrlich schon manchmal die Frage gestellt: Hast du nun genug mitbekommen? Klar, ich habe das eine oder andere verpasst, weil ich den Kopf auch nicht immer frei hatte und viel unterwegs war.<\/p>\n<p><strong>Die Welt:<\/strong> Bei Frauen setzt ja dann immer das schlechte Gewissen ein. Den Ausdruck &#8222;Rabenvater&#8220; gibt es ja nicht.<\/p>\n<p><strong>Pieter Wasmuth:<\/strong> Das schlechte Gewissen haben auch V\u00e4ter. Man kann es nicht perfekt machen. Ich hatte selbst ein, sagen wir mal, &#8222;pseudodramatisches Erlebnis&#8220; als Jugendlicher mit meinem Vater, nach dem ich beschlossen hatte, dass ich das als Vater mal anders machen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>Die Welt:<\/strong> Welches Drama war geschehen?<\/p>\n<p><strong>Pieter Wasmuth:<\/strong> Mein Vater war, weil er kurzfristig beruflich wegmusste, nicht zu meiner Abiturfeier gekommen. \u2026\u2018<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article13867578\/Man-kann-es-nicht-perfekt-machen.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pieter Wasmuth, Chef des Energiekonzerns Vattenfall in Hamburg, \u00e4u\u00dfert sich im Interview-mit der Welt \u00fcber sein Frauen- und M\u00e4nnerbild: \u201a\u2026 Die Welt: Sie arbeiten f\u00fcr einen schwedischen Konzern. Skandinavien ist ja bekanntlich etwas fortschrittlicher als wir, was das Thema Frauen &amp; Karriere angeht. 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