{"id":5749,"date":"2012-02-08T09:15:26","date_gmt":"2012-02-08T08:15:26","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=5749"},"modified":"2012-02-08T09:18:00","modified_gmt":"2012-02-08T08:18:00","slug":"spd-legt-entwurf-zur-neuregelung-des-sorgerechts-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2012\/02\/08\/spd-legt-entwurf-zur-neuregelung-des-sorgerechts-vor\/","title":{"rendered":"SPD legt Entwurf zur Neuregelung des Sorgerechts vor"},"content":{"rendered":"<p>Die SPD dr\u00e4ngt auf eine z\u00fcgige Neuregelung des elterlichen Sorgerechts bei Kindern von nicht verheirateten Eltern. Sie will die schwarz-gelbe Koalition, die sich bei diesem Thema entgegen ihren Ank\u00fcndigungen bislang nicht auf einen eigenen Entwurf einigen konnte, unter Druck setzen.<\/p>\n<p>Am Dienstag legten die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christine Lambrecht und die Sprecher f\u00fcr Familien- und Rechtspolitik, Caren Marks und Burkhard Lischka, einen Antrag vor, der im M\u00e4rz in den Bundestag eingebracht werden soll. In einem neuen dreistufigen Verfahren sollen nach den Vorstellungen der SPD das Wohl des Kindes und das gemeinsame Sorgerecht beider Eltern im Mittelpunkt stehen. Schon bei der standesamtlichen Registrierung des Kindes nach der Geburt haben die Eltern die Gelegenheit, eine gemeinsame Sorgeerkl\u00e4rung abzugeben.<\/p>\n<p>Ist dies nicht m\u00f6glich, soll in einer zweiten Stufe das Jugendamt eingeschaltet werden und in einer Beratung und Vermittlung auf eine einvernehmliche L\u00f6sung hinwirken. Kommt es auch auf dieser Ebene zu keiner Einigung, soll das Jugendamt automatisch das Familiengericht anrufen, ohne dass es eines Antrags eines Elternteils bedarf. \u201eDamit werden weder die V\u00e4ter stigmatisiert noch die M\u00fctter in eine Situation gebracht, dass sie gegen den leiblichen Vater vor Gericht ziehen m\u00fcssen\u201c, sagte Christine Lambrecht.<\/p>\n<p>In zwei Drittel der F\u00e4lle entscheiden sich die Eltern von nicht ehelichen Kindern schon jetzt f\u00fcr das gemeinsame Sorgerecht. Ist das Paar sich einig, \u00e4ndert sich also nichts. Rund 200 000 nicht eheliche Kinder kommen jedes Jahr in Deutschland zur Welt. In Westdeutschland bel\u00e4uft sich die Quote auf 26 %, in Ostdeutschland auf 61 %.<\/p>\n<p>Nach einem <a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/12\/03\/deutschland-darf-ledige-vater-nicht-mehr-diskriminieren\/\" target=\"_blank\">Urteil<\/a> des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EGMR) im Dezember 2009 verwarf auch das Bundesverfassungsgericht im Juli 2010 die bis dahin g\u00fcltige Praxis, dass eine gemeinsame Sorge nur mit Zustimmung der Mutter m\u00f6glich war und der Vater bei einem Veto keine M\u00f6glichkeit hatte, das Sorgerecht zu erhalten. Die Karlsruher Verfassungsh\u00fcter forderten f\u00fcr den Vater das Recht einer gerichtlichen \u00dcberpr\u00fcfung.<\/p>\n<p>Im Grundsatz h\u00e4lt die SPD an einer Antragsregelung fest, nichtverheiratete M\u00e4nner bleiben V\u00e4ter aus zweiter Hand und die Jugend\u00e4mter haben sich bislang wenig Reputation als Sachwalter von V\u00e4terinteressen erworben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mainpost.de\/ueberregional\/politik\/zeitgeschehen\/SPD-draengt-auf-Neuregelung-des-Sorgerechts;art16698,6604170 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD dr\u00e4ngt auf eine z\u00fcgige Neuregelung des elterlichen Sorgerechts bei Kindern von nicht verheirateten Eltern. Sie will die schwarz-gelbe Koalition, die sich bei diesem Thema entgegen ihren Ank\u00fcndigungen bislang nicht auf einen eigenen Entwurf einigen konnte, unter Druck setzen. 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