{"id":5518,"date":"2011-11-22T16:58:48","date_gmt":"2011-11-22T15:58:48","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=5518"},"modified":"2011-11-22T16:58:48","modified_gmt":"2011-11-22T15:58:48","slug":"hotel-mama-statt-wohngemeinschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/11\/22\/hotel-mama-statt-wohngemeinschaft\/","title":{"rendered":"Hotel Mama statt Wohngemeinschaft"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Drittel (64 %) aller jungen Erwachsenen wohnen noch bei den Eltern. Vor allem S\u00f6hne f\u00fchlen sich im Hotel Mama offenbar wohl &#8211; und tun sich schwer damit, eine eigene Familie zu gr\u00fcnden. Das hat das Statistische Bundesamt aus <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/zdw\/2011\/PD11__047__p002,templateId=renderPrint.psml \" target=\"_blank\">Daten<\/a> des Mikrozensus ermittelt. Vor allem den jungen M\u00e4nnern zwischen 18 und 24 gefiel es offenbar gut im alten Zuhause: 71 % von ihnen zogen Hotel Mama einem eigenen Heim vor. Bei den weiblichen Altersgenossinnen waren das nur 57 %.<\/p>\n<p>Damit blieb die Zahl der Nesthocker in den vergangenen zehn Jahren ungef\u00e4hr gleich. Im Jahr 2000 hatten 65 % der jungen Erwachsenen noch bei den Eltern gewohnt. Entsprechend klein ist die Zahl derer, die bereits in jungen Jahren eine eigene Familie gr\u00fcnden. Nur 13 % lebten mit einem Ehe- oder Lebenspartner zusammen. Bei den M\u00e4nnern waren es sogar nur acht %. Von einem Hochzeitsboom wei\u00df die Statistik nichts: Zehn Jahre zuvor hatten noch deutlich mehr junge Deutsche (17 %) mit ihrem Partner zusammengelebt. Daf\u00fcr stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der Singles mit eigenen vier W\u00e4nden von 15 auf 17 %. Dabei halten sich M\u00e4nner und Frauen in etwa die Waage.<\/p>\n<p>Wohngemeinschaften scheinen sich trotz wachsendem Zuspruch allenfalls in Gro\u00dfst\u00e4dten als Lebensform junger Erwachsener behaupten zu k\u00f6nnen. Nur 6 % der 18- bis 24-J\u00e4hrigen entschieden sich daf\u00fcr. Allerdings waren es vor zehn Jahren nur 4 %.<\/p>\n<p>Soziologen machen eine Vielzahl von Gr\u00fcnden f\u00fcr das Nesthocken aus. Zum einen lohnt es sich f\u00fcr junge Menschen nicht mehr, schnell von zu Hause auszuziehen: Sie k\u00f6nnen auch so alle Vorteile des Erwachsenseins genie\u00dfen, ohne die Nachteile &#8211; finanzielle Belastung, <!--more-->Hausarbeit &#8211; ausbaden zu m\u00fcssen. Gleichzeitig unterscheidet sich die heutige Elterngeneration in Lebenseinstellung und Interessen gar nicht mehr so von der der Kinder &#8211; damit gibt es kaum grunds\u00e4tzliche Konflikte.<\/p>\n<p>Stattdessen profitieren beide Seiten voneinander: die Eltern bieten finanziellen und sozialen R\u00fcckhalt in einer Welt, die als immer unsicherer wahrgenommen wird. Die jungen Erwachsenen verf\u00fcgen im Gegenzug \u00fcber Kompetenzen, die den Eltern abgehen: Die S\u00f6hne richten Papa den Computer ein, die T\u00f6chter legen f\u00fcr Mama ein Facebook-Profil an<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/statistik-junge-maenner-bevorzugen-hotel-mama,1472782,11182304.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Drittel (64 %) aller jungen Erwachsenen wohnen noch bei den Eltern. Vor allem S\u00f6hne f\u00fchlen sich im Hotel Mama offenbar wohl &#8211; und tun sich schwer damit, eine eigene Familie zu gr\u00fcnden. 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