{"id":5265,"date":"2011-09-09T09:26:02","date_gmt":"2011-09-09T08:26:02","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=5265"},"modified":"2011-09-09T09:26:02","modified_gmt":"2011-09-09T08:26:02","slug":"bei-vatern-wird-vollzeitprasenz-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/09\/09\/bei-vatern-wird-vollzeitprasenz-erwartet\/","title":{"rendered":"Bei V\u00e4tern wird Vollzeitpr\u00e4senz erwartet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hep-verlag.ch\/mod\/glossary\/showentry.php?courseid=1441&amp;concept=Margret+B%C3%BCrgisser \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.hep-verlag.ch\/file.php\/29\/autor\/buergisser_margret.jpg \" alt=\"\" width=\"96\" height=\"120\" \/><\/a>Im Gespr\u00e4ch mit <a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/09\/25\/beruf-und-berufung\/ \" target=\"_blank\">Mathias Morgenthaler<\/a> \u00e4u\u00dfert sich Margret B\u00fcrgisser, Autorin der k\u00fcrzlich erschienenen <a href=\"http:\/\/www.hep-verlag.ch\/course\/view.php?id=1441 \" target=\"_blank\">B\u00fccher<\/a> \u201eBeruf und Familie vereinbaren \u2013 aber wie?\u201c und \u201eVereinbarkeit von Beruf und Familie \u2013 auch f\u00fcr M\u00e4nner. Herausforderungen, Probleme\u201c zu den Hindernissen auf dem Weg zu einem partnerschaftlichen Aufgabenverteilung.<\/p>\n<p><strong>\u201e\u2026 Heute arbeiten nur sieben Prozent der V\u00e4ter Teilzeit, ein gro\u00dfer Teil definiert sich prim\u00e4r \u00fcber die Arbeit. Sehr viel hat sich offenbar nicht ver\u00e4ndert im Vergleich zur Generation Ihrer Eltern.<\/strong><\/p>\n<p>Aus zahlreichen Gespr\u00e4chen, die ich mit berufst\u00e4tigen V\u00e4tern in den letzten Jahren gef\u00fchrt habe, wei\u00df ich: Vielen M\u00e4nnern ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein echtes Anliegen. Sie wollen nicht nur Feierabend- und Wochenendv\u00e4ter sein, sondern sich auch an der Familienarbeit beteiligen. Aber der Arbeitsmarkt macht es ihnen nicht leicht. Die meisten Arbeitgeber haben zwar begriffen, dass sie den Frauen Teilzeitstellen anbieten m\u00fcssen \u2013 und sei es nur, um ihre Vakanzen gut besetzen zu k\u00f6nnen. Von M\u00e4nnern erwarten sie aber unver\u00e4ndert Vollzeitpr\u00e4senz. Deswegen k\u00e4mpfen M\u00e4nner mit anderen Problemen als Frauen. Frauen haben in der Regel M\u00fche, wenn sie Karriere machen wollen. M\u00e4nner k\u00e4mpfen gegen Widerst\u00e4nde, wenn sie mehr Zeit mit der \u00adFamilie verbringen und sich im Beruf nicht v\u00f6llig verausgaben wollen.<\/p>\n<p><strong>Sind daran wirklich die Arbeitgeber schuld?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur. Wir wissen aus verschiedenen Studien, dass viele junge M\u00e4nner den festen Vorsatz haben, sp\u00e4ter einmal ein f\u00fcrsorglicher, pr\u00e4senter Vater zu sein. Dieser Vorsatz f\u00fchrt aber vielfach nicht zu tragf\u00e4higen Handlungen. Zu tief sitzt die Angst vor einem Imageverlust, vor dem Mangel an Anerkennung. M\u00e4nner sind st\u00e4rker ergebnisorientiert als Frauen, und sie stehen unter gro\u00dfem Druck, beruflich erfolgreich zu sein und einen guten Lohn zu verdienen. Eine Frau ist als Kleinkindererzieherin heute voll akzeptiert und f\u00fcr M\u00e4nner attraktiv, ein Mann in einem Niedriglohnberuf hat deutlich schlechtere Chancen auf dem Partnermarkt. <!--more-->Frauen suchen \u2013 ob bewusst oder unbewusst \u2013 oft einen Partner, der viel verdient und das materielle R\u00fcckgrat der Familie sein kann.<\/p>\n<p><strong>Die egalit\u00e4re Rollenteilung bleibt also eine Utopie?<\/strong><\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df neusten Studien leben nur gerade vier Prozent der Paare eine egalit\u00e4re Rollenteilung mit etwa gleichen Arbeitspensen im Erwerbsleben und in Familien- und Hausarbeit. Es gibt nat\u00fcrlich strukturelle Hindernisse: Der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau ist noch immer betr\u00e4chtlich. Sp\u00e4testens ab dem zweiten Kind wird die egalit\u00e4re Rollenteilung finanziell f\u00fcr viele Paare unattraktiv: Die Familie zahlt drauf, wenn die Frau auf ihrem Zweitverdienst beharrt und die Kinder in die Krippe gehen. Aber es gibt eben nicht nur die strukturellen Probleme. Es mangelt den M\u00e4nnern auch an Vorbildern. Der 100-Prozent-Job mit F\u00fchrungsverantwortung ist nach wie vor das von vielen angestrebte Ideal. Im Vordergrund stehen Prestige, Macht, Geld, Leistung. \u2026<\/p>\n<p><strong>Es gibt doch heute viele M\u00e4nner, welche die Priorit\u00e4ten bewusst anders setzen.<\/strong><\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich, ich habe ja einige von ihnen f\u00fcr mein Buch interviewt. Aber es war nicht einfach, Beispiele mit Vorbildfunktion zu finden. Und steile Karrieren sind nicht m\u00f6glich, wenn ein Mann sich gleichzeitig in der Familie engagieren will. Auf der obersten Ebene sind uneingeschr\u00e4nkte Pr\u00e4senz- und Leistungsbereitschaft noch immer unabdingbar. \u2026\u2019<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/berall-sehen-wir-maechtige-Manager-die-junge-Models-ausfuehren\/story\/28507971 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Gespr\u00e4ch mit Mathias Morgenthaler \u00e4u\u00dfert sich Margret B\u00fcrgisser, Autorin der k\u00fcrzlich erschienenen B\u00fccher \u201eBeruf und Familie vereinbaren \u2013 aber wie?\u201c und \u201eVereinbarkeit von Beruf und Familie \u2013 auch f\u00fcr M\u00e4nner. Herausforderungen, Probleme\u201c zu den Hindernissen auf dem Weg zu einem partnerschaftlichen Aufgabenverteilung. \u201e\u2026 Heute arbeiten nur sieben Prozent der V\u00e4ter Teilzeit, ein gro\u00dfer Teil [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[43,71,21],"tags":[150,168],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5265"}],"collection":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5265"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5267,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5265\/revisions\/5267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}