{"id":5020,"date":"2011-07-06T12:46:31","date_gmt":"2011-07-06T11:46:31","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=5020"},"modified":"2013-08-05T14:49:13","modified_gmt":"2013-08-05T14:49:13","slug":"in-osterreich-wollen-immer-weniger-manner-vater-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/07\/06\/in-osterreich-wollen-immer-weniger-manner-vater-werden\/","title":{"rendered":"In \u00d6sterreich wollen immer weniger M\u00e4nner V\u00e4ter werden"},"content":{"rendered":"<p>Im Gespr\u00e4ch mit derStandard.at analysiert der Familienforscher <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Mazal\" target=\"_blank\">Wolfgang Mazal<\/a> die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Entwicklung. Seiner Ansicht nach signalisieren viele Unternehmer nur in Sonntagsreden Familienfreundlichkeit. An der konkreten Umsetzung hapere es jedoch. Zudem lehnten immer mehr junge M\u00e4nner dem Spagat zwischen Familienern\u00e4hrer und aktiver Vaterschaft ab.<\/p>\n<p><strong>\u201a\u2026 derStandard.at: <\/strong>Auch M\u00e4nner tragen zur geringen Geburtenrate bei. Neben dem Geburtenstreik spricht man von der Zeugungsverweigerung. Was ist das Problem der M\u00e4nner?<\/p>\n<p><strong>Mazal: <\/strong>Dazu gibt es unterschiedliche Theorien und das Thema ist noch nicht sehr gut beforscht. Zum Teil f\u00fchren das Forscherkollegen darauf zur\u00fcck, dass jetzt M\u00e4nner in die Familienphase treten, die selbst in Kleinstfamilien aufgewachsen sind, dementsprechend gestalten sie ihre eigene Familiengr\u00fcndung. Allerdings ist dieser Effekt in anderen L\u00e4ndern, wo M\u00e4nner ebenfalls aus Kleinstfamilien kommen nicht beobachtbar. Das ist ein statistisches Sonderph\u00e4nomen in \u00d6sterreich. In \u00d6sterreich nimmt der Kinderwunsch der M\u00e4nner signifikant ab, w\u00e4hrend das in anderen L\u00e4ndern nicht der Fall ist.<\/p>\n<p><strong>derStandard.at: <\/strong>Warum wollen immer weniger M\u00e4nner in \u00d6sterreich Kinder bekommen?<\/p>\n<p><strong>Mazal: <\/strong>Das ist auf viele Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das mag zusammenh\u00e4ngen mit dem als stark m\u00e4nnerfeindlich empfunden Scheidungsfolgenrecht. Viele M\u00e4nner m\u00f6gen sich denken, wenn es zu einer Scheidung kommt, sehen sie ihr Kind nicht mehr und d\u00fcrfen nur mehr daf\u00fcr bezahlen. Valide erforscht ist die Ursache noch nicht. Wir haben zu wenig Geld f\u00fcr komplexe M\u00e4nnerforschung in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><strong>derStandard.at: <\/strong>Sie haben bei einer Podiumsdiskussion gesagt, von M\u00e4nner wird einerseits erwartet, dass sie die Familie ern\u00e4hren und andererseits auch ein aktives Familienleben f\u00fchren. Sind sie damit \u00fcberfordert?<\/p>\n<p><strong>Mazal: <\/strong>Die Erwartungshaltung an die M\u00e4nner ist nach wie vor sehr traditionell und ist gleichzeitig angereichert mit der Erwartung, er muss sich auch um die Familie mehr k\u00fcmmern. Das ist ein Spagat, den junge M\u00e4nner mit Sicherheit auch ablehnen.<\/p>\n<p><strong>derStandard.at: <\/strong>Und was wollen die M\u00e4nner eigentlich? Wollen sie arbeiten oder sich mehr um die Kinder k\u00fcmmern?<\/p>\n<p><strong>Mazal: <\/strong>Junge M\u00e4nner wollen die Erwerbsarbeit nicht aufgeben, m\u00f6chten sich aber auch stark an die Familie orientieren. \u2026\u2019<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1308680414116\/Maenner-im-Zeugungsstreik-Kinderwunsch-der-Maenner-nimmt-in-Oesterreich-signifikant-ab \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Gespr\u00e4ch mit derStandard.at analysiert der Familienforscher Wolfgang Mazal die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Entwicklung. 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