{"id":5007,"date":"2011-07-04T13:14:07","date_gmt":"2011-07-04T12:14:07","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=5007"},"modified":"2013-08-05T14:50:22","modified_gmt":"2013-08-05T14:50:22","slug":"mutter-als-gluckhennen-und-torwachterinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/07\/04\/mutter-als-gluckhennen-und-torwachterinnen\/","title":{"rendered":"M\u00fctter als Gluckhennen und Torw\u00e4chterinnen"},"content":{"rendered":"<p>In den USA sorgte vor 3 Jahren <a href=\"http:\/\/www.nysun.com\/opinion\/why-i-let-my-9-year-old-ride-subway-alone\/73976\/\" target=\"_blank\">Lenore Skenazy<\/a>, Kolumnistin der \u201eNew York Sun\u201c, f\u00fcr Aufregung. Sie lie\u00df ihren neunj\u00e4hrigen Sohn auf dessen ausdr\u00fccklichen Wunsch in New York mit der U-Bahn allein nach Hause fahren und berichtete \u00fcber den gelungenen Versuch. Sie sieht sich als Leitfigur einer Bewegung, die Kindern wieder mehr Bewegungsfreiheit einr\u00e4umen will.<\/p>\n<p>Wo der Beh\u00fctungswahn hierzulande beginnt, l\u00e4sst ein Kolumne von Anja Maier in der gestrigen <a href=\"http:\/\/www.taz.de \" target=\"_blank\">sonntaz<\/a> erahnen:<\/p>\n<p>\u201a&#8220;V\u00e4ter massieren ihre Babys&#8220; hei\u00dft diese Veranstaltung im st\u00e4dtischen Geburtshaus. Eine Stunde lang, erz\u00e4hlt Robert, treffen sich da sechs V\u00e4ter, f\u00fcr zw\u00f6lffuffzich Geb\u00fchr kneten sie an ihren geliebten Kindern rum und plaudern. Nat\u00fcrlich gibt es eigentlich eine zertifizierte Massagetechnik, das muss in Deutschland so sein. Aber, sagt Robert, &#8222;das hat man ja nach zehn Minuten kapiert, wie das geht. Und jetzt quatschen wir eigentlich die ganze Zeit.&#8220; Ein angenehmer Termin ist das, findet er. Und das findet auch Dana, seine Frau, denn sie hat dann endlich mal eine Frieda-Pause, Zeit f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>Andere M\u00fctter sehen das offenbar nicht so. Bei denen handelt es sich um die Frauen der massierenden V\u00e4ter, die nicht nur ihr Kind, sondern gleich auch noch ihren Mann beim Kursleiter abgeben und dann darauf warten, endlich wieder die Herrschaft \u00fcbernehmen zu d\u00fcrfen. Eigentlich, erz\u00e4hlt Robert, sollen die M\u00fctter weggehen, spazieren, Kaffee trinken, egal. Aber sie hauen einfach nicht ab. Und deshalb musste die Geburtshaus-Verwaltung einen extra Warteraum f\u00fcr misstrauische M\u00fctter einrichten. Da sitzen sie nun. Robert nennt sie &#8222;die Stillrobben&#8220;. F\u00e4ngt ihr Baby an zu maunzen, lassen sie es sich nach nebenan reichen und geben ihm die Brust.\u2019<\/p>\n<p>Mann k\u00f6nnte dar\u00fcber schmunzeln, aber diese \u201aGluckhennen\u2019, in den USA hei\u00dft das Ph\u00e4nomen \u201a<a href=\"http:\/\/communities.canada.com\/vancouversun\/blogs\/parenting\/archive\/2010\/06\/10\/maternal-gatekeeping-moms-shut-dads-out.aspx \" target=\"_blank\">Maternal Gatekeeping<\/a>\u2019, hindern V\u00e4ter nicht nur daran, ihre Verantwortung wirklich wahrzunehmen, sondern beklagen sich hinterher auch noch dar\u00fcber, das sie alles alleine machen \u201am\u00fcssen\u2019.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kolumnen\/artikel\/1\/stillrobben-im-wartezimmer\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den USA sorgte vor 3 Jahren Lenore Skenazy, Kolumnistin der \u201eNew York Sun\u201c, f\u00fcr Aufregung. 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