{"id":4923,"date":"2011-06-12T09:21:46","date_gmt":"2011-06-12T08:21:46","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=4923"},"modified":"2011-06-13T10:25:30","modified_gmt":"2011-06-13T09:25:30","slug":"vatergesprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/06\/12\/vatergesprache\/","title":{"rendered":"V\u00e4tergespr\u00e4che"},"content":{"rendered":"<p>War die Kindererziehung fr\u00fcher nur Nebensache? Und was hat sich heute wirklich ge\u00e4ndert? In der <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\" target=\"_blank\">ZEIT<\/a> f\u00fchren Vater und Sohn einen Dialog \u00fcber die Rolle, die sie im Leben des anderen gespielt haben.<\/p>\n<p><strong>\u201a\u2026 DIE ZEIT:<\/strong> Sie sind dann insgesamt 15 Monate zu Hause geblieben.<\/p>\n<p><strong>Cord Gro\u00df:<\/strong> Ja, und vorher h\u00e4tte ich auch schon das geplante halbe Jahr als eine lange Zeit empfunden. Ich war Lehrer an einer Hauptschule, eigentlich denkt man ja, dass es im \u00f6ffentlichen Dienst einfacher sei als in der Wirtschaft, als Mann in Elternzeit zu gehen, das ist es ja an vielen Stellen auch. Trotzdem war es f\u00fcr mich nicht leicht. Ich habe eine Klasse gef\u00fchrt und die Drachenboot-AG geleitet. Ich hatte ein schlechtes Gewissen und habe sehr mit mir gerungen, das kann ich so sagen. Sicherlich spielte auch meine Erziehung eine Rolle, denn als Mann muss man es innerlich schaffen, eine Entscheidung zu treffen, als Frau zwingen einen schon die Biologie und das Gesetz, irgendwann im achten Monat einen Strich zu machen. Diesen Zwang gab es f\u00fcr mich nicht.<\/p>\n<p><strong>DIE ZEIT:<\/strong> Wie sind Sie zu Ihrer Entscheidung gekommen?<\/p>\n<p><strong>Cord Gro\u00df:<\/strong> Die berufliche Situation meiner Frau war so, dass sie noch mitten im Staatsexamen war, als sie schwanger wurde. Mir war wichtig, dass sie ihre Ausbildung zu Ende machen kann. Und da wir Zwillinge bekamen, waren wir beide voll gefordert. Im Nachhinein w\u00fcrde ich sagen, dass das f\u00fcr mich ein gro\u00dfer Gewinn war. Und irgendwie hatte ich es als Vater von Zwillingen dann doch wieder leicht: Denn ich bin statusorientiert erzogen worden und konnte sagen: Okay, ich mache Elternzeit, aber ich schaffe gleich zwei. Das ist \u00fcbrigens so viel Arbeit, dass ich dann nicht mehr wirklich zum Nachdenken kam. Die Tage sind proppenvoll mit Wickeln und F\u00fcttern \u2013 ob das Ganze nun angemessen ist f\u00fcr einen Mann, dar\u00fcber konnte ich gar nicht mehr nachdenken. <!--more-->Aber nichtsdestoweniger: Es ist eine schwierige Zeit, und ich glaube, dass kein Vater, der sich daf\u00fcr entscheidet, lange wegzubleiben, nicht auch mal ins Zweifeln kommt.<\/p>\n<p><strong>DIE ZEIT:<\/strong> Welchen Stellenwert hat Ihr Beruf f\u00fcr Sie \u2026<\/p>\n<p><strong>Cord Gro\u00df:<\/strong> Mein Beruf ist auch eine ganz wichtige S\u00e4ule meines Lebens. Es hat mich bis zur Geburt und auf jeden Fall auch noch ein oder zwei Tage danach besch\u00e4ftigt, wie ich einen guten Weg f\u00fcr mich und die Schule finden kann. Ich wei\u00df, dass ich vielleicht 15 Stunden vor der Geburt dar\u00fcber noch am Telefon mit meiner Schuldirektorin debattiert habe.<\/p>\n<p><strong>DIE ZEIT:<\/strong> Welche Rolle spielte bei Ihren Zweifeln die Erziehung?<\/p>\n<p><strong>Cord Gro\u00df:<\/strong> Es ging f\u00fcr mich darum, meine Pflicht zu erf\u00fcllen. Und ich habe ein Rollenbild vorgelebt bekommen, bei dem die Verteilung klar war: Mein Vater hat Karriere gemacht, meine Mutter war zu Hause. Sicher spielte das eine Rolle. Mein Vater ist ja direkt von der Ausbildung in eine F\u00fchrungsposition gekommen, das war der Zeitpunkt meiner Geburt. \u2026\u2019<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/23\/C-Vater-Sohn\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>War die Kindererziehung fr\u00fcher nur Nebensache? Und was hat sich heute wirklich ge\u00e4ndert? In der ZEIT f\u00fchren Vater und Sohn einen Dialog \u00fcber die Rolle, die sie im Leben des anderen gespielt haben. \u201a\u2026 DIE ZEIT: Sie sind dann insgesamt 15 Monate zu Hause geblieben. 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