{"id":4664,"date":"2011-04-11T08:00:03","date_gmt":"2011-04-11T07:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=4664"},"modified":"2011-04-11T08:41:23","modified_gmt":"2011-04-11T07:41:23","slug":"reflexhafte-abwehrhaltung-statt-zeit-fur-verantwortung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/04\/11\/reflexhafte-abwehrhaltung-statt-zeit-fur-verantwortung\/","title":{"rendered":"Reflexhafte Abwehrhaltung statt Zeit f\u00fcr Verantwortung"},"content":{"rendered":"<p>Am <a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/04\/10\/die-ubernahme-familiarer-aufgaben-ist-ein-handicap\/\" target=\"_blank\">Sonntag<\/a> noch ein gro\u00dfer Entwurf f\u00fcr eine neue Geschlechterpolitik und die Einbeziehung der M\u00e4nner in die Bem\u00fchungen zur Gleichstellung. Am Tag danach die Bruchlandung: Familienministerin Schr\u00f6der hat die Pl\u00e4ne zur Verbesserung des Elterngeldes gestoppt. Eine Weiterentwicklung des Elterngeldes sei &#8222;im Moment aus finanziellen Gr\u00fcnden nicht darstellbar&#8220;.<\/p>\n<p>Im Koalitionsvertrag\u00a0 hatte sich die Bundesregierung diese Weiterentwicklung vorgenommen. Bisher k\u00f6nnen Eltern nach der Geburt eines Kindes maximal 14 Monate Elterngeld bekommen. Zw\u00f6lf Monate sind f\u00fcr den einen Partner vorgesehen; zwei weitere Monate finanziert der Staat nur, wenn der andere Partner &#8211; meist der Vater &#8211; ebenfalls Elterngeld\u00a0beantragt.<\/p>\n<p>Diese V\u00e4termonate wollte die Koalition urspr\u00fcnglich ausweiten. So hatten mehrere Unionsabgeordnete 2009 daf\u00fcr pl\u00e4diert, dass aus zwei V\u00e4termonaten vier werden sollten. Der Anspruch der M\u00fctter w\u00e4re damit gleich geblieben; V\u00e4ter h\u00e4tten ihre Babypause verl\u00e4ngern k\u00f6nnen. Das h\u00e4tte jedoch die Kosten des Elterngeldes &#8211; derzeit etwa vier Milliarden Euro pro Jahr &#8211; erh\u00f6ht, weshalb das Familienministerium diesen Plan nun nicht mehr\u00a0verfolgt.<\/p>\n<p>M\u00f6glich w\u00e4re eine Ausweitung der V\u00e4termonate auch, wenn die Aufteilung zwischen M\u00fcttern und V\u00e4tern anders geregelt w\u00fcrde. So k\u00f6nnte der Gesetzgeber zum Beispiel drei oder vier V\u00e4termonate vorsehen, wenn gleichzeitig der Anspruch der M\u00fctter um einen oder zwei Monate reduziert\u00a0w\u00fcrde.<\/p>\n<p>In Deutschland hatten vor allem Politiker der Opposition f\u00fcr eine Korrektur nach skandinavischem Vorbild pl\u00e4diert. \u2026 Als heikel erscheint der Union bei diesem Plan, dass einem Teil der Betroffenen &#8211; den M\u00fcttern &#8211; der Anspruch auf Elterngeld gek\u00fcrzt werden m\u00fcsste. Solche &#8222;Verschlechterungen&#8220; seien unm\u00f6glich, hatten Politiker von CDU und CSU mehrfach\u00a0erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von diesen politischen Streitfragen entwickeln sich die V\u00e4termonate allm\u00e4hlich zur gesellschaftlichen Normalit\u00e4t. So stellt das Statistische Bundesamt fest, dass derzeit fast 24 Prozent aller V\u00e4ter nach Geburt eines Babys Elternzeit in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ausbau-des-elterngeldes-gescheitert-arbeit-statt-babypause-1.1083568 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonntag noch ein gro\u00dfer Entwurf f\u00fcr eine neue Geschlechterpolitik und die Einbeziehung der M\u00e4nner in die Bem\u00fchungen zur Gleichstellung. Am Tag danach die Bruchlandung: Familienministerin Schr\u00f6der hat die Pl\u00e4ne zur Verbesserung des Elterngeldes gestoppt. 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