{"id":466,"date":"2007-06-05T15:15:09","date_gmt":"2007-06-05T13:15:09","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/06\/05\/kind-und-karriere-deutschland-ist-schlusslicht\/"},"modified":"2007-06-05T15:16:05","modified_gmt":"2007-06-05T13:16:05","slug":"kind-und-karriere-deutschland-ist-schlusslicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/06\/05\/kind-und-karriere-deutschland-ist-schlusslicht\/","title":{"rendered":"Kind und Karriere &#8211; Deutschland ist Schlusslicht"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Nach der Geburt eines Kindes reduzieren Frauen in Deutschland ihre Arbeitszeit st\u00e4rker und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum als M\u00fctter in Schweden, Frankreich und Italien. Das zeigt eine vergleichende Studie des Wissenschaftszentrums Berlin f\u00fcr Sozialforschung (<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/www.wzb.eu\">WZB<\/a>). Bis zur Einschulung des Kindes arbeiten M\u00fctter in Deutschland im Schnitt acht Stunden weniger pro Woche als vor der Geburt. Dagegen sind M\u00fctter in Frankreich und Schweden in \u00e4hnlichem Umfang wie vor der Geburt berufst\u00e4tig. Auch in Italien verringern M\u00fctter ihre Arbeitszeit im Schnitt nur um eine Stunde pro Woche. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">F\u00fcr die vergleichsweise geringe Erwerbst\u00e4tigkeit von M\u00fcttern in Deutschland sehen die Forscher drei Ursachen:<!--more--><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Erstens: Es gibt in Deutschland kein flexibles und qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot f\u00fcr unter Dreij\u00e4hrige wie in Schweden und Frankreich.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Zweitens: Die Familiennetzwerke sind nicht so eng wie in Italien. Dort k\u00fcmmern sich 13 Prozent aller Gro\u00dfm\u00fctter t\u00e4glich um ihre Enkel, in Deutschland sind es nur drei Prozent. Weil in Deutschland die Generationen r\u00e4umlich weiter auseinander leben als in Italien, stellen Gro\u00dfeltern in der Regel keine Alternative zu einer regelm\u00e4\u00dfigen Betreuung durch M\u00fctter oder Kindertagesst\u00e4tten dar.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Drittens: Insbesondere in den alten Bundesl\u00e4ndern entscheiden sich M\u00fctter oft gegen eine Erwerbst\u00e4tigkeit. Vor allem M\u00fctter, die verheiratet sind, deren Partner eine h\u00f6here Bildung und ein h\u00f6heres Einkommen haben, sind seltener berufst\u00e4tig (40 %) als andere M\u00fctter (60 %).<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland zeigt sich auch an einem anderen Befund: In Deutschland gibt es die wenigsten Doppelverdiener-Haushalte. Zudem verringert sich hier mit jedem Kind die Wahrscheinlichkeit am st\u00e4rksten, dass beide Eltern in Vollzeit arbeiten. Den h\u00f6chsten Anteil an Doppelverdiener-Haushalten gibt es in Schweden. Hier sind au\u00dferdem Partner mit Kindern fast genauso h\u00e4ufig erwerbst\u00e4tig wie Partner ohne Kinder.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">\u00dcber den Vier-L\u00e4ndervergleich wird im <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/www.wzb.eu\/publikation\/pdf\/wm116\/8-11.pdf\">Juni-Heft <\/a>der WZB-Mitteilungen berichtet.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Geburt eines Kindes reduzieren Frauen in Deutschland ihre Arbeitszeit st\u00e4rker und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum als M\u00fctter in Schweden, Frankreich und Italien. Das zeigt eine vergleichende Studie des Wissenschaftszentrums Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB). 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