{"id":4659,"date":"2011-04-10T14:34:45","date_gmt":"2011-04-10T13:34:45","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=4659"},"modified":"2011-04-10T14:35:42","modified_gmt":"2011-04-10T13:35:42","slug":"die-ubernahme-familiarer-aufgaben-ist-ein-handicap","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/04\/10\/die-ubernahme-familiarer-aufgaben-ist-ein-handicap\/","title":{"rendered":"Die \u00dcbernahme famili\u00e4rer Aufgaben ist auch f\u00fcr V\u00e4ter ein Handicap"},"content":{"rendered":"<p>In einem Gastbeitrag in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erwidert Familienministerin Schr\u00f6der ihren Kritikerinnen und skizziert ihre Vorstellung einer Gleichstellungspolitik, die \u201aAbschied vom Kampf der Geschlechter\u2019 nimmt. Frauenf\u00f6rderung alleine bewirke keine Zunahme an weiblichen F\u00fchrungskr\u00e4ften:<\/p>\n<p>\u201a\u2026 Zu diesen Ursachen geh\u00f6rt vor allem eine Arbeits- und Unternehmenskultur, in der famili\u00e4re Aufgaben als Handicap gelten und in der diejenigen am erfolgreichsten sind, die famili\u00e4re Verantwortung weitest m\u00f6glich an andere &#8211; und das hei\u00dft meist: an die Lebenspartnerin &#8211; delegieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dadurch wird die traditionelle Rollenverteilung in einer Partnerschaft mit der m\u00e4nnlichen Rolle des Familienern\u00e4hrers quasi zur Erfolgsvoraussetzung: Anders k\u00f6nnten Top-F\u00fchrungskr\u00e4fte sich dem Diktat der uneingeschr\u00e4nkten Verf\u00fcgbarkeit in Sechzig- bis Achtzig-Stunden-Wochen nicht beugen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Prinzip \u201eKarriere wird nach Feierabend gemacht\u201c bezahlen viele Frauen also gleich doppelt: Zum einen mit eingeschr\u00e4nkten beruflichen Aufstiegschancen, wenn sie nach Feierabend nicht Karriere, sondern die Kinder bettfertig machen. Zum anderen mit dem Verzicht auf Unterst\u00fctzung durch den Ehemann oder Partner, weil M\u00e4nner, die sich famili\u00e4re F\u00fcrsorgeaufgaben mit ihrer Partnerin teilen, aus denselben Gr\u00fcnden wie Frauen um die eigene Karriere f\u00fcrchten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise gibt es heute immer mehr junge V\u00e4ter, die trotzdem mehr von ihrer Familie haben wollen als ein Bild auf dem Schreibtisch. <!--more-->Auch sie bezahlen im Moment mit schlechteren Karriereaussichten, wenn sie vor\u00fcbergehend beruflich k\u00fcrzertreten.<\/p>\n<p>Frauenf\u00f6rderung allein wird daran nichts \u00e4ndern. F\u00f6rdern sollten wir faire berufliche Chancen von Frauen und M\u00e4nnern, die sich Zeit f\u00fcr Verantwortung nehmen. Frauen und M\u00e4nner, die Zeit f\u00fcr Familie und faire Chancen auf Karriere haben wollen, brauchen vor allem verl\u00e4ssliche Partner. Gemeint sind Lebenspartner, die bereit sind, gemeinsam F\u00fcrsorgeaufgaben in der Familie zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Gemeint sind auch Arbeitgeber, die mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen daf\u00fcr sorgen, dass eine Auszeit nach der Geburt oder vor\u00fcbergehende Teilzeitarbeit keinen Mitarbeiter &#8211; ob weiblich oder m\u00e4nnlich &#8211; ins berufliche Abseits katapultiert.<\/p>\n<p>Zu einer zeitgem\u00e4\u00dfen Gleichstellungspolitik, die Frauen Freiheit bei der Gestaltung ihres individuellen Lebensentwurfs und faire Chance im Beruf erm\u00f6glichen will, geh\u00f6rt deshalb heute neben der F\u00f6rderung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen auch eine M\u00e4nnerpolitik, die es M\u00e4nnern erm\u00f6glicht, ihre Rolle abseits von Rollenklischees selbst neu zu definieren. \u2026\u2019<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EA589B7B32E984256A72A5ECB99DECA84~ATpl~Ecommon~Scontent.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Gastbeitrag in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erwidert Familienministerin Schr\u00f6der ihren Kritikerinnen und skizziert ihre Vorstellung einer Gleichstellungspolitik, die \u201aAbschied vom Kampf der Geschlechter\u2019 nimmt. 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