{"id":4579,"date":"2011-03-18T19:49:28","date_gmt":"2011-03-18T18:49:28","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=4579"},"modified":"2011-03-18T19:49:28","modified_gmt":"2011-03-18T18:49:28","slug":"vater-lesen-ihren-kindern-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/03\/18\/vater-lesen-ihren-kindern-vor\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter lesen ihren Kindern vor"},"content":{"rendered":"<p>Jeder f\u00fcnfte Vater liest seinen Kindern regelm\u00e4\u00dfig etwas vor. Das geht aus dem Trendbericht Kinder- und Jugendbuch 2011 mit dem Titel \u00abFehlende Vorbilder &#8211; Was tun, wenn der Vater nicht liest?\u00bb hervor. In ihrem Statement \u00e4u\u00dfert <a href=\"http:\/\/www.jugendliteratur.org\/vorstand_2006_bis_2009-15.html\" target=\"_blank\">Regina Pantos<\/a>, Vorsitzende des <a href=\"http:\/\/www.jugendliteratur.org\/news-1.html\" target=\"_blank\">Arbeitskreises f\u00fcr Jugendliteratur<\/a> zu den Ursachen v\u00e4terlicher Enthaltsamkeit beim Vorlesen:<\/p>\n<p>\u201aDass Jungen weniger und schlechter lesen als M\u00e4dchen, ist kein neues Ph\u00e4nomen. Das war schon vor 50 Jahren so, als ich zur Schule ging und jeder Lehrer h\u00e4tte es best\u00e4tigen k\u00f6nnen. In unser gesellschaftliches Bewusstsein ist diese Tatsache mit den Ergebnissen der ersten PISA Studie vor\u00a0zehn Jahren geraten. Besonderen Alarm l\u00f6ste damals die sogenannte Risikogruppe aus: 15-j\u00e4hrige Jungen aus formal niedrigen Schulformen und ung\u00fcnstigen sozialen Lagen, h\u00e4ufig mit Migrationshintergrund, deren Lesekompetenz so gering war, dass eine berufliche Ausbildung kaum m\u00f6glich erschien.<\/p>\n<p>Was aus diesen Jungen, die heute 25 Jahre alt sind und damit zur V\u00e4tergeneration geh\u00f6ren, geworden ist, wissen wir nicht. Es gibt keine entsprechenden Langzeitstudien und keine aussagekr\u00e4ftige Evaluation der seither durchgef\u00fchrten Projekte zur Lesef\u00f6rderung. Bei ihnen die Frage nach dem vorlesenden Vater zu stellen, ist wahrscheinlich m\u00fc\u00dfig.<\/p>\n<p>Also fangen wir wieder von vorne an bei den Familien mit Kleinkindern. Dort finden sich nach Auskunft der Vorlesestudie der Stiftung Lesen von 2008 nur\u00a0acht Prozent der V\u00e4ter, die das Vorlesen zu ihrer Chefsache machen. <!--more-->In\u00a0elf Prozent der Familien ist es gemeinsame Sache, ansonsten sind die M\u00fctter f\u00fcrs Vorlesen zust\u00e4ndig. Vor\u00a0100 Jahren war das auch schon so, wie uns Heinrich Mann in seinem Roman \u201eDer Untertan\u201c wissen l\u00e4sst. Dort hei\u00dft es: \u201eDie Mutter n\u00e4hrte ihn mit M\u00e4rchen\u201c. Und sie genie\u00dft mit ihrem Sohn die vor Gem\u00fct \u00fcberflie\u00dfenden D\u00e4mmerstunden. Der Vater ist jedoch mit der gef\u00fchlsseligen Art seiner Frau absolut nicht einverstanden. \u201eSie verdarb das Kind f\u00fcrs Leben\u2026 Kein Wunder, da sie Romane las.\u201c \u2026\u2019<\/p>\n<p>Und die Konsequenzen daraus: \u201eV\u00e4ter f\u00fcr das Vorlesen begeistern und mit spannenden B\u00fcchern f\u00fcr Jungen in die Zukunft investieren\u201c \u2013 das ist der zentrale Appell des Trendberichts Kinder- und Jugendbuch<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jugendliteratur.org\/pressemitteilung-25-trendbericht_kinder__und_.html\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder f\u00fcnfte Vater liest seinen Kindern regelm\u00e4\u00dfig etwas vor. Das geht aus dem Trendbericht Kinder- und Jugendbuch 2011 mit dem Titel \u00abFehlende Vorbilder &#8211; Was tun, wenn der Vater nicht liest?\u00bb hervor. 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