{"id":4385,"date":"2011-02-04T12:58:16","date_gmt":"2011-02-04T11:58:16","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=4385"},"modified":"2013-08-05T15:08:21","modified_gmt":"2013-08-05T15:08:21","slug":"schweizer-bundesratin-missachtet-beim-sorgerecht-fur-vater-das-parlament","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/02\/04\/schweizer-bundesratin-missachtet-beim-sorgerecht-fur-vater-das-parlament\/","title":{"rendered":"Schweizer Bundesr\u00e4tin missachtet beim Sorgerecht f\u00fcr V\u00e4ter das Parlament"},"content":{"rendered":"<p>Auch in der Schweiz ist das Sorgerecht f\u00fcr V\u00e4ter ein strittiges Thema. Erst recht, seit dem Bundesr\u00e4tin <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Simonetta_Sommaruga \" target=\"_blank\">Simonetta Sommaruga<\/a> im Januar einen Vorschlag, der \u00fcber 5 Jahre von den verantwortlichen \u00a0parlamentarischen Gremien erarbeitet und beschlossen worden ist, mit der Begr\u00fcndung, sie wolle die Frage der elterlichen Sorge zusammen mit den finanziellen Scheidungsfolgen anpacken, wieder auf \u201aFeld 1 setzte\u2019.<\/p>\n<p>Markus Theunert, Pr\u00e4sident des Dachverbands Schweizer M\u00e4nner- und V\u00e4terorganisationen <a href=\"http:\/\/www.maenner.ch\" target=\"_blank\">M\u00e4nner.ch<\/a>, Gr\u00fcnder der <a href=\"http:\/\/www.maennerzeitung.ch\" target=\"_blank\">Schweizer M\u00e4nnerzeitung<\/a> und Mitglied im gleichstellungspolitischen Beratungsgremium des Bundesrates, der <a href=\"http:\/\/www.frauenkommission.ch \" target=\"_blank\">Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Frauenfragen<\/a>, kritisiert dieses Vorgehen in einem Beitrag f\u00fcr den Schweizer\u00a0 <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/mamablog\/\" target=\"_blank\">MamaBlog<\/a> scharf und weist auf die negativen Konsequenzen, nicht nur f\u00fcr V\u00e4ter, hin.<\/p>\n<p>\u201a\u2026 Nat\u00fcrlich gibt es gute Gr\u00fcnde, die Frage der elterlichen Sorge zusammen mit den finanziellen Scheidungsfolgen anzupacken, wie die neue Bundesr\u00e4tin es will. Nur ist ihr Entscheid nicht im luftleeren Raum gefallen:<\/p>\n<p>Erstens hat sie vom Parlament \u2013 ihrer vorgesetzten Stelle \u2013 einen anderen Auftrag erhalten. Das Parlament wollte ausdr\u00fccklich nicht mehr und nicht weniger als die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall zu verankern. Allen ist klar, dass die Fronten bei einem emotional derart aufgeladenen Thema so hei\u00df entflammen werden, dass jede Verkn\u00fcpfung verschiedener Themen das Risiko des Totalabsturzes massiv vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>Zweitens setzt sich Sommaruga dem Vorwurf aus, wegen der anstehenden Wahlen 2011 eine Verz\u00f6gerungstaktik zu verfolgen und den innerparteilichen Frieden mit den SP-Frauen h\u00f6her zu gewichten als das Schicksal der betroffenen V\u00e4ter. Dass das neue Paket innert eines Jahres geschn\u00fcrt werden k\u00f6nne, wie Sommaruga versichert, halte ich f\u00fcr v\u00f6llig unrealistisch.<\/p>\n<p>Drittens missachtet Sommaruga die Brisanz der Thematik, ja, leistet einer weiteren Radikalisierung der betroffenen M\u00e4nner Vorschub. Noch ist die Aufregung um die kruden Parolen der IG Antifeminismus um SVP-Politiker Ren\u00e9 Kuhn in frischer Erinnerung. Wer die Diskussion verfolgt hat, wei\u00df, dass sich M\u00e4nner.ch als Dachverband der Schweizer M\u00e4nner- und V\u00e4terorganisationen deutlich von dieser Art S\u00fcndenbockpolitik distanziert hat. Bei aller Kritik aber gilt es festzuhalten: Die Wut und Ohnmacht dieser M\u00e4nner ist real, extrem real. Scheinheilig mutet deshalb die Emp\u00f6rung \u00fcber die antifeministischen Tiraden an, wenn frau mit solchen Politman\u00f6vern gleichzeitig \u00d6l in das Feuer des Geschlechterkampfs gie\u00dft.<\/p>\n<p>Das ist Gift f\u00fcr den weiteren Prozess. Es w\u00e4re ja eigentlich nicht so schwer: <!--more-->Eltern sind Eltern und bleiben Eltern, auch wenn sich die beiden Elternteile entscheiden, nicht mehr Liebespaar sein zu wollen. Kinder brauchen ihre Eltern, und zwar beide Eltern. Entsprechend darf die Frage im Scheidungsfall doch nicht hei\u00dfen: Wie verteilt man das vorhandene Geld und das \u00abRecht am Kind\u00bb fair auf?<\/p>\n<p>Die einzig vern\u00fcnftige Frage hei\u00dft: Wie kann sich das Familiensystem unter neuen Vorzeichen so organisieren, dass es Mutter, Vater und Kinder so gut wie m\u00f6glich dabei geht? Die traditionelle \u00abMann = Ern\u00e4hrer, Frau = Mutter\u00bb-L\u00f6sung wird hier kaum je taugen. Das genau aber ist die Wahl der Richter, wenn die Eltern streiten. Wir fordern: Wenn sich die beiden Eltern nicht einigen k\u00f6nnen, muss die R\u00fcckfallebene 50:50 hei\u00dfen. Konkret: Die faktische Verantwortung muss genauso wie die Pflicht zum Geldverdienen und das Recht auf Sorge je h\u00e4lftig verteilt werden. Nehmt die M\u00e4nner in die Pflicht statt sich \u00fcber sie zu beklagen oder sie auszuschalten \u2013 und ihnen auch noch das Existenzminimum wegzunehmen.\u2019<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.derbund.ch\/mamablog\/index.php\/15048\/scheidungsvater-sind-eine-sozialpolitische-zeitbombe\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in der Schweiz ist das Sorgerecht f\u00fcr V\u00e4ter ein strittiges Thema. 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