{"id":4281,"date":"2011-01-15T16:35:41","date_gmt":"2011-01-15T15:35:41","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=4281"},"modified":"2011-01-15T16:35:41","modified_gmt":"2011-01-15T15:35:41","slug":"emanzipation-bedeutet-fur-manner-eine-menge-mehr-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2011\/01\/15\/emanzipation-bedeutet-fur-manner-eine-menge-mehr-arbeit\/","title":{"rendered":"Emanzipation bedeutet f\u00fcr M\u00e4nner eine Menge mehr Arbeit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.natuerlich-online.ch\/uploads\/pics\/Freiheit_Knill_02.jpg \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.natuerlich-online.ch\/uploads\/pics\/Freiheit_Knill_02.jpg \" alt=\"\" width=\"162\" height=\"120\" \/><\/a>Die Schweizer <a href=\"http:\/\/www.maennerzeitung.ch\" target=\"_blank\">M\u00e4nnerzeitung<\/a> feierte im Dezember ihr 10-j\u00e4hriges Bestehen. Chefredakteur Ivo Knill spricht im Interview mit dem Tagesanzeiger \u00fcber die Folgen der Emanzipation f\u00fcr die M\u00e4nner, die Arbeitsteilung zwischen M\u00e4nnern und Frauen und die Folgen einer Scheidung f\u00fcr V\u00e4ter.<\/p>\n<p><strong>Ist Ihre \u00abM\u00e4nnerzeitung\u00bb das Pendant zu Alice Schwarzers \u00abEmma\u00bb? <\/strong><\/p>\n<p>Nein. Wir sind kein politisches Kampfblatt und w\u00fcrden uns keinen Gefallen tun, wenn wir uns auf den Standpunkt stellten, der Mann sei benachteiligt. Nat\u00fcrlich haben wir Anliegen: Dass die Situation der M\u00e4nner bei Scheidungen verbessert wird, dass es einen Elternurlaub gibt und dass mehr M\u00e4nner in der Schule pr\u00e4sent sind. \u2026<\/p>\n<p><strong>Dennoch haben die M\u00e4nner auch von der Emanzipation profitiert. <\/strong><\/p>\n<p>Oh nein, das stimmt eben nicht.<\/p>\n<p><strong>Sie hat etwa dazu gef\u00fchrt, dass nicht mehr der ganze finanzielle Druck auf ihren Schultern lastet. <\/strong><\/p>\n<p>Nein! Die Emanzipation ist f\u00fcr Frauen ein Gewinn, f\u00fcr M\u00e4nner aber eine Heidenarbeit, und wir schuften hart daf\u00fcr. Ich habe mir vor unserem Gespr\u00e4ch nochmals die Statistiken angeschaut: 1997 hat ein Vater von zwei Kindern 24 Stunden pro Woche im Haushalt und bei der Kinderbetreuung mitgearbeitet. Heute sind es 31,7 Stunden, also 7 Stunden mehr. Gleichzeitig hat sich die Erwerbsarbeit der Frauen nur gerade um 2 Stunden gesteigert, bei den M\u00e4nnern kommt aber sogar noch ein Plus von 0,2 Stunden dazu. Das hei\u00dft: Die M\u00e4nner k\u00fcmmern sich zwar mehr um Familie und Haushalt, arbeiten aber nicht weniger \u2013 f\u00fcr sie hat sich die Belastung addiert. W\u00e4hrend die Frauen offenbar noch nicht bereit sind, mehr arbeiten zu gehen, haben die M\u00e4nner einen riesigen Tatbeweis vollbracht. Aber es ist ihnen nicht gelungen, sich aus der bestehenden Ern\u00e4hrerrolle herauszul\u00f6sen.<\/p>\n<p><strong>Liegt es nicht daran, dass sich M\u00e4nner immer noch in dieser Rolle gefallen? <\/strong><\/p>\n<p>Es ist oft nicht eindeutig, woran es liegt, dass er weiterhin 100 Prozent arbeitet, wenn Kinder kommen, und sie aufh\u00f6rt. Man kennt aber aus Studien ein Ph\u00e4nomen: Beruflich erfolgreiche Frauen, die zuerst Karriere machen im Beruf, widmen sich, sobald sie Mutter geworden sind, mit demselben Perfektionsdrang den Kindern. Und k\u00f6nnen sich absolut nicht vorstellen, Teilzeit zu arbeiten. Die betrachten das als emanzipierte Wahlm\u00f6glichkeit und sagen: Ich entscheide mich aus freien St\u00fccken dazu.<\/p>\n<p><strong>Das k\u00f6nnte ein Mann ebenfalls tun. <\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr einen Mann ist es eine sehr unsichere Investition, daheimzubleiben oder Teilzeit zu arbeiten. <!--more-->Er verzichtet auf einen beruflichen Aufstieg und auf Sicherheit, kommt es zu einer Scheidung, verliert er in doppelter Hinsicht: Er ist in seinem Beruf nicht da, wo er sein k\u00f6nnte, und in der Regel wird er auch die Kinder verlieren, weil sie der Mutter zugesprochen werden.<\/p>\n<p><strong>Das ist doch nachvollziehbar: Wenn der Vater immer 100 Prozent gearbeitet hat und die Mutter nicht, dann bleibt nach der Scheidung alles beim Alten. <\/strong><\/p>\n<p>Ich finde das \u00fcberhaupt nicht nachvollziehbar. Wenn ein System in eine Krise ger\u00e4t, m\u00fcssten doch alle Beteiligten die M\u00f6glichkeit haben, sich neu zu organisieren. Es ist zynisch, wenn man sagt, der Vater sei immer weg gewesen und m\u00fcsse nun halt den Preis daf\u00fcr bezahlen, wenn er nebst seinem 100-Prozent-Pensum 30 Stunden pro Woche daheim gewesen ist und sich den Kindern gewidmet hat. Wenn wir Gleichberechtigung wollen, dann sollte die auch bei einer Scheidung gelten. \u2026\u2019<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/leben\/gesellschaft\/Die-Emanzipation-ist-fuer-Maenner-eine-Heidenarbeit-\/story\/27361851 \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizer M\u00e4nnerzeitung feierte im Dezember ihr 10-j\u00e4hriges Bestehen. Chefredakteur Ivo Knill spricht im Interview mit dem Tagesanzeiger \u00fcber die Folgen der Emanzipation f\u00fcr die M\u00e4nner, die Arbeitsteilung zwischen M\u00e4nnern und Frauen und die Folgen einer Scheidung f\u00fcr V\u00e4ter. Ist Ihre \u00abM\u00e4nnerzeitung\u00bb das Pendant zu Alice Schwarzers \u00abEmma\u00bb? Nein. 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