{"id":4178,"date":"2010-12-25T11:07:26","date_gmt":"2010-12-25T10:07:26","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=4178"},"modified":"2010-12-26T13:50:27","modified_gmt":"2010-12-26T12:50:27","slug":"die-angst-der-frauen-vorm-kinderkriegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/12\/25\/die-angst-der-frauen-vorm-kinderkriegen\/","title":{"rendered":"Die Angst der Frauen vorm Kinderkriegen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.rheingold-online.de\/ \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.welt.de\/multimedia\/archive\/01280\/Ines_Imdahl_BM_Lif_1280294l.jpg \" alt=\"\" width=\"145\" height=\"217\" \/><\/a>Eine Familie zu gr\u00fcnden, ist auch f\u00fcr viele Frauen nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich. Zu viel Perfektionismus ist ein Grund. Auf Initiative des Babynahrungsherstellers Milupa hat sich die <a href=\"http:\/\/www.rheingold-online.de\/\" target=\"_blank\">Rheingold<\/a> Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Ines Imdahl in einer <a href=\"http:\/\/www.rheingold-online.de\/grafik\/veroeffentlichungen\/PM_Studie_Muetter_in_Angst.pdf\" target=\"_blank\">Studie<\/a> schwangere Frauen sowie junge und potenzielle M\u00fctter vorgenommen. Ein Ergebnis ist auch, dass die (potenziellen) M\u00fctter den V\u00e4tern ihrer Kinder nicht zutrauen, die Kinder zu versorgen.<\/p>\n<p><strong>\u201a\u2026 Welt am Sonntag: <\/strong>Diese Frauen scheinen unter einem M\u00fctter-Perfektionismus zu leiden.<\/p>\n<p><strong>Ines Imdahl: <\/strong>Diesen extrem hohen Perfektionismus in Fragen der Kindererziehung haben wir schon vor f\u00fcnf Jahren in einer bisher unver\u00f6ffentlichten Studie festgestellt.<\/p>\n<p><strong>Welt am Sonntag: <\/strong>Wie \u00e4u\u00dferte sich dieser Perfektionismus damals?<\/p>\n<p><strong>Ines Imdahl: <\/strong>Die M\u00fctter wirkten sehr angestrengt, fast verbittert in ihren Bem\u00fchungen, das Beste f\u00fcr ihre Kinder zu tun. Sie wollten unbedingt alle M\u00f6glichkeiten der Fr\u00fchf\u00f6rderung aussch\u00f6pfen, die Kinder sollten Englisch-, Kreativ- und alle m\u00f6glichen anderen Kurse besuchen, am besten schon mit zwei Jahren. Die Mehrheit der M\u00fctter nimmt ihre Kinder wie eine Art Rohdiamant wahr, der geschliffen werden muss.<\/p>\n<p><strong>Welt am Sonntag: <\/strong>Hat sich dieser Befund in den letzten f\u00fcnf Jahren ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p><strong>Ines Imdahl: <\/strong>Eines ist gleich geblieben: Die Kinder jener gebildeten Mittelschicht werden immer noch in die oben erw\u00e4hnten Kurse geschickt. Man braucht sich ja nur anzuschauen, wie sehr der Markt der Fr\u00fchf\u00f6rderung boomt. Doch etwas hat sich ver\u00e4ndert: Die M\u00fctter sagen heute, dass diese F\u00f6rderung ganz locker und zwanglos geschehe. Ein typischer Satz, der in den Befragungen fiel, war folgender: \u201eMein Kind geht zum Englisch-Kurs, aber es lernt da nur ganz spielerisch.\u201c Oder: \u201eIch will keine so angestrengte und verbissene Mutter sein.\u201c<\/p>\n<p><strong>Welt am Sonntag: <\/strong>Da ist ja ein lobenswerter Vorsatz.<\/p>\n<p><strong>Ines Imdahl: <\/strong>Auf den ersten Blick hat es tats\u00e4chlich den Anschein, als w\u00e4ren diese M\u00fctter unglaublich gelassen. Bei genauerem Nachfragen stellt man aber fest, dass mit dieser vorget\u00e4uschten Gelassenheit der Perfektionismus in Wirklichkeit noch getoppt wird. \u2026<\/p>\n<p><strong>Welt am Sonntag: <\/strong>Unsere Ausgangsfrage war, warum so viele Frauen der gebildeten Mittelschicht keine Kinder bekommen.<\/p>\n<p><strong>Ines Imdahl: <\/strong>Weil all das, wor\u00fcber wir bis jetzt gesprochen haben, wie eine riesige Last auf den Schultern der Frauen lastet. Die Erziehung soll perfekt sein \u2013 und dabei m\u00f6glichst locker und zwanglos aussehen. Diese angestrebte Entspanntheit ist f\u00fcr die M\u00fctter enorm anstrengend, zumal sie damit ihre Unsicherheiten und Sorgen nur oberfl\u00e4chlich verdecken. Es wird aber noch verr\u00fcckter: <!--more-->Bevor sie Kinder hatten, sagten 87 Prozent unserer Befragten, dass sie unbedingt f\u00fcr eine gleichberechtigte Partnerschaft w\u00e4ren. Aber wenn Kinder da sind, sagen das nur noch 67 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Welt am Sonntag: <\/strong>Und wie ist dieser pl\u00f6tzliche Meinungsumschwung zu erkl\u00e4ren?<\/p>\n<p><strong>Ines Imdahl: <\/strong>Dahinter steckt die Vorstellung, dass das Projekt Kind nur gelingen kann, wenn die Frau sich selbst darum k\u00fcmmert. Nicht einmal den eigenen M\u00e4nnern trauen sie zu, die Kinder zu versorgen. \u201eMein Mann kann die Kinder nicht richtig anziehen\u201c \u2013 dieser Satz fiel nicht nur einmal. Das finde ich wirklich dramatisch.\u2019<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/partnerschaft\/article11787151\/Frauen-von-heute-und-ihre-Angst-vorm-Kinderkriegen.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Familie zu gr\u00fcnden, ist auch f\u00fcr viele Frauen nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich. Zu viel Perfektionismus ist ein Grund. Auf Initiative des Babynahrungsherstellers Milupa hat sich die Rheingold Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Ines Imdahl in einer Studie schwangere Frauen sowie junge und potenzielle M\u00fctter vorgenommen. 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