{"id":4169,"date":"2010-12-21T00:31:43","date_gmt":"2010-12-20T23:31:43","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=4169"},"modified":"2010-12-28T21:05:46","modified_gmt":"2010-12-28T20:05:46","slug":"sehnsuchtsort-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/12\/21\/sehnsuchtsort-familie\/","title":{"rendered":"Sehnsuchtsort Familie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.brandmeyer-markenberatung.de\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.brandmeyer-markenberatung.de\/bilder\/portrait\/Prof_Dr_Klaus_Brandmeyer.jpg\" alt=\"\" width=\"96\" height=\"112\" \/><\/a>Was haben Familien in der Werbung mit der Realit\u00e4t zu tun? Falsche Frage, antwortet der Markenberater <a href=\"http:\/\/www.brandmeyer-markenberatung.de\/\" target=\"_blank\">Klaus Brandmeyer<\/a> im Interview mit <a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\" target=\"_blank\">brandeins<\/a>. Denn wieso sollten Familien in der Werbung etwas mit der Realit\u00e4t zu tun haben?<\/p>\n<p><em>\u201a\u2026 Mit der Realit\u00e4t hat das nicht viel zu tun.<\/em><\/p>\n<p>Aber Menschen leben mit ihren Idealisierungen. Und wollen in der Werbung nicht die Realit\u00e4t vorgef\u00fchrt bekommen. Weder in der negativen Form, also mit Streitereien und br\u00fcllenden Kindern, noch in der abgehobenen Form, also der &#8222;mom&#8220;, die ihr Kind als Projekt sieht und mit Anwalt zum Elternabend geht. Lieber sehen sie das, was sie sich einst erhofften, als sie schwanger wurden.<\/p>\n<p><em>Ist es nicht gef\u00e4hrlich, wenn Werbebilder und Wirklichkeit so weit auseinanderklaffen?<\/em><\/p>\n<p>Werbung hat nicht die Aufgabe, Menschen zu erziehen oder ihnen die Widrigkeiten des Alltags vorzuf\u00fchren. Sie soll Appetit machen. <em>\u2026 <\/em><\/p>\n<p><em>Die Welt ver\u00e4ndert sich. Junge Frauen leben heute mit Facebook und Handy &#8211; aber der Sehnsuchtsort Familie bleibt?<\/em><\/p>\n<p>In einer anderen Untersuchung wurden Frauen, die sich selbst zuvor als h\u00f6chst unterschiedliche Typen klassifiziert hatten, Bilder von Prinzessinnen vorgelegt und die Reaktionen per Hautwiderstandsmessung aufgezeichnet. Alle &#8211; egal, wie sie sich zuvor eingeordnet hatten &#8211; reagierten gleich stark auf die Bilder von Prinzessinnen. Das sind Archetypen, genauso wie die Mutter und die Familie.<\/p>\n<p><em>Gilt diese Idealisierung nur f\u00fcr die Werbung?<\/em><\/p>\n<p>Nein. Sie k\u00f6nnen sie \u00fcberall beobachten. Zum Beispiel ist der gro\u00dfe Esstisch weiterhin ein Bestseller &#8211; auch wenn das gemeinsame Mittag- oder Abendessen l\u00e4ngst ein Auslaufmodell ist. Der K\u00fcchentresen mit Hockern mag praktischer und auch cooler sein, aber es ist immer noch die gro\u00dfe Sehnsucht, die ganze Familie am Tisch zu versammeln. Erinnern Sie sich \u00fcbrigens an Bonanza, Flipper, Daktari?<!--more--><\/p>\n<p><em>Erfolgreiche Vorabendserien &#8211; wieso?<\/em><\/p>\n<p>Die haben eine Gemeinsamkeit: Es gab in diesen Familien nie eine Mutter. Und es wurde auch nie erkl\u00e4rt, wo sie war: Sie existierte einfach nicht. Die Familie bestand aus dem Vater mit seinen drei oder vier Kindern. Ich habe dar\u00fcber mal mit einem Soziologen gesprochen. Seine Erkl\u00e4rung: Die Bande h\u00e4tte nicht ann\u00e4hernd so viel erlebt, w\u00e4re eine Mutter dabei gewesen. Denn die h\u00e4tte gleich gesagt: Bei dem Wetter geht ihr nicht raus! Oder: Setzt in jedem Fall eine M\u00fctze auf! Die M\u00fctter bedenken, was alles passieren k\u00f6nnte. Die V\u00e4ter sind f\u00fcr den unkalkulierbaren Teil zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><em>Das ist ein Klischee, aber zweifellos der spannendere Plot.<\/em><\/p>\n<p>Und eben auch eine uralte Vorstellung. V\u00e4ter sagen: Man muss Mut haben, rausgehen, den Gefahren ins Auge blicken, auch einmal ins kalte Wasser springen, wenn man lebensf\u00e4hig sein will. M\u00fctter werfen ihre Kinder nicht ins kalte Wasser. Sie sind f\u00fcrsorglich und vorsorglich. Das sind Bilder, die Sie nicht so schnell wegbringen. \u2026\u2019<\/p>\n<p><em>Deshalb wird der Sehnsuchtsort Familie bleiben, auch wenn die Familienwelt l\u00e4ngst nicht mehr heil ist?<\/em><\/p>\n<p>Die Familie ist die \u00e4lteste und vermutlich stabilste Form der Lebensgemeinschaft, die es gibt &#8211; weltweit. Selbst Patchwork-Familien weisen im Grunde dieselbe Struktur auf, die unverw\u00fcstlich scheint. Immerhin ist die Familie auch seit ewigen Zeiten da. Sie steht f\u00fcr Verl\u00e4sslichkeit, f\u00fcr die letzte Sicherheit. \u2026\u2019<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\/archiv\/magazin\/unberechenbar-die-oekonomie-der-familie\/artikel\/der-sehnsuchtsort.html\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was haben Familien in der Werbung mit der Realit\u00e4t zu tun? Falsche Frage, antwortet der Markenberater Klaus Brandmeyer im Interview mit brandeins. Denn wieso sollten Familien in der Werbung etwas mit der Realit\u00e4t zu tun haben? \u201a\u2026 Mit der Realit\u00e4t hat das nicht viel zu tun. Aber Menschen leben mit ihren Idealisierungen. 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