{"id":3969,"date":"2010-11-10T11:40:20","date_gmt":"2010-11-10T10:40:20","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3969"},"modified":"2010-11-10T11:40:20","modified_gmt":"2010-11-10T10:40:20","slug":"wenn-der-vater-fehlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/11\/10\/wenn-der-vater-fehlt\/","title":{"rendered":"Wenn der Vater fehlt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.geo.de\/div\/image\/66012\/interview_pop.jpg \"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.geo.de\/div\/image\/66012\/interview_pop.jpg \" alt=\"\" width=\"142\" height=\"185\" \/><\/a>Wer seinen leiblichen Vater niemals kennengelernt hat, leidet darunter ein Leben lang, sagt der Psychoanalytiker Horst Petri im Interview der neuen Ausgabe von <a href=\"http:\/\/www.geo-wissen.de\" target=\"_blank\">GEO WISSEN<\/a> zum Thema &#8222;V\u00e4ter&#8220;<\/p>\n<p><strong>\u2026 Bei der Generation der heutigen jungen V\u00e4ter ist die Vaterentbehrung meist eine Folge der Trennung der Eltern. \u00c4ndert sich damit auch die Symptomatik?<\/strong><br \/>\nDiese M\u00e4nner verleugnen den fr\u00fchen Schmerz meist v\u00f6llig, sagen, dass der Vater schon lange kein Thema mehr f\u00fcr sie ist, weil sie ihn seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben und sie bei der Mutter aufgewachsen sind. Aber dann sitzen die pl\u00f6tzlich bei mir und brauchen Hilfe. Ich habe vier Patienten im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, die alle kleine Kinder haben. Die Frauen halten es mit den M\u00e4nnern nicht mehr aus, weil sie unf\u00e4hig sind, empathisch auf die Familie einzugehen. Sie sind sehr leistungsorientiert, sehr t\u00fcchtig und erfolgreich \u2013 aber emotional wie zugeschn\u00fcrt.<\/p>\n<p><strong>Immerhin kommen diese M\u00e4nner \u00fcberhaupt zu Ihnen.<\/strong><br \/>\nOft aber erst nach einer Trennung, oder wenn die Frau ihnen gesagt hat, dass sie sich trennen will. F\u00fcr die M\u00e4nner bricht eine Welt zusammen, sie sind oft v\u00f6llig hilflos, entwickeln schwere Verlassens\u00e4ngste und Depressionen. In den Gespr\u00e4chen stellt sich dann heraus, dass sich diese M\u00e4nner bislang kaum um die Kinder gek\u00fcmmert haben, sie aber nun wie wild um die Familie k\u00e4mpfen. Sie versuchen ihre Schuldgef\u00fchle loszuwerden und sich als guter Vater zu profilieren, alles Vers\u00e4umte nachzuholen. Dabei sind sie h\u00e4ufig so \u00fcberf\u00fcrsorglich und vereinnahmend, dass die Kinder in ihrer freien Entwicklung erheblich eingeschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n<p><strong>Und das ist eine Folge der eigenen Vaterentbehrung?<\/strong><!--more--><br \/>\nSie haben aufgrund dieser Entbehrung nie gelernt, eine gute Bindungsqualit\u00e4t zum anderen Geschlecht und zu den eigenen Kindern zu entwickeln. Ihre Gef\u00fchlsbindungen zu nahen Personen haben an Tiefe verloren. Und dann kommt es zur sogenannten transgenerationalen Weitergabe des Traumas: Sie vernachl\u00e4ssigen die eigenen Kinder, weil sie das selber nicht anders erlebt haben und ohnehin davon ausgehen, dass sie entbehrlich sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.geo.de\/GEO\/heftreihen\/geo_wissen\/66012.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer seinen leiblichen Vater niemals kennengelernt hat, leidet darunter ein Leben lang, sagt der Psychoanalytiker Horst Petri im Interview der neuen Ausgabe von GEO WISSEN zum Thema &#8222;V\u00e4ter&#8220; \u2026 Bei der Generation der heutigen jungen V\u00e4ter ist die Vaterentbehrung meist eine Folge der Trennung der Eltern. \u00c4ndert sich damit auch die Symptomatik? 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