{"id":3945,"date":"2010-11-04T11:27:54","date_gmt":"2010-11-04T10:27:54","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3945"},"modified":"2010-12-14T21:19:08","modified_gmt":"2010-12-14T20:19:08","slug":"vater-in-der-zwickmuhle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/11\/04\/vater-in-der-zwickmuhle\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter in der Zwickm\u00fchle"},"content":{"rendered":"<p>Das aktuelle Bild des idealen Vaters setzt M\u00e4nner unter Druck: Der moderne Vater\u00a0 soll und will nicht nur seine Familie ern\u00e4hren, sondern auch viel Zeit mit seinen Kindern verbringen. Dieses Spannungsfeld kann dazu f\u00fchren, dass sich M\u00e4nner gegen eine Familie entscheiden, aber auch verst\u00e4rkt Wege suchen, beides miteinander zu vereinbaren, wie die Studie &#8218;<a href=\"http:\/\/genderstudies.unibas.ch\/fileadmin\/genderstudies\/user_upload\/redaktion\/pdf\/Divers\/ZGS_Diskussionspapier_Maenner-Familie-Kinderlosigkeit_2010_01.pdf\" target=\"_blank\">Familiengr\u00fcndung und Kinderlosigkeit bei M\u00e4nnern<\/a>&#8218; zeigt. Sie empfiehlt eine neue Familienpolitik f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Familienplanung gilt oft als Frauensache. Ob hingegen ein Mann Kinder will oder wieso er kinderlos bleibt, wurde bislang kaum untersucht. In der nun vorliegenden Studie hat sich das <a href=\"http:\/\/genderstudies.unibas.ch\/ \" target=\"_blank\">Zentrum Gender Studies<\/a> der Universit\u00e4t Basel dieses Themas angenommen. Unter der Leitung der Geschlechterforscherin Andrea Maihofer f\u00fchrten sie ausf\u00fchrliche Interviews mit 60 Deutschschweizer M\u00e4nnern, wobei die eine H\u00e4lfte V\u00e4ter und die andere H\u00e4lfte kinderlos war. Befragt wurden Akademiker, weil bei diesen m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr Kinderlosigkeit verst\u00e4rkt auftreten. So verk\u00fcrzt das lange Studium die Zeitspanne, in der man eine Familie gr\u00fcnden kann. Wenn auch die Partnerin sehr gut ausgebildet ist, kann die Karriere f\u00fcr beide wichtiger werden als Kinder und sich die Familiengr\u00fcndung immer weiter hinausschieben.<\/p>\n<p>Die Interviews zeigen, dass sich das Bild von Vaterschaft im Umbruch befindet. Die meisten Befragten verweisen darauf, dass ihr eigener Vater in der Erziehung und im Familienalltag wenig pr\u00e4sent gewesen sei. Die Figur des \u201aabwesenden Ern\u00e4hrervaters\u00bb\u2019 lehnen aber alle Interviewten f\u00fcr sich selber entschieden ab. Vielmehr haben sie den Anspruch, gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr die Familie zu haben und ihren eigenen Kindern ein pr\u00e4senter, f\u00fcrsorglicher Vater zu sein.<\/p>\n<p>Gleichzeitig und dem neuen Bild der aktiven, pr\u00e4senten Vaterschaft zum Trotz bleibt der Beruf zentral f\u00fcr das m\u00e4nnliche Selbstverst\u00e4ndnis. Die Gesellschaft ist nach wie vor darauf ausgerichtet, dass der Mann den Hauptteil der Erwerbsarbeit leistet und die Familie ern\u00e4hrt.<!--more--><\/p>\n<p>Die Studie zeigt, dass viele der befragten M\u00e4nner dieses Familienmodell noch immer verinnerlicht haben. Dies f\u00fchrt zu einem \u00e4u\u00dferst ambiti\u00f6sen Idealbild des modernen Vaters: Er sollte und m\u00f6chte viel Zeit zur Verf\u00fcgung haben, sich um die Kinder zu k\u00fcmmern, und daneben auch noch im Alleingang oder zumindest haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Lebensunterhalt der Familie aufkommen.<\/p>\n<p>Diese hohen Anspr\u00fcche sind ein wichtiger Grund daf\u00fcr, dass einige M\u00e4nner sich gegen Kinder entscheiden. Die Zwangslage kann allerdings auch eine Chance f\u00fcr eine berufliche Neuorientierung sein. Einige der Interviewten handelten mit ihren Partnerinnen vor der Familiengr\u00fcndung eine Aufteilung der Erwerbsarbeit aus, um sich intensiver um ihre Kinder k\u00fcmmern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.snf.ch\/D\/Medien\/Medienmitteilungen\/Seiten\/2010.aspx?NEWSID=1246&amp;WEBID=705D0BF9-BC95-43E6-BF65-F8B316A4D74E \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das aktuelle Bild des idealen Vaters setzt M\u00e4nner unter Druck: Der moderne Vater\u00a0 soll und will nicht nur seine Familie ern\u00e4hren, sondern auch viel Zeit mit seinen Kindern verbringen. 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