{"id":3930,"date":"2010-10-30T12:06:17","date_gmt":"2010-10-30T11:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3930"},"modified":"2010-10-31T20:15:10","modified_gmt":"2010-10-31T19:15:10","slug":"vater-in-der-falle-kind-betreut-job-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/10\/30\/vater-in-der-falle-kind-betreut-job-weg\/","title":{"rendered":"V\u00e4ter in der Falle  &#8211; Kind betreut, Job weg"},"content":{"rendered":"<p>M\u00e4nner, die sich der Betreuung ihrer Kinder widmen wollen, bekommen oft massive Probleme am Arbeitsplatz: Diese reichen vom verhinderten Karrieresprung bis hin zur sofortigen K\u00fcndigung.<\/p>\n<p>Paul M. wollte sich eben auf den Weg ins Krankenhaus machen, als ihn sein Chef bat, noch rasch bei ihm vorbeizuschauen. Paul M., 43, ist verheiratet, Vater zweier Kinder und im mittleren Management eines asiatischen Autokonzerns t\u00e4tig. Seine f\u00fcnfj\u00e4hrige Tochter leidet an einem seltenen und besonders schweren Fall von Nierenkrebs. Seit eineinhalb Jahren k\u00e4mpft sie bereits um ihr Leben.<\/p>\n<p>M. dachte, sein Chef wolle ihm viel Gl\u00fcck f\u00fcr die Operation des Kindes w\u00fcnschen. Doch der teilte ihm lapidar mit, dass er mit sofortiger Wirkung gek\u00fcndigt sei. Ohne Begr\u00fcndung, ohne Erkl\u00e4rung. Wenige Tage zuvor hatte ihm noch der Pr\u00e4sident des Konzerns seines Mitgef\u00fchls versichert und dass er f\u00fcr seine Tochter bete. Die K\u00fcndigung, die sp\u00e4ter mit Nichterreichen von Zielen begr\u00fcndet wurde, traf M. ohne Vorwarnung.<\/p>\n<p>\u201eAm meisten w\u00fctend gemacht hat mich diese Scheinheiligkeit des Mitgef\u00fchls. In Wahrheit gab es nur Desinteresse, H\u00e4rte und K\u00e4lte.\u201c Dabei habe er in der Zeit der Erkrankung seiner Tochter alles getan, damit seine Arbeit nicht beeintr\u00e4chtigt w\u00fcrde: Er engagierte eine Kinderschwester, die gesamte Familie sprang ein, um die Kleine zu den zahlreichen Behandlungsterminen zu bringen und abzuholen, da seine Frau in dieser Zeit das zweite Kind erwartete, er nahm bis auf einzelne Tage nicht einmal Urlaub. Und dann die K\u00fcndigung.<\/p>\n<p>\u201eVon der Firma, vor allem von den Kollegen, kam keinerlei Unterst\u00fctzung. Sie haben nicht einmal das Telefon abgehoben, wenn ich im AKH bei meiner Tochter und unerreichbar war\u201c, erz\u00e4hlt M. Er habe seinen ehemaligen Arbeitgeber zwar verklagt, aber einen neuen Job zu finden sei schwierig. \u201eIn der Branche kennen sich ja alle, und die wissen von meiner privaten Situation.\u201c<\/p>\n<p>V\u00e4ter sto\u00dfen auf wenig Verst\u00e4ndnis, wenn sie sich in irgendeiner Form famili\u00e4r engagieren wollen. Einige typische Beispiele:<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Samuel P., 27, arbeitet als Programmierer bei einer IT-Firma. Als er zum zweiten Mal Vater wird, k\u00fcndigt er seinem Arbeitgeber an, vielleicht in Karenz zu gehen. Bald darauf wird er gek\u00fcndigt und arbeitet als vom Arbeitsmarktservice gef\u00f6rderte Kraft f\u00fcr die Firma weiter. Die Zusicherung seines Chefs, ihn bald wieder einzustellen, h\u00e4lt dieser nicht ein.<\/li>\n<li>Markus W., 43 und im mittleren Management eines internationalen Konzerns t\u00e4tig, erw\u00e4hnt seinem Chef gegen\u00fcber, dass er daran denke, in etwa einem Jahr in Karenz zu gehen. Bald darauf wird er unter einem anderen Vorwand gek\u00fcndigt.<\/li>\n<li>Josef B., 36, Controller in einer Gesundheitsmanagement-Firma, meldet bei seinem Chef, mit dem ihn ein fast freundschaftliches Verh\u00e4ltnis verbindet, an, in Karenz gehen zu wollen. Die Reaktion: \u201eDu kannst gern in Karenz gehen, nur kannst du dann gleich einen anderen Job suchen!\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/bildung\/erziehung\/606445\/index.do?_vl_backlink=\/home\/index.do \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00e4nner, die sich der Betreuung ihrer Kinder widmen wollen, bekommen oft massive Probleme am Arbeitsplatz: Diese reichen vom verhinderten Karrieresprung bis hin zur sofortigen K\u00fcndigung. Paul M. wollte sich eben auf den Weg ins Krankenhaus machen, als ihn sein Chef bat, noch rasch bei ihm vorbeizuschauen. 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