{"id":3794,"date":"2010-09-27T18:49:59","date_gmt":"2010-09-27T17:49:59","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3794"},"modified":"2010-09-27T18:50:47","modified_gmt":"2010-09-27T17:50:47","slug":"wer-eine-menschliche-gesellschaft-will-darf-vater-nicht-ausgrenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/09\/27\/wer-eine-menschliche-gesellschaft-will-darf-vater-nicht-ausgrenzen\/","title":{"rendered":"Wer eine menschliche Gesellschaft will, darf V\u00e4ter nicht ausgrenzen"},"content":{"rendered":"<p>\u201aV\u00e4ter sollen Antrag stellen\u2019, titelt heute die <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/vaeter-sollen-antrag-stellen\/-\/1472596\/4678424\/-\/index.html \" target=\"_blank\">Frankfurter Rundschau<\/a> in einem Beitrag \u00fcber den Stand der politischen Diskussion der Neuregelung des Sorgerechts f\u00fcr ledige V\u00e4ter. Diese ist lange \u00fcberf\u00e4llig, nach den Urteilen der EGMR vom Dezember 2009 und des <a href=\"http:\/\/www.bverfg.de\/entscheidungen\/rs20100721_1bvr042009.html\" target=\"_blank\">Bundesverfassungsgerichts<\/a> vom 21. Juli 2010 zwingend geboten.<\/p>\n<p>Zur Diskussion stehen grunds\u00e4tzlich zwei Varianten: Eine Antragsl\u00f6sung, V\u00e4ter m\u00fcssen, wenn die Mutter die gemeinsame Sorge ablehnt, einen Antrag beim Familiengericht stellen und die Widerspruchsl\u00f6sung, V\u00e4ter erhalten nach Anerkennung der Vaterschaft das Sorgerecht, die Mutter allerdings die M\u00f6glichkeit, dagegen Widerspruch einzulegen.<\/p>\n<p>Mich verwundert schon die Eintracht zwischen konservativen Familienpolitikerinnen wie der CSU-Bundestagsabgeordneten Dorothee B\u00e4r und dem Verband allein erziehender M\u00fctter, die m\u00f6gliche Konflikte bei Alltagssituationen wie \u201aAuf welche Schule soll das Kind gehen? Darf es mit dem Sportverein auf eine Freizeit? Und soll mit dem Geldgeschenk von Oma sein erstes Konto er\u00f6ffnet werden?\u2019 als Gr\u00fcnde f\u00fcr den Ausschluss der V\u00e4ter von der gemeinsamen Sorge von Anfang an begr\u00fcnden und das Kindeswohl im Schilde f\u00fchren.<\/p>\n<p>Dazu hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil im Juli ausgef\u00fchrt, \u201adass, die dem geltenden Recht zugrunde liegende Annahme des Gesetzgebers, dass die Zustimmungsverweigerung von M\u00fcttern in aller Regel auf einem sich nachteilig auf das Kind auswirkenden elterlichen Konflikt basiert und von Gr\u00fcnden getragen ist, die nicht Eigeninteressen der Mutter verfolgen, sondern der Wahrung des Kindeswohls dienen, sich nicht best\u00e4tigt hat.\u2019<\/p>\n<p>Und einige Abs\u00e4tze sp\u00e4ter: <!--more-->\u201adie bisher vorliegenden Ergebnisse der Befragungen von M\u00fcttern lassen erkennen, dass neben Kindeswohlerw\u00e4gungen h\u00e4ufig auch pers\u00f6nliche W\u00fcnsche der M\u00fctter zu deren Ablehnung einer gemeinsamen Sorge mit dem Vater des Kindes f\u00fchren\u2019, und das gemeinsame Sorgerecht auch von einer erheblichen Anzahl von M\u00fcttern verweigert wird, die mit dem Vater des Kindes in gemeinsamen Haushalt leben.<\/p>\n<p>Meiner Auffassung nach geht es aber um mehr als \u201aBequemlichkeitserw\u00e4gungen\u2019, n\u00e4mlich um den Grundsatz und ein klares politisches Signal, dass V\u00e4ter von Anfang an in die Verantwortung f\u00fcr ihre Kinder einbezogen werden. Einer Verantwortung, die \u00fcber die Verpflichtung zur Zahlung von Unterhalt hinausgeht. Geteilte Sorge bedeutet partnerschaftliche Verantwortung f\u00fcr monet\u00e4re Belange und F\u00fcrsorge f\u00fcr die gemeinsamen Kinder.<\/p>\n<p>Die Gleichung, 100% Unterhalt und 49% Umgang = 1 Antragsrecht darf nicht ausgehen. Sie w\u00e4re ein fatales Signal gerade an junge M\u00e4nner und alle V\u00e4ter, die jetzt noch ausgegrenzt werden.<\/p>\n<p>Wer eine menschliche Gesellschaft will, darf V\u00e4ter nicht ausgrenzen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201aV\u00e4ter sollen Antrag stellen\u2019, titelt heute die Frankfurter Rundschau in einem Beitrag \u00fcber den Stand der politischen Diskussion der Neuregelung des Sorgerechts f\u00fcr ledige V\u00e4ter. Diese ist lange \u00fcberf\u00e4llig, nach den Urteilen der EGMR vom Dezember 2009 und des Bundesverfassungsgerichts vom 21. Juli 2010 zwingend geboten. 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