{"id":3541,"date":"2010-07-20T21:21:00","date_gmt":"2010-07-20T20:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3541"},"modified":"2010-07-20T21:21:00","modified_gmt":"2010-07-20T20:21:00","slug":"mannersache-kinder-kuche-und-karriere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/07\/20\/mannersache-kinder-kuche-und-karriere\/","title":{"rendered":"M\u00e4nnersache &#8211; Kinder, K\u00fcche und Karriere"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.mestemacher.de\/medien-center\/presseinformationen\/unternehmensinformationen\/2010\/juli\/forum6\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.mestemacher.de\/bilder\/medien-center\/presseinformation\/unternehmen\/2010\/forum-zukunft6.jpg\" alt=\"\" width=\"246\" height=\"172\" \/><\/a>K\u00f6nnen M\u00e4nner Kinder erziehen und die Verantwortung f\u00fcr den Haushalt \u00fcbernehmen? Wie ist Beruf und Familie zu vereinbaren? Wie k\u00f6nnen Frauen f\u00fcr den Arbeitsmarkt gest\u00e4rkt werden? Fragen, die Dagmar Ziegler, Cem \u00d6zdemir und Bascha Mika mit Ulrike Detmers beim &#8222;<a href=\"http:\/\/www.mestemacher.de\/medien-center\/presseinformationen\/unternehmensinformationen\/2010\/juli\/forum6\" target=\"_blank\">6. Mestermacher Forum Zukunft<\/a>&#8220; am 6. Juli in Berlin er\u00f6rterten.<\/p>\n<p>Familien- und Erwerbsarbeitsmodelle wandeln sich. Nicht nur der so genannte Alleinern\u00e4hrer ist \u00fcberholt, auch eine gerechtere Verteilung von Familien- und Hausarbeit steht, allerdings nicht erst seit gestern, auf dem gesellschaftspolitischen Tapet. Auch f\u00fcr V\u00e4ter ist die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durchaus ein Thema.<\/p>\n<p>Ja, es gibt sie: erziehende, aktive V\u00e4ter, die sich bewusst f\u00fcr Kinder entscheiden und Verantwortung \u00fcbernehmen. F\u00fcr sie ist es nicht selbstverst\u00e4ndlich, dass die Frau ihnen den R\u00fccken st\u00e4rkt und daf\u00fcr auf eine berufliche Karriere verzichtet.<\/p>\n<p>F\u00fcr Cem \u00d6zdemir, Bundesvorsitzender der Gr\u00fcnen, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf selbstverst\u00e4ndlich ein Problem, dass auch M\u00e4nner betrifft. Er selbst hat die zwei gesetzlich m\u00f6glichen V\u00e4termonate genutzt, in denen er zu Hause blieb, um sich um sein Kind zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Als &#8222;anwesender Vater&#8220; st\u00fcnde man aber immer vor dem Vereinbarkeitsproblem. Die deutsche Gesellschaft sei nicht wirklich Kinder- oder Familienfreundlich. Bestimmte Formen der Arbeit sind f\u00fcr Eltern schlicht nicht m\u00f6glich: &#8222;Telefonkonferenzen um 22 Uhr in der Nacht sind dann nat\u00fcrlich Tabu, im Alltagsgesch\u00e4ft nat\u00fcrlich durchaus normal&#8220;, erl\u00e4utert er. In der jetzigen Generation von M\u00e4nnern wird die Frage nach Vereinbarkeit seiner Meinung nach gestellt. Allerdings ist es ein verschwindend geringer Teil von M\u00e4nnern, der die V\u00e4termonate in Anspruch nimmt.<\/p>\n<p>Die Publizistin Bascha Mika sagte, dass im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern Deutschland &#8222;auch noch im Mittelalter ist&#8220;. <!--more-->Es sei &#8222;ja immer leichter, auf andere zu schauen&#8220;. Wagt man aber einen Blick nach Skandinavien, schneidet Deutschland auch nicht sehr gut ab. In Schweden sind die &#8222;Papamonate&#8220; mit einem 13-monatigen Anspruch\u00a0 auf Elterngeld beispielsweise schon in den 70er Jahren eingef\u00fchrt worden. Ziel war es damals, M\u00e4nner f\u00fcr Sorgearbeit zu sensibilisieren. \u2026<\/p>\n<p>Die Arbeitswelt \u00e4ndere sich und der demographische Wandel sowie der damit verbundene Fachkr\u00e4ftemangel w\u00fcrden ihren Tribut fordern, so Dagmar Ziegler, stellvertretende Vorsitzende der SPD Bundestagsfraktion. Gut ausgebildete Frauen w\u00fcrden \u00fcber kurz oder lang gebraucht. \u00d6zdemir merkt an, dass die Kinderbetreuung sinnvoll auszubauen sei sowie die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern und die Finanzierung durch Kommunen diskutiert werden m\u00fcsse. &#8222;Es soll bis 2013 zwar einen Rechtsanspruch auf Krippenpl\u00e4tze geben, auf der anderen Seite nehmen wir den Kommunen, die f\u00fcr den Ausbau zust\u00e4ndig sind, das Geld weg&#8220;, erl\u00e4utert er weiter. Das sei ein gravierendes Problem.<\/p>\n<p>Ob zwei V\u00e4termonate auf freiwilliger Basis die Einstellung von M\u00e4nnern zur Sorgearbeit \u00e4ndern, bleibt abzuwarten. Laut Detmers sei es aber notwendig alternative Lebensmodelle in die Gesellschaft zu transferieren. Dazu geh\u00f6rt nicht nur ein &#8222;Einsehen&#8220; der M\u00e4nner, oftmals seien es die Frauen selbst, die in alten Denkmustern aus Angst oder Bequemlichkeit verharren, so Mika.<\/p>\n<p>Frauen wie M\u00e4nner sind in der Pflicht, wenn es um eine gerechte Aufteilung der Hausarbeit und Kindererziehung geht: &#8222;Alle Nach- aber nat\u00fcrlich auch Vorteile sollen geteilt werden&#8220;, sagt sie. Letztendlich sei das &#8222;Private auch politisch&#8220;, um an die politische feministische Forderung der 68er anzuschlie\u00dfen. \u2026<\/p>\n<p>Unabdingbar f\u00fcr eine gleichberechtigte Integration von Frauen in die Erwerbsarbeit sowie die Sensibilisierung der M\u00e4nner f\u00fcr die Sorgearbeit seien zwar gesetzliche Rahmenbedingungen, aber auch role-models, die es vormachen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/bewegte-maenner-ae-erstarrte-frauen \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6nnen M\u00e4nner Kinder erziehen und die Verantwortung f\u00fcr den Haushalt \u00fcbernehmen? Wie ist Beruf und Familie zu vereinbaren? Wie k\u00f6nnen Frauen f\u00fcr den Arbeitsmarkt gest\u00e4rkt werden? Fragen, die Dagmar Ziegler, Cem \u00d6zdemir und Bascha Mika mit Ulrike Detmers beim &#8222;6. Mestermacher Forum Zukunft&#8220; am 6. Juli in Berlin er\u00f6rterten. Familien- und Erwerbsarbeitsmodelle wandeln sich. 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