{"id":3401,"date":"2010-06-11T10:29:24","date_gmt":"2010-06-11T09:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3401"},"modified":"2010-06-11T10:30:13","modified_gmt":"2010-06-11T09:30:13","slug":"reale-arbeitsbedingungen-haben-mit-den-idealen-fortschrittlicher-unternehmensfuhrung-wenig-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/06\/11\/reale-arbeitsbedingungen-haben-mit-den-idealen-fortschrittlicher-unternehmensfuhrung-wenig-zu-tun\/","title":{"rendered":"Reale Arbeitsbedingungen haben mit den Idealen fortschrittlicher Unternehmensf\u00fchrung wenig zu tun"},"content":{"rendered":"<p>Auf die Widerspr\u00fcche zwischen den Anspr\u00fcchen und Wirklichkeiten in vielen Unternehmen macht ein Beitrag von <a href=\"http:\/\/www.zunftwissen.org\/de\/index.php\/W.O.Geberzahn\" target=\"_blank\">W.O. Geberzahn<\/a> f\u00fcr<a href=\"http:\/\/www.new-worxs.de\/startseite.html\" target=\"_blank\"> new worXs<\/a>, dem virtuellen Trendmagazin f\u00fcr neue Arbeitswelten aufmerksam:<\/p>\n<p>\u201eCorporate Social Responsibility (CSR) ist ein Konzept gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen, das die Aspekte der Nachhaltigkeit aufnimmt und sich auf die drei S\u00e4ulen Wirtschaft, Soziales und Umwelt st\u00fctzt.\u201c \u2026 Dieser Ansatz verdient Beachtung und Unterst\u00fctzung. Den hehren, in unz\u00e4hligen Symposien und Tagungen kommunizierten Themen steht allerdings die Realit\u00e4t des durchschnittlichen B\u00fcroalltags entgegen. Arbeitsverdichtung, Zeitdruck und jetzt auch noch eine l\u00e4nger andauernde Finanz- bzw. Wirtschaftskrise erzeugen ein Umfeld, das den Menschen in den Unternehmen wachsende Schwierigkeiten bereitet, ihre Gesundheit belastet.<\/p>\n<p>Renate B. (28) und Thomas H. (30) haben als Akademiker interessante und verantwortungsvolle Jobs in international aktiven Beratungsunternehmen. Ihr Arbeitsvertrag sieht eine 40-Stunden Woche vor, tats\u00e4chlich sind sie in der Regel 60 Stunden f\u00fcr ihr Unternehmen aktiv, \u00dcberstunden werden nicht verg\u00fctet. Wenn sie nicht im Flieger oder per Bahn zu Kunden unterwegs sind, m\u00fcssen sie ihre anspruchsvollen Aufgaben in einem Open-Space-B\u00fcro \u2013 euphemistisches Neudeutsch f\u00fcr Gro\u00dfraumb\u00fcro \u2013 unter h\u00f6chsten Konzentrationsanstrengungen erledigen. Da sie in einer Gro\u00dfstadt leben, ist der Verdienst dieser \u201eJuniors\u201c aufgrund hoher Lebenshaltungskosten nicht besonders attraktiv, R\u00fccklagen schaffen ist kaum m\u00f6glich. Beide f\u00fchlen sich fortgesetzt unter Druck, ihre Vorgesetzten verlangen reibungsloses Funktionieren, schon ein Arzttermin wird mit Unwillen quittiert. Unter den Kollegen herrscht ein angespanntes Verh\u00e4ltnis, weil jeder seine Position zu sichern sucht. Da der Lebenspartner in einer anderen Stadt arbeitet, wird auch am Wochenende gereist.<\/p>\n<p>\u201eVon ihnen wird unglaublich viel erwartet. Sie m\u00fcssen flexibel sein und sich gut ausbilden. Sie m\u00fcssen sich aber auch niederlassen und eine Existenz gr\u00fcnden. Bei den Frauen tickt die Uhr, denn sie sp\u00fcren, dass die Fruchtbarkeit zeitlich begrenzt ist. Es ist ein Druck auf dieser Generation,\u201c sagt <a href=\"http:\/\/www.sfi-frankfurt.de\/mitarbeiter-innen\/prof-dr-marianne-leuzinger-bohleber.html \" target=\"_blank\">Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber<\/a>, Direktorin des <a href=\"http:\/\/www.sfi-frankfurt.de\/home.html\" target=\"_blank\">Frankfurter Sigmund-Freud-Instituts<\/a> in einem <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub867BF88948594D80AD8AB4E72C5626ED\/Doc~E48653C1A4B714B839E4141A96ACDC78F~ATpl~Ecommon~Scontent.html\" target=\"_blank\">Interview<\/a> mit der FAS. Einerseits wollen Studien herausgefunden haben, dass diese Generation keine finanzielle Not kennt, andererseits f\u00fchlen sich viele junge Menschen sowohl in der Familie als auch am Arbeitsplatz nicht ausreichend anerkannt.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt schon in jungen Jahren bei zahlreichen gestressten Berufst\u00e4tigen zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Burnout und diversen Angstst\u00f6rungen. <!--more-->In Elternhaus, Schule und Universit\u00e4t haben die meisten nicht gelernt, mit der Komplexit\u00e4t der Arbeitswelt, der Unberechenbarkeit von Vorgesetzten und den Auswirkungen politischer Entscheidungen auf das eigene Leben umzugehen. Es macht deshalb wenig Sinn, ihnen mangelnde Nehmerqualit\u00e4ten vorzuwerfen.<\/p>\n<p>So fallen die von Idealen und Gerechtigkeitssinn angetriebenen Angestellten in ein emotionales Loch, wenn sie bei ihrem Arbeitgeber feststellen m\u00fcssen, dass das weltoffen und sozial wirkende Image des Unternehmens so gar nicht zu der allt\u00e4glichen Wirklichkeit am Arbeitsplatz passt. Das h\u00e4ngt in wesentlichen Teilen von der sozialen und emotionalen Kompetenz der F\u00fchrungskr\u00e4fte ab. Die weit verbreitete These, am Arbeitsplatz und im Unternehmen habe ausschlie\u00dflich Sachlichkeit zu herrschen, offenbart nichts weiter als Hilflosigkeit und F\u00fchrungsschw\u00e4che. \u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.new-worxs.de\/artikel\/gesundheit\/Anspruch-und-Wirklichkeit-%C2%96-moderne-Arbeitsbedingungen-haben-mit-den-Idealen-fortschrittlicher-Unternehmensf%C3%BChrung-meist-nur-wenig-zu-tun-451.html \" target=\"_blank\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf die Widerspr\u00fcche zwischen den Anspr\u00fcchen und Wirklichkeiten in vielen Unternehmen macht ein Beitrag von W.O. 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