{"id":3387,"date":"2010-06-08T11:34:24","date_gmt":"2010-06-08T10:34:24","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3387"},"modified":"2010-06-08T11:34:24","modified_gmt":"2010-06-08T10:34:24","slug":"angst-der-vater-vor-der-karenz-ist-berechtigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/06\/08\/angst-der-vater-vor-der-karenz-ist-berechtigt\/","title":{"rendered":"Angst der V\u00e4ter vor der Karenz ist berechtigt"},"content":{"rendered":"<p>Wenn M\u00e4nner in Karenz gehen, heften sich die betroffenen Unternehmen gerne allerlei positive Attribute an die Brust: Familienfreundlichkeit, Flexibilit\u00e4t und wom\u00f6glich noch Gender &#8211; Bewusstsein. Die Realit\u00e4t sieht jedoch ganz anders aus.<\/p>\n<p>M\u00e4nner h\u00f6ren von den Chefs, Karenz sei \u201ain Projektpausen\u2019 m\u00f6glich oder \u201aunter Umst\u00e4nden ein paar Wochen lang\u2019. Viele Firmen vermitteln gar den Eindruck, dass die Karenzzeit kein grundlegendes Recht der M\u00e4nner ist, sondern m\u00f6glicherweise gn\u00e4dig gebilligt wird. Viel klarer als bei Frauen wird dabei kommuniziert: Wer in Karenz geht, verzichtet freiwillig auf Gehaltserh\u00f6hungen und Karrierespr\u00fcnge.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftskammer Nieder\u00f6sterreich zum Thema &#8218;<a href=\"http:\/\/www.noe.gv.at\/bilder\/d47\/zusammenf_EOP_web.pdf \" target=\"_blank\">Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf V\u00e4ter<\/a>\u2019 \u00fcberraschen deshalb wenig:\u00a0 Zwei Drittel der V\u00e4ter will in Karenz gehen, tats\u00e4chlich machen es derzeit &#8211; trotz Verbesserungen beim Kinderbetreuungsgeld &#8211; aber nur etwa 4%. Die Gr\u00fcnde sind Angst vor einem Einkommensverlust und ein Sturz von der Karriereleiter. Das sind durchaus reale \u00c4ngste, wenn man Berichte von jener kleinen Minderheit h\u00f6rt, die tats\u00e4chlich f\u00fcr einige Zeit die Kinderbetreuung \u00fcbernimmt. Denn aus den F\u00fchrungsetagen kommt oft Unverst\u00e4ndnis nach dem Motto: Warum geht der in Karenz, als Mann muss er das ja nicht.<\/p>\n<p>So spielen traditionell orientierte Rollenbilder eine gro\u00dfe Rolle. Viele M\u00e4nner verstehen die Argumente ihrer Chefs und lassen sich so von einer Karenz abbringen. Sonja Zwazl, Pr\u00e4sidentin der Wirtschaftskammer Nieder\u00f6sterreich, sagt dazu im ORF: &#8222;Ich lehne es ab, die Verantwortung, ob V\u00e4ter in Karenz gehen oder nicht, alleine auf die Wirtschaft abzuschieben. Es geh\u00f6rt ein Umdenken her.&#8220; Hier sei soziale Kompetenz der Vorgesetzten gefragt, so Zazl. Im Rahmen des Projekts wurde dazu auch ein <a href=\"http:\/\/www.noe.gv.at\/bilder\/d47\/leitfaden_EOP_web.pdf%20 \" target=\"_blank\">Leitfaden<\/a> entwickelt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/bildung\/erziehung\/571649\/index.do?_vl_backlink=\/home\/bildung\/index.do \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn M\u00e4nner in Karenz gehen, heften sich die betroffenen Unternehmen gerne allerlei positive Attribute an die Brust: Familienfreundlichkeit, Flexibilit\u00e4t und wom\u00f6glich noch Gender &#8211; Bewusstsein. Die Realit\u00e4t sieht jedoch ganz anders aus. M\u00e4nner h\u00f6ren von den Chefs, Karenz sei \u201ain Projektpausen\u2019 m\u00f6glich oder \u201aunter Umst\u00e4nden ein paar Wochen lang\u2019. Viele Firmen vermitteln gar den Eindruck, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[43,2,21],"tags":[82],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3387"}],"collection":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3387"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3387\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3388,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3387\/revisions\/3388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}