{"id":338,"date":"2007-02-27T15:05:50","date_gmt":"2007-02-27T13:05:50","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/02\/27\/fursorglichkeit-kann-auch-mannlich-sein\/"},"modified":"2007-02-27T15:05:50","modified_gmt":"2007-02-27T13:05:50","slug":"fursorglichkeit-kann-auch-mannlich-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/02\/27\/fursorglichkeit-kann-auch-mannlich-sein\/","title":{"rendered":"F\u00fcrsorglichkeit kann auch m\u00e4nnlich sein"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Im Rahmen der Berichterstattung \u00fcber den &#8218;vergoldeten K\u00e4fig&#8216; und den deutschen Familienkrach hat Spiegel Online heute ein <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,468867,00.html\">Interview<\/a> mit dem Soziologen <a href=\"http:\/\/familie.sowi.hu-berlin.de\/fmpro?-db=mitarbeiter&#038;-lay=details&#038;-format=\/mitarbeiter\/mitarbeiter.htm&#038;doz_id=123&#038;-find\">Hans Bertram<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Es geht darum unter anderem um die Entstehungsgeschichte und Entwicklungsperspektiven unseres Familienbildes.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">&#8230; <strong>Bertram: <\/strong>Das Modell der b\u00fcrgerlichen Familie ist im 19 Jahrhundert entwickelt worden, damals entdeckte man die Frau als Erzieherin. Vorher waren es in der Regel die M\u00e4nner, die die Kinder erzogen haben. &#8230; Die lebenslange Erwerbst\u00e4tigkeit des Mannes und der alleinige Familienlohn des Mannes sind zunehmend obsolet geworden. Parallel hat sich eine Dienstleistungsgesellschaft entwickelt, die &#8211; um das ganz platt auszudr\u00fccken &#8211; auf das Potential der Frauen angewiesen ist. &#8230; Also muss man sich jetzt neue Modelle ausdenken, in denen Mann und Frau f\u00fcr die F\u00fcrsorge der Kinder und f\u00fcr die \u00f6konomische Basis des Lebens gleicherma\u00dfen zust\u00e4ndig sind. &#8230;\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">SPIEGEL:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Wie wichtig sind die V\u00e4ter bei diesen Ver\u00e4nderungen?<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Bertram: <\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Man sollte positiv hervorheben, dass die heutigen V\u00e4ter sehr viel mehr im Haushalt tun als ihre V\u00e4ter. Die durchschnittliche Arbeitszeit eines Vaters liegt heute bei 16 Stunden in der Woche, die einer Frau bei etwa 35 Stunden; in der Mitte der Sechziger war es \u00e4hnlich viel Zeit bei der Frau, aber nur eine Stunde beim Mann. Es ist l\u00e4ngst ein Wechselprozess der F\u00fcrsorglichkeit zwischen M\u00e4nnern und Frauen in Gang. Deshalb sind diese V\u00e4termonate wichtig, damit auch die Gesellschaft begreift, dass F\u00fcrsorglichkeit auch m\u00e4nnlich sein kann.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Berichterstattung \u00fcber den &#8218;vergoldeten K\u00e4fig&#8216; und den deutschen Familienkrach hat Spiegel Online heute ein Interview mit dem Soziologen Hans Bertram ver\u00f6ffentlicht. 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