{"id":3309,"date":"2010-05-23T14:14:40","date_gmt":"2010-05-23T13:14:40","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3309"},"modified":"2010-05-23T16:47:22","modified_gmt":"2010-05-23T15:47:22","slug":"familienministerin-kristina-schroder-will-30-stunden-woche-fur-vater-und-mutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/05\/23\/familienministerin-kristina-schroder-will-30-stunden-woche-fur-vater-und-mutter\/","title":{"rendered":"Familienministerin will 30-Stunden &#8211; Woche f\u00fcr V\u00e4ter und M\u00fctter"},"content":{"rendered":"<p>\u201eEine 30-Stunden-Arbeitswoche k\u00f6nnte f\u00fcr beide Partner nahezu ideal sein\u201c, sagte Schr\u00f6der in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin \u201e<a href=\"http:\/\/www.focus.de\" target=\"_blank\">Focus<\/a>\u201c. 40 Stunden Arbeitszeit seien den meisten Eltern von kleinen Kindern zu viel, \u201emit 20 Stunden katapultieren sie sich ins Karriere-Abseits\u201c.<\/p>\n<p>Die Ministerin will zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) f\u00fcr eine \u201evollzeitnahe Teilzeitarbeit\u201c werben. Beiden Elternteilen sollte es mit Teilzeitjobs erm\u00f6glicht werden, in den ersten Jahren mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen. Die Teilzeitvariante mit einer 30-Stunden-Woche sei f\u00fcr Arbeitgeber attraktiv und auch f\u00fcr M\u00e4nner interessant, sagte Schr\u00f6der.<\/p>\n<p>Mit ihrer Forderung trifft Schr\u00f6der die W\u00fcnsche der Eltern, die sie bislang zum Beispiel aufgrund bestehender steuerlicher Regelungen und fehlender Kinderbetreuungsm\u00f6glichkeiten kaum umgesetzt haben, wie eine <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/v_2009_10_01_klenner.pdf\" target=\"_blank\">Studie<\/a> der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung aus dem Jahr 2008\u00a0 zeigt.<\/p>\n<p>Einerseits besteht der Wunsch, die Arbeitszeiten von M\u00fcttern und V\u00e4tern gleichm\u00e4\u00dfiger aufzuteilen \u2013 die \u00fcberwiegende Zahl &#8218;bevorzugt&#8216; die sogenannte \u201emodernisierte Ern\u00e4hrerkonstellation\u201c. Das hei\u00dft: Ein Partner arbeitet Vollzeit, der andere Teilzeit.<\/p>\n<p>So sieht die Realit\u00e4t in Deutschland heute aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Die reine Versorgerehe ist eine aussterbende Gattung. Nur noch ein knappes Viertel der westdeutschen Paare lebt das Hausfrauen-Ern\u00e4hrer-Modell. In Ostdeutschland sind es nur 8 %.<\/li>\n<li>97 % der abh\u00e4ngig besch\u00e4ftigten V\u00e4ter arbeiten Vollzeit, davon 57 % mehr als 40 Stunden in der Woche.<\/li>\n<li>Mehr als die H\u00e4lfte der M\u00fctter arbeitet Teilzeit, darunter viele Minijobberinnen und geringf\u00fcgig Besch\u00e4ftigte.<\/li>\n<li>Aber: Bis zu 42 % der M\u00fctter arbeitet voll, 17 % davon regelm\u00e4\u00dfig 41 Stunden und mehr pro Woche.<\/li>\n<li>Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von M\u00e4nnern mit Kindern betr\u00e4gt 39,7 Stunden.<\/li>\n<li>M\u00fctter hingegen arbeiten nur 24,4 Stunden.<\/li>\n<li>In Westdeutschland ist der Unterschied noch gr\u00f6\u00dfer: Hier arbeiten V\u00e4ter 17 Stunden pro Woche l\u00e4nger als M\u00fctter.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch die Kinder w\u00fcnschen sich laut Befragungen der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung, dass beide Elternteile arbeiten. Aber sie wollen auch verl\u00e4ssliche Arbeitszeiten, die Wochenenden und Feiertage freihalten und Familienrituale zulassen.<\/p>\n<p>Der Vorschlag zielt also in dier richtige Richtung, braucht aber, ebenso wie die Elternzeit, verl\u00e4ssliche und dauerhafte Rahmenbedingungen und kein hin und her, je nach Kassenlage. In Schweden gibt es schon einen Versuch, ein solches Arbeitsmodell steuerlich zu unterst\u00fctzen. Ich werde mal nach den Ergebnissen recherchieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/05\/22\/familienministerin-kristina-schroeder\/junge-eltern-sollen-nur-noch-teilzeit-arbeiten.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEine 30-Stunden-Arbeitswoche k\u00f6nnte f\u00fcr beide Partner nahezu ideal sein\u201c, sagte Schr\u00f6der in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin \u201eFocus\u201c. 40 Stunden Arbeitszeit seien den meisten Eltern von kleinen Kindern zu viel, \u201emit 20 Stunden katapultieren sie sich ins Karriere-Abseits\u201c. Die Ministerin will zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) f\u00fcr eine \u201evollzeitnahe Teilzeitarbeit\u201c werben. 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