{"id":3223,"date":"2010-05-05T16:53:45","date_gmt":"2010-05-05T15:53:45","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=3223"},"modified":"2010-05-05T16:55:24","modified_gmt":"2010-05-05T15:55:24","slug":"elterngeld-soll-eine-abmagerungskur-machen-und-sich-trotzdmen-weiterentwickeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/05\/05\/elterngeld-soll-eine-abmagerungskur-machen-und-sich-trotzdmen-weiterentwickeln\/","title":{"rendered":"Elterngeld soll eine Abmagerungskur machen und sich trotzdem weiterentwickeln"},"content":{"rendered":"<p>Noch gibt Kristina Schr\u00f6der nicht auf. Vor einem Monat hat Bundesfinanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble (CDU) den Plan der Bundesfamilienministerin, die Elternzeit von jetzt 14 auf k\u00fcnftig 16 Monate zu verl\u00e4ngern und ein ausgeweitetes Teilelterngeld einzuf\u00fchren, <a href=\"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2010\/04\/01\/schauble-ubernimmt-regie-im-familienministerium\/\" target=\"_blank\">eine Absage<\/a> erteilt.<\/p>\n<p>Laut Bundesfinanzministerium werden jetzt &#8222;Ma\u00dfnahmen zur Weiterentwicklung des Elterngeldes&#8220; gepr\u00fcft. Medienberichten zufolge will Kristina Schr\u00f6der jetzt 400 Millionen Euro aus ihrem eigenen Etat daf\u00fcr freimachen.<\/p>\n<p>Sie lasse gerade durchrechnen, wie das jetzige Elterngeld \u201averschlankt\u2019 werden k\u00f6nnte, hei\u00dft es. Momentan erhalten M\u00fctter und V\u00e4ter bis zu 14 Monate lang 67 Prozent des Nettolohns, mindestens 300 Euro und h\u00f6chstens 1.800 Euro.<\/p>\n<p>Der Gesamtetat des Frauenministeriums umfasst in diesem Jahr 6,56 Milliarden Euro. F\u00fcr das Elterngeld sind 4,48 Milliarden Euro eingeplant. Das sind knapp 171 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. Der Grund: Immer mehr V\u00e4ter nehmen seit Einf\u00fchrung des Elterngeldes im Januar 2007 die beiden V\u00e4termonate in Anspruch. Auf diese modernen, familienfreundlichen V\u00e4ter ist die konservative CDU-Politikerin stolz. &#8222;Das Elterngeld st\u00e4rkt die V\u00e4ter &#8211; deswegen st\u00e4rken wir das Elterngeld&#8220;, sagte sie noch im M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Sollte Kristina Schr\u00f6der also tats\u00e4chlich das Elterngeld k\u00fcrzen wollen? Als Alternative, so hei\u00dft es, k\u00f6nnte ausschlie\u00dflich das Teilelterngeld f\u00fcr M\u00fctter und V\u00e4ter ausgeweitet werden. Diese Variante w\u00fcrde lediglich 137 Millionen Euro pro Jahr mehr kosten.<\/p>\n<p>Es geht hier nicht nur einige Euro oder Wochen mehr oder weniger Elterngeld, es geht um die Glaubw\u00fcrdigkeit der Familienpolitik insgesamt. Mit den Regelungen 2007 ist ein Prozess eingeleitet worden, der langfristig zu einem Wandel der Rollenmuster und den Erwartungen an V\u00e4ter und M\u00fctter in Unternehmen f\u00fchren wird. Eine entscheidende Stellschraube bei dieser Entwicklung ist die monet\u00e4re Wertsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>Wenn an dieser Stelle jetzt ein R\u00fcckzieher gemacht wird, besch\u00e4digt das mehr als das Ansehen von Frau Schr\u00f6der. Es w\u00e4re ein sp\u00e4ter Sieg derer, die im Herbst 2006 im Bundestag gegen die neuen Regelungen gestimmt haben, der Riege der grauen Herren, die zum Teil mitverantwortlich f\u00fcr die Finanzmisere sind, die jetzt als Begr\u00fcndung einer r\u00fcckw\u00e4rtsgewandten Politik herhalten soll.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/schroeder-pokert-ums-elterngeld\/ \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch gibt Kristina Schr\u00f6der nicht auf. Vor einem Monat hat Bundesfinanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble (CDU) den Plan der Bundesfamilienministerin, die Elternzeit von jetzt 14 auf k\u00fcnftig 16 Monate zu verl\u00e4ngern und ein ausgeweitetes Teilelterngeld einzuf\u00fchren, eine Absage erteilt. Laut Bundesfinanzministerium werden jetzt &#8222;Ma\u00dfnahmen zur Weiterentwicklung des Elterngeldes&#8220; gepr\u00fcft. 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