{"id":314,"date":"2007-02-15T12:30:23","date_gmt":"2007-02-15T10:30:23","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/02\/15\/die-bessere-halfte\/"},"modified":"2007-02-15T12:30:23","modified_gmt":"2007-02-15T10:30:23","slug":"die-bessere-halfte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/02\/15\/die-bessere-halfte\/","title":{"rendered":"Die bessere H\u00e4lfte"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">W\u00e4hrend konservative Heckensch\u00fctzen in der CDU der Familienministerin v.d. Leyen vorwerfen, sie wolle mit ihren Vorst\u00f6\u00dfen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf &#8218;die DDR wiederauferstehen lassen&#8216; und pflege einen unheilvollen &#8218;Staatsdirigismus&#8216;, und dabei die reale Familienwirklichkeit v\u00f6llig ignorieren, r\u00fcckt <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/162147.html?mode=autor\">Ulrike Sosella<\/a> in ihrem <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/162147.html?nv=cd-rss410\">Kommentar<\/a> in der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.ftd.de\/\">Financial Times Deutschland<\/a> die erforderlichen Ma\u00dfnahmen in die richtige Reihenfolge:<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\" \/><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Die Debatte um ein familienfreundliches Deutschland verhakt sich an der Frage, wie viele Kita-Pl\u00e4tze wir brauchen. Doch das greift zu kurz &#8211; die gr\u00f6\u00dfere Verantwortung liegt bei den Unternehmen.<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\">\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Bisher neigen Unternehmen dazu, den positiven Beitrag von R\u00fcckkehrerinnen ,und einiger weniger m\u00e4nnlicher R\u00fcckkehrer nach der Elternzeit, zu untersch\u00e4tzen. Dabei ist offensichtlich:<!--more--> Nehmen mehr hoch qualifizierte Frauen ihren Beruf fr\u00fcher wieder auf, wird es Firmen in Zukunft leichter fallen, den erwarteten Fachkr\u00e4ftemangel abzufedern. R\u00fcckkehrerinnen sind einfacher zu integrieren als neu eingestellte Mitarbeiter. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Doch dieser Vorteil hat seinen Preis: Hierzulande sind die meisten M\u00fctter und immer mehr V\u00e4ter nicht bereit, ihre Elternrolle dem Beruf unterzuordnen. Sie wollen und m\u00fcssen arbeiten, allerdings nicht um jeden Preis. Je j\u00fcnger die Kinder, desto wichtiger ist es Eltern, die bessere H\u00e4lfte des Tages mit ihnen zu verbringen &#8211; statt nur m\u00fcde von der Arbeit nach Hause zu kommen und zwischen Kochen und Putzen quengelnde Kinder zu beruhigen, die nach zehn Stunden Fremdbetreuung endlich die N\u00e4he ihrer Eltern einfordern. Das amerikanische Modell, in dem M\u00fctter wie V\u00e4ter 50-Stunden-Wochen schieben, w\u00e4hrend die Nanny zu Hause die Kinder ins Bett bringt, wird sich in Deutschland gl\u00fccklicherweise nicht durchsetzen. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">F\u00fcr Unternehmen bedeutet das, dass sie sich auf eine stark steigende Nachfrage nach Teilzeitarbeit einrichten m\u00fcssen. Das gilt unabh\u00e4ngig davon, wie stark die Betreuungsangebote tats\u00e4chlich ausgebaut werden. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Bisher glauben viele Firmen noch, das Thema flexible Arbeitszeit werde sich erledigen, wenn der Staat nur endlich genug Kita-Pl\u00e4tze schafft. Trefflich res\u00fcmiert das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft diesen <strong>Grundirrtum<\/strong> in einer aktuellen Studie \u00fcber den Wiedereinstieg von Frauen nach der Kinderphase: &#8222;Weil die Ausstattung mit Kinderbetreuungseinrichtungen aber nach wie vor unzureichend ist, streben M\u00fctter nach der Elternzeit meist nur reduzierte Stellen an&#8220;, hei\u00dft es darin. Soll hei\u00dfen: G\u00e4be es nur ausreichend Kita-Pl\u00e4tze, k\u00f6nnten Arbeitgeber am f\u00fcr sie bequemen Leitbild des unteilbaren Vollzeitarbeitsplatzes festhalten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Doch so einfach ist es nicht. Auch nach dem Ende der Elternzeit, also nach drei Jahren, brauchen Kinder noch Zeit. Auch nach drei Jahren wollen Eltern Zeit f\u00fcr ihren Nachwuchs haben. Ob sie nun Teilzeit arbeiten, Teile ihrer Arbeit am PC zu Hause verrichten oder immer mal wieder ein paar Monate Auszeit nehmen &#8211; nimmt man Familienfreundlichkeit ernst, wird es f\u00fcr die Arbeitgeber zun\u00e4chst einmal unbequemer.&#8216;<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top: 6pt\" class=\"MsoNormal\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend konservative Heckensch\u00fctzen in der CDU der Familienministerin v.d. 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