{"id":306,"date":"2007-02-13T09:33:26","date_gmt":"2007-02-13T07:33:26","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/02\/13\/einmal-vater-nicht-immer-vater\/"},"modified":"2007-02-13T09:34:12","modified_gmt":"2007-02-13T07:34:12","slug":"einmal-vater-nicht-immer-vater","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/02\/13\/einmal-vater-nicht-immer-vater\/","title":{"rendered":"Einmal Vater (nicht) immer Vater"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin: 6pt 0cm 0.0001pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Heute entscheidet das Bundesverfassungsgericht \u00fcber die (Un-) Zul\u00e4ssigkeit von heimlichen Vaterschaftstests.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Gestern schrieb der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,465772,00.html\">Spiegel<\/a> zu dem Vorgang:Mit dem Sprichwort &#8222;Vater werden ist nicht schwer &#8230;&#8220; sind zwar eigentlich die biologischen Vorg\u00e4nge gemeint &#8211; rechtlich ist das aber noch viel einfacher: &#8222;Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist&#8220;, bestimmt Paragraf 1592 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs in erfrischender Naivit\u00e4t. Ob da neun Monate vorher was war &#8211; dem Gesetz ist es egal.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Aber auch bei Nichtverheirateten geht das, wenn man will, ganz schnell: Wer meint, Vater zu sein (oder es sein will), muss einfach die Vaterschaft offiziell anerkennen, etwa bei einem Notar oder dem Jugendamt &#8211; stimmt die Mutter zu, ist der Mann Papa. Biologischer Nachweis? Fehlanzeige.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Sp\u00e4tere Zweifel auszur\u00e4umen ist dann nicht mehr ganz so einfach. Heimlich geht da nichts, dem steht, so hat der Bundesgerichtshof am 12. Januar 2005 geurteilt (<\/span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Az. XII ZR 227\/03)<\/span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">, das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Kindes entgegen:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">&#8222;Jede Untersuchung und Verwendung des DNA &#8211; Identifizierungsmusters greift in das durch [das Grundgesetz] &#8230; verb\u00fcrgte Pers\u00f6nlichkeitsrecht, hier in der Auspr\u00e4gung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, ein. &#8230; Dies ist auch bei der Verwertung von Beweisen oder Kenntnissen im gerichtlichen Verfahren zu beachten, gleichg\u00fcltig, ob es sich um einen Strafprozess oder Zivilprozess handelt. &#8230; Dies f\u00fchrt dazu, dass heimlich veranlasste DNA-Vaterschaftsanalysen rechtswidrig und im Vaterschaftsanfechtungsverfahren gegen den Willen des Kindes oder seines gesetzlichen Vertreters nicht verwertbar sind, und zwar auch nicht zur schl\u00fcssigen Darlegung von Zweifeln an der Vaterschaft [im Vaterschaftsanfechtungsverfahren] &#8230;, weil auch dies einen erneuten Versto\u00df gegen das Pers\u00f6nlichkeitsrecht &#8230; des Kindes bedeuten w\u00fcrde.&#8220;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Viele hoffen daher heute, dass das Bundesverfassungsgericht einen dritten Weg \u00f6ffnet, denn schlie\u00dflich haben auch die V\u00e4ter das Recht auf Gewissheit.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute entscheidet das Bundesverfassungsgericht \u00fcber die (Un-) Zul\u00e4ssigkeit von heimlichen Vaterschaftstests. 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