{"id":281,"date":"2007-01-27T17:05:16","date_gmt":"2007-01-27T15:05:16","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/01\/27\/ohne-macht-wird-nur-gelacht\/"},"modified":"2007-01-27T17:06:48","modified_gmt":"2007-01-27T15:06:48","slug":"ohne-macht-wird-nur-gelacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2007\/01\/27\/ohne-macht-wird-nur-gelacht\/","title":{"rendered":"&#8218;Ohne Macht wird nur gelacht&#8216;"},"content":{"rendered":"<p>Im Gespr\u00e4ch mit dem <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/karriere\/0,2828,337610,00.html\">Manager Magazin<\/a> \u00e4u\u00dfert sich Michael Domsch zu Karrierefragen und Chancengleichheit.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">mm.de:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Herr Domsch, laut einer <a target=\"_top\" href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/karriere\/0,2828,337473,00.html\">Hoppenstedt-Studie<\/a> ist der Anteil der weiblichen Manager in Deutschland seit 1995 zwar kontinuierlich gestiegen, aber mit rund 10 Prozent aller F\u00fchrungspositionen im Management weiterhin gering. Woran liegt das?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Domsch:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Es gibt Ressentiments. Die kann man nicht wegdiskutieren. Zwar wird im Zuge der Political Correctness immer wieder betont, wie n\u00f6tig Frauen in Unternehmen sind. In Wahrheit aber gibt es versteckte Hindernisse.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">mm.de:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Was sind die schlimmsten Feindbilder und Hindernisse, gegen die Frauen sich beim Aufstieg durchsetzen m\u00fcssen?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Domsch:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Immer wieder tauchen folgende Argumente auf: Frauen wollen gar nicht in den F\u00fchrungsbereich, es fehle also an der Nachfrage. Frauen w\u00fcrden schwanger und k\u00fcndigen, seien damit eine Fehlinvestition, Planungssicherheit g\u00e4be es nicht. Frauen w\u00fcrden nicht die n\u00f6tige H\u00e4rte f\u00fcr das Management besitzen, sie h\u00e4tten daf\u00fcr nicht die notwendigen Kompetenzen. Au\u00dferdem g\u00e4be es genug qualifizierte M\u00e4nner, Frauen w\u00fcrden ihnen deshalb Karrierechancen wegnehmen und so weiter, und so weiter.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">mm.de:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Die meisten Topmanager haben ihre Frau samt Kindern zu Haus. Welche Rolle spielt diese famili\u00e4re Pr\u00e4gung der M\u00e4nner in den Chefetagen?<!--more--><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Domsch:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Ich m\u00f6chte hier keine Schwarz-Wei\u00df-Malerei betreiben. Es gibt in Deutschland eine F\u00fclle von Unternehmen, die exzellente Chancengleichheitspolitik praktizieren &#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">mm.de:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Wie stehen wir da im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern Europas?<strong> <\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Domsch:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Deutschland erreicht gerade das europ\u00e4ische Mittelfeld. Aber das wird sich in Zukunft \u00e4ndern. &#8230;<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">mm.de:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Spielt auch das deutsche Familienbild und die damit zusammenh\u00e4ngende Politik eine Rolle?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Domsch:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Dieses Thema betrifft offensichtlich nur noch eine Minderheit. So haben weniger als 50 Prozent der Frauen mit akademischer Ausbildung im Alter von 40 Jahren \u00fcberhaupt noch Kinder. In Deutschland wird im gro\u00dfen Umfang auf die Notwendigkeit einer familienfreundlichen Personalpolitik hingewiesen. Besonders in den vergangenen zwei Jahren werden staatlicherseits erhebliche Anstrengungen unternommen, um bei diesem wichtigen Thema in der Praxis Fortschritte zu erzielen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Denn engagierte karriereorientierte Frauen streben mehrheitlich eine Doppelkarriere an: im Berufsleben und im Privatbereich, oft mit den Wunsch nach Kindern verbunden. Dazu geh\u00f6rt aber &#8211; neben einem geeigneten Partner &#8211; ein f\u00fcr sie attraktiver Arbeitgeber mit entsprechender familienfreundlicher Personalpolitik. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel das <strong>Angebot &#8222;Teilzeit f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte&#8220; in bestimmten Lebensphasen von Frauen und M\u00e4nnern<\/strong>. &#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">mm.de:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Welche Aspekte spielen in der gegenw\u00e4rtigen Diskussion zum Thema Chancengleichheit die gr\u00f6\u00dfte Rolle?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Domsch:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Man muss das Thema Chancengleichheit unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten diskutieren, gerade im Zuge des globalen Wettbewerbs. Wenn man hier bestehen will, kann man auf Frauen nicht verzichten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 6pt\"><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">mm.de:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> Muss das Bewusstsein f\u00fcr diese Tatsache noch in die K\u00f6pfe der Personalchefs getragen werden, oder ist das bereits Konsens?<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\">Domsch:<\/span><\/strong><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Verdana\"> An der Umsetzung hapert es noch.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Gespr\u00e4ch mit dem Manager Magazin \u00e4u\u00dfert sich Michael Domsch zu Karrierefragen und Chancengleichheit. mm.de: Herr Domsch, laut einer Hoppenstedt-Studie ist der Anteil der weiblichen Manager in Deutschland seit 1995 zwar kontinuierlich gestiegen, aber mit rund 10 Prozent aller F\u00fchrungspositionen im Management weiterhin gering. 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