{"id":2509,"date":"2009-10-20T17:59:46","date_gmt":"2009-10-20T16:59:46","guid":{"rendered":"http:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/?p=2509"},"modified":"2009-10-20T17:59:46","modified_gmt":"2009-10-20T16:59:46","slug":"bundesregierung-mochte-sich-von-traditioneller-gleichstellungspolitik-emanzipieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vaeter-und-karriere.de\/blog\/index.php\/2009\/10\/20\/bundesregierung-mochte-sich-von-traditioneller-gleichstellungspolitik-emanzipieren\/","title":{"rendered":"Bundesregierung m\u00f6chte sich von traditioneller Gleichstellungspolitik emanzipieren"},"content":{"rendered":"<p>Die Situation von M\u00e4nnern spielte in der Gleichstellungspolitik des Bundes bislang kaum eine Rolle. Das soll sich nun \u00e4ndern. K\u00fcnftig will das Bundesfamilienministerium gezielt Jungen und M\u00e4nner unterst\u00fctzen. Darauf haben sich die Familienpolitiker von Union und FDP in ihrer Koalitionsarbeitsgruppe geeinigt. Im Entwurf der AG hei\u00dft es:<\/p>\n<p><em>&#8222;Wir wollen eine eigenst\u00e4ndige Jungen- und M\u00e4nnerpolitik entwickeln und dabei insbesondere die Bildungs- und Entwicklungschancen von Jungen und M\u00e4nnern verbessern, ihre Lebensentw\u00fcrfe erweitern und neue Perspektiven er\u00f6ffnen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Eine &#8222;eigenst\u00e4ndige Jungen- und M\u00e4nnerpolitik&#8220; &#8211; in dieser Deutlichkeit wurde das noch in keinem Koalitionsvertrag formuliert. &#8222;M\u00e4nner- und Jungenf\u00f6rderung war in den vergangenen Jahren praktisch nicht existent&#8220;, sagt Miriam Gru\u00df, jugendpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und bayerische FDP-Generalsekret\u00e4rin. &#8222;Das war l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig.\u201c<\/p>\n<p>&#8222;Die Lebensentw\u00fcrfe f\u00fcr Jungen und M\u00e4nner erweitern&#8220;, wie es im Entwurf des Koalitionsvertrags steht, kann eine Menge bedeuten. Kommt jetzt ein gro\u00dfangelegtes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Jungs? Eine M\u00e4nnerabteilung in der Regierung, ein bundeseigener M\u00e4nnerbeauftragter?<\/p>\n<p>Keinesfalls, sagt Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) &#8222;Die Jungen- und M\u00e4nnerpolitik ist keine neue Aufgabe, sondern beschreibt den selbstverst\u00e4ndlichen Inhalt einer geschlechtergerechten Politik, wie sie nat\u00fcrlich schon immer im Bundesfamilienministerium gemacht wurde.&#8220; Von einem &#8222;M\u00e4nner&#8220;-Zusatz im Ministerium f\u00fcr Familien, Senioren, Frauen und Jugend k\u00f6nne keine Rede sein.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich? Schon immer? Diese Behauptung stimmt nicht. Vor ziemlich genau zwei ahren hat sich im Ministerium f\u00fcr alle au\u00dfer \u2026 eine Arbeitsgruppe gebildet, die an der Vorbereitung dieser Absichtserkl\u00e4rung ma\u00dfgeblich beteiligt war. Diese ist wichtig, weil es bislang eben nichts gibt. Auch keinen Ansprechpartner f\u00fcr die Politik auf der \u201aM\u00e4nnerseite\u2019 wie er mit dem <a href=\"http:\/\/www.frauenrat.de \" target=\"_blank\">Deutschen Frauenrat<\/a> schon lange existiert.<\/p>\n<p>Aber an dieser Stelle hat die Politik dem Koalitionsbeschluss schon vorgegriffen. Seit Anfang September gibt es das Vernetzungsprojekt zur Bildung eines <a href=\"http:\/\/www.bundesforum-maenner.de\/\" target=\"_blank\">Bundesforums M\u00e4nner<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,655309,00.html \" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Situation von M\u00e4nnern spielte in der Gleichstellungspolitik des Bundes bislang kaum eine Rolle. Das soll sich nun \u00e4ndern. K\u00fcnftig will das Bundesfamilienministerium gezielt Jungen und M\u00e4nner unterst\u00fctzen. Darauf haben sich die Familienpolitiker von Union und FDP in ihrer Koalitionsarbeitsgruppe geeinigt. 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